# 64 Fotografie als Thema im Kinofilm: Was verbindet Filme wie Memento, Blow Up und One Hour Photo?

Shownotes

Im Mittelpunkt steht zunächst die Rolle von Kameras als Zeichen für Beobachtung, Erinnerung, Wahrheit, Kontrolle und auch Distanz. Anhand von Filmen wie Das Fenster zum Hof, Blow-Up, Memento und Apocalypse Now wird besprochen, wie Kameratypen und Objektive Figuren charakterisieren und welche Perspektiven sie erzeugen. Teleobjektive werden dabei mit Distanz und voyeuristischem Blick verbunden, Weitwinkel eher mit Nähe, Reportage und sozialen Situationen.

Ein Schwerpunkt liegt auf Blow-Up und Memento. Blow-Up wird als Film über einen Modefotografen beschrieben, der glaubt, einen Mord fotografiert zu haben und das Bild in der Dunkelkammer immer weiter vergrößert. Dabei geht es um die Frage, ob Fotografie Wahrheit zeigen kann. Memento nutzt Polaroids als Gedächtnisstützen für einen Protagonisten mit Kurzzeitgedächtnisverlust; die Bilder helfen ihm zwar bei der Orientierung, bleiben aber anfällig für Manipulation.

Auch Die fabelhafte Welt der Amélie und One Hour Photo werden besprochen. Bei Amélie spielen Fotoautomatenbilder eine wichtige Rolle als gefundene Bilder und als Teil einer poetischen, emotionalen Handlung. One Hour Photo zeigt einen einsamen Fotoentwickler, der Familienbilder anderer Menschen betrachtet und sich immer stärker in deren Leben hineinversetzt; Fotografie wird dort als emotionales Archiv und als Arbeitsfeld im Übergang vom Analogen zum Digitalen thematisiert.

Am Ende sprechen die beiden über Apocalypse Now, den Lee-Miller-Film Die Fotografin und Asteroid City. Diese Filme zeigen Fotografie als Mittel zur Kriegsdokumentation, als persönlichen Blick auf Gewalt und als bewusst künstlich gestaltete Bildwelt. Insgesamt ziehen Judy und Hendrik das Fazit, dass Kameras im Kino fast nie nur Werkzeug sind, sondern immer Bedeutung tragen.

00:00:09 Kameras im Kino 00:01:34 Bilder als Bedeutung 00:04:15 Teleobjektiv und Distanz 00:06:51 Blow-Up und Wahrheit 00:10:32 Memento und Erinnerung 00:15:16 Amélies Fotoautomat 00:19:55 Einsamkeit im Fotolabor 00:28:19 Kriegsfotograf im Wahnsinn 00:31:33 Lee Millers Blick 00:34:05 Wes Andersons Kameramythos

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00:00:00: Der Protagonist hat die Kamera auch so ultra eng um den Hals gebunden.

00:00:04: Also, die hängt ihm wirklich so unterm Kinn und als Fotograf fragt man sich so ... Das macht doch kein Mensch!

00:00:14: Soll ich denn hier ernst bleiben?

00:00:15: Wenn Hendrik Fatteuer Filme im Kino schaut, guckt er dann nach Kameras und Fotos?

00:00:30: Hallo,

00:00:32: da draußen ist wieder Judy Hohmann heute mit einer Redaktionsfolge.

00:00:36: Mit meinem geschätzten Kollegen Hendrik und wir haben uns ein Herzensthema ausgesucht was ihr da draußen vielleicht nicht wisst.

00:00:44: unsere Redaktion hängt voll mit Filmplakaten Und jetzt haben wir es zur Aufgabe gemacht mal zu schauen in welchen Filmspielen eigentlich Fotografen oder Fotos selbst oder Kameras eine wichtige Rolle und darüber unterhalten wir uns heute.

00:00:59: herzlich willkommen Hendrik.

00:01:02: Hallo Judy.

00:01:04: Kameras und Kino, das hat ganz viele verschiedene Facetten.

00:01:08: Wir wollen uns heute nicht alle Filme angucken die es dazu gibt aber ich hab mal ein paar Vorschläge.

00:01:12: vielleicht kannst du's ergänzen.

00:01:13: also memento ist zum Beispiel dabei.

00:01:16: Ja

00:01:16: Und die verrückte Welt der Amelie?

00:01:18: Durchaus.

00:01:19: Hm, one hour photo

00:01:21: würde ich auch sagen.

00:01:22: Unbedingt das Fenster zum Hof.

00:01:24: Richtig

00:01:25: Fällt dir noch einer ein.

00:01:27: unbedingt Apocalypse Now?

00:01:29: Mhm habe ich nicht gesehen.

00:01:31: Astrol City von Wes Anderson.

00:01:33: Ah,

00:01:33: Wes Anderson!

00:01:35: Dann ganz klar eigentlich der Kamera-Film... Film?

00:01:41: Der Kamerafotofilm?

00:01:43: Fotokamerafilm?

00:01:45: Blowup?!

00:01:46: Ich stelle gerade fest wir haben ganz unterschiedliche Filme geguckt aber das kann ja nur nützlich sein.

00:01:50: Das kann gut sein,

00:01:52: ja.

00:01:53: Wir wollen heute wissen was machen Filme eigentlich mit Bildern Und Fotografen, wie werden die eingesetzt und was sollen sie eigentlich transportieren?

00:02:02: Fangen wir doch einfach mal damit an.

00:02:04: Warum sind Kameras in Filmen cool zum Beispiel analoge Kameras?

00:02:10: Ja, Kameras sind nicht einfach immer nur Requisite sondern stehen ja meistens für etwas.

00:02:16: also so Schlagwörter wie Beobachtungen Erinnerung Wahrheit aber auch Kontrolle sind so Themen Kameras transportiert werden.

00:02:29: Bisschenweise dann auch übers Medium Fotografie transportiert wird in Kinofilmen, ja das würde ich sagen ist ein wichtiges Transportmittel.

00:02:37: also bei den Filmen die du jetzt erwähnt hast kommen wir bestimmt gleich noch drauf zu sprechen.

00:02:43: Ja wenn wir uns jetzt aber mal gerade Analog-Kameras angucken Die sind so schön da klackts noch richtig Spannhebel!

00:02:50: Ja dass hat sicherlich auch was Haptisches.

00:02:53: Dann muss man allerdings auch sagen, jetzt haben wir ja schon einige Filme erwähnt und viele von den Filmen sind ja auch schon ein bisschen älter.

00:03:00: Also das Fenster zum Hof ist so in dir in den Fünfzig, da war digital Fotografie noch weit entfernt.

00:03:07: Bloor bis von sechsundsechzig, Apokolipsenau von neunzehnneunzebzig.

00:03:10: also viele der Filme die wir jetzt genannt haben oder über die wir auch noch sprechen werden sind einfach aus der analogen Zeit.

00:03:15: deswegen sind es vielfach auch Analogkameras.

00:03:18: Und ja das haptische ist denke ich auch einen Aspekt der dabei eine Rolle spielt.

00:03:22: Es ist einfach schöner zu zeigen und so eine Analogkamera wird glaube ich auch ein Film als Symbol einfach erst mal schneller verstanden, als irgendwie ne kleine digitale Point-and-Shoot Kamera aus den Nullerjahren.

00:03:38: Okay aber du sagst diese Filme sind alle so alter ging es ja gar nicht anders.

00:03:42: das hat jetzt also noch nicht die Intention da so Nostalgie bei den Zuschauern zu wecken.

00:03:47: Aber in welchen moderneren Filmen gibt's denn noch Analogkameras?

00:03:50: Ja, zum guter Hinweis.

00:03:52: Ganz klar bei Asteroid City.

00:03:54: Bei Asteroids City, der Film von West Endersen Film, der ist von im Jahr und zwei Tausend Dreiundzwanzig glaube ich Der hat ja sowieso...der sieht er im Prinzip aus wie ein gefilmter Bildband aus den Fünfziger Jahren.

00:04:06: Und da hat die Kamera- und Analogfotografie soll ganz deutlich zeigen Okay das ist von früher, dass es aus einer gewissen Zeit also Hat einen ganz klaren Symbolcharakter, der so was nostalgiemäßiges vermittelt.

00:04:18: auf jeden Fall.

00:04:20: Und wenn man jetzt generell die Kamera so als psychologische Verlängerung einer Figur sieht, was halt so von der These das Teleobjektive von Figuren genutzt werden, die eher Wohjöre sind und Weitwinkel eher von Empathen?

00:04:35: Das ist eine ganz spannende These.

00:04:37: Darüber muss ich kurz nachdenken.

00:04:39: Ich habe mir ja die Kameras auch ein bisschen genauer angesehen und Teleobjekte sind weit vertreten in den Filmen.

00:04:49: Das würde auf jeden Fall die These stützen, dass also die Kamera auch so voyeuristische Aspekte signalisieren zeigen und darstellen soll.

00:04:57: Auf jeden Fall!

00:04:57: Ich meine das gilt halt bei das Fenster zum Hof und bei Blower im Endeffekt auch irgendwo... Also es wird mit dem Teleobjektiv etwas aus einer Distanz beobachtet und letztendlich fotografiert und das hat ja schon immer was für Voyeuristisches tatsächlich.

00:05:14: Ja, auf jeden fall

00:05:15: Wollen wir noch mal ein bisschen bei Blow Up bleiben?

00:05:17: Ich habe den Film nicht gesehen, Magst du einmal ganz kurz zusammenfassen worum es da geht.

00:05:21: Ja gerne aber sollen wir kurz noch auf die Weitwinkel zu sprechen kommen?

00:05:24: Na klar!

00:05:25: Die wollte ich eigentlich gar nicht unterschlagen.

00:05:27: Okay sehr gut.

00:05:28: und bei den Weitwinkeln würde ich sagen... Was war dein Stichwort Empath?

00:05:33: Empath würde ich nicht unbedingt sagen aber ich glaube da Weit-Winke-Objektive werden eher in so Reportage Kontexten dann gerne verwendet und auch in Filmen gezeigt.

00:05:43: Und da geht es dann, glaube ich eher ums Nahr dran sein, um das Erleben.

00:05:48: Sei's jetzt irgendwie im Krieg oder halt auch... Ich überlege gerade ob bei City of God der nutzt auch Weitwinkel-Objektive?

00:05:57: Ja!

00:05:57: Also das Nahr daran sein, dass wir leben aber das liegt irgendwie bei Weitwinkl-Objectiven auf der Hand.

00:06:03: Bei

00:06:03: One Hour Foto ist es auch nur möglich dieses Besondere Selfie was da in dem Film gemacht wird, geht nur weil es weitwänglich ist.

00:06:11: Ja genau das ist nochmal ein guter Hinweis.

00:06:13: auch so familiäre, also sage ich mal soziale familiäre Kontext sind.

00:06:18: auch da sind weitwinkelobjektive eigentlich die richtige Wahl weil man will ja schon meistens die ganze Sippe oder die Mutter in Gaines ausbild bekommen.

00:06:27: Ja spielt eine Rolle ob diese Bilder in den Filmen geheim aufgenommen werden?

00:06:32: Oder nicht?

00:06:32: Ja unter anderem ja auf jeden Fall

00:06:35: zurück!

00:06:35: zu dem Film, den ich nicht kenne und vielleicht andere da draußen auch nicht.

00:06:39: Blow up!

00:06:39: Worum geht's in?

00:06:41: Also kurz gesagt es geht um einen Modefotografen der glaubt zufällig ein Mord fotografiert zu haben und dann dieses Bild dieses vermeintlichen Mordes den er erlebt und fotografiert meint, immer weiter vergrößert.

00:06:58: So heißt er auch der Titel.

00:07:00: In der Dunkelkammer?

00:07:01: Ja in der Dunkekammer vergrußert sagt ja schon der Titl.

00:07:05: das Blob ist die Vergrößerung und das ist so grob angerissen die Geschichte und er findet man will jetzt eigentlich nicht spoilern.

00:07:14: Vielleicht sollte man das mal vorwechseln.

00:07:17: Das alles geht

00:07:18: Spoiler!

00:07:19: Er versucht dieses Bild immer weiter zu vergrößen um herauszufinden ob dieser Mord wirklich geschehen ist oder ob er sich das eingebildet hat, oder was ganz anderes gesehen hat.

00:07:29: Oh Wunder es funktioniert nicht!

00:07:31: Denn das Bild wird natürlich in der analogen Vergrößerung immer grobköniger.

00:07:36: Immer grob könniger, immer grobniker!

00:07:38: Der Ausstitt wird zwar kleiner und so gesehen enger aber das Korn wird immer stärker und am Ende sieht ja gar nichts mehr.

00:07:45: Also der Film stellt so ein bisschen die Grundfrage.

00:07:48: auch der Fotografie würde ich sagen.

00:07:49: so kann ein Foto – in diesem Fall ja auch wirklich ein analoges Foto– die Wahrheit zeigen.

00:07:55: Ha!

00:07:56: Wahrheit?

00:07:57: Wahrheit... Das ist auch so ein Thema.

00:07:59: Könnten

00:08:00: wir eigentlich direkt zu Memento springen?

00:08:02: Könnten mir direkt zu dem Mementos springen, ich würde allerdings sagen... Wir bleiben noch kurz bei Blob weil das Interessante daran ist einfach Kameraspielen insofern eine sehr prominente Rolle wegen der Geschichte.

00:08:14: dann ist der Protagonist halt eben auch noch Modefotograf.

00:08:17: er fotografiert dieses vermeintliche Mordfoto mit der Nikon F und einem hundert fünf Millimeter Objektiv Nikoa-Objektiv, das ist so relativ Standard.

00:08:26: und dadurch dass er aber noch Modefotografis spielt dann auch noch die Hasselblatt noch eine Rolle.

00:08:30: Also er macht auch noch Bilder mit der Hassel blatt.

00:08:32: also ich finde im Prinzip so die Kameraklassiker der sechziger Jahre spielen da schon ne sehr prominente Rolle.

00:08:37: Das macht es halt für Fotoneur als eigentlich ganz interessant.

00:08:40: Und das war auch eigentlich Als du das Thema gepitscht hast eigentlich der erste Firma den ich gedacht habe tatsächlich ja Ja und und dann kommt natürlich auch noch Die dunkelkammer thematik in Zuvergrößung Filmkorn Auch so ein bisschen.

00:08:51: jetzt, wenn man das jetzt guckt würde man sagen es ist analoge Fotografie.

00:08:55: Es sind alles chemische Prozesse.

00:08:57: also da würde man eigentlich denken dass analoge Fotografi dort noch als Beweis funktioniert.

00:09:02: aber Ergo tut es nicht.

00:09:04: und dann bist du ja dann, wenn du das weiterdingst auch schon wieder sehr schnell bei KI und Deepfakes und digitale Bildmanipulationen usw.

00:09:11: und sofort.

00:09:12: Also wie viel Wald steckt in Fotografien überhaupt?

00:09:14: Thematisiert der Film schon auf sehr interessante Art und Weise

00:09:17: Aber es muss ja nicht immer ein Fake sein.

00:09:19: Häufig spielt ja Interpretation eine Rolle.

00:09:21: Exakt,

00:09:22: exakt!

00:09:23: Ja.

00:09:24: Dürfen wir jetzt springen?

00:09:25: Jetzt können wir springen...

00:09:26: Ich bin so heiß auf Memento Merkmann vielleicht.

00:09:29: Ja klar, genau.

00:09:30: also.

00:09:30: das ist halt also Blow up um das noch kurz abzuschießen.

00:09:33: Also Blow Up und dass Fenster zum Hof sind auf jeden Fall zwei Filme bei denen die Kamera glaube ich eine ganz entscheidende Rolle spielt.

00:09:41: Die Kamera sozusagen als Werkzeug des Protagonisten schon ganz entscheiden ist.

00:09:45: Ja, also...

00:09:46: Um ein Fall aufzudecken.

00:09:48: Genau um etwas zu entdecken.

00:09:51: Ein Sachverhaltenfall wie auch immer aufzedecken ja auf jeden Fall genau.

00:09:54: Also das ist nochmal so die eine Art wieder Fotografie im Film oder Kameras in den Filmen funktionieren.

00:09:59: Kommen wir zum Memento!

00:10:00: Ja,

00:10:01: Mementoo da geht's um Polaroid Bilder.

00:10:04: und warum es Polaroids Bilder sind?

00:10:07: Weil der Protagonist eigentlich die sofortige Gegenwart einfangen muss.

00:10:12: Der hat gar nicht die Möglichkeit Bilder erst mal zu entwickeln, denn dann weiß er ja schon gar nicht mehr wo es geht.

00:10:19: Denn wer den Film noch nicht gesehen hat der Protagonist leidet an einer speziellen Amnesie und kann sich Dinge eigentlich nur ungefähr zehn Minuten merken.

00:10:26: danach ist alles weg.

00:10:27: Und dort sind die Fotos eigentlich eher eine Gedankenstütze?

00:10:31: Ja genau also der Protognist in Moment verliert halt immer wieder seinen Kurzzeitgedächtnis und nutzt die Polaroids eben so im Prinzip als Notizen zur Orientierung was ihm geschehen ist.

00:10:41: Und das ist halt, also fotografisch natürlich ganz interessant weil so die Polaroids geben ihm oder sollen ihm halt halt geben ne?

00:10:49: Also sowohl als ganz physische Werke und sollen ihm irgendwie sozusagen Wirklichkeit beweisen!

00:10:56: Und er verliert sich aber trotzdem darin.

00:10:58: Ich würde sagen man kann da so ein... Da sieht man so'n bisschen Man könnte so sagen, also Fotospeichern zur Information Aber die geben hat keine Bedeutung.

00:11:06: Also du brauchst halt Referenzpunkte und die hat er halt durch sein fehlendes Kurzzeitgedächtnis einfach nicht.

00:11:13: Er sieht's weit was, aber weiß damit nichts anzufangen.

00:11:16: Na dann macht er sich Notizen auf diesen Bildern, die allerdings auch beeinflussbar sind?

00:11:21: Ganz genau!

00:11:22: Ja das ist auch ein.

00:11:22: Interessant weil da hast du nochmal so'n sehr schönes Textbildverhältnis dass auch zusammenhängt irgendwie und am Ende scheitest es aber trotzdem alles.

00:11:29: Aber ja, also Momentum ist auch sehr wichtig.

00:11:33: Der Film ist von zweitausend und er nutzt klar, er nutz eine Polaroid sechshundertneunzig.

00:11:38: die ist so aus den späten neunzigern.

00:11:40: Also es ist ein ganz typische Polaroidskamera, Consumer-Kamera aus der Zeit und relativ typisch.

00:11:45: ja Die hat glaube ich schon mal jeder gesehen und vielleicht auch benutzt

00:11:49: Und als Unterstützung tätowiert er sich ja noch Nachrichten an sich selbst auf dem eigenen Körper.

00:11:54: Ja aber am Ende wenn man immer wieder vergisst was da eigentlich passiert ist ist man trotzdem anfällig für Manipulation.

00:12:00: Exakt, ja!

00:12:01: Wusstest du?

00:12:02: Also in der Anfangsszene kommt ein Polaroid vor das geschüttelt wird aber rückwärts der Prozess abläuft.

00:12:09: Das heißt aus dem sichtbaren Bild wird ein unsichtbares Bild... Ich habe immer ganz lange gedacht dass diese Filmsequenz falsch rum abgespielt wird, wusstest Du, dass es gar nicht so

00:12:17: war?!

00:12:18: Nee, das wusste ich tatsächlich nicht.

00:12:20: Das Foto wurde unter eine Hitzelampe gelegt und ist dann ausgeglichen um diesen Effekt herzustellen?

00:12:24: Oh, das ist natürlich geil!

00:12:26: Witzig

00:12:26: ne?!

00:12:26: Ja, das ganz geil ja auf jeden Fall.

00:12:29: Was ich zu Memento auch noch sagen möchte der Film ist zwar jetzt für sechsundzwanzig Jahre alt oder über fünf Jahre alt wie auch immer.

00:12:39: aber ich finde was auch noch ganz interessant ist fürs Jetzt thematisiert dass man zwar ständig fotografiert, mit dem Smartphone wie auch immer und wir uns aber dadurch nicht unbedingt besser oder gar intensiver erinnern können.

00:12:50: Also wir sozusagen können unseren Alltag von morgens bis abends durchdokumentieren ohne Probleme und ohne dass das Geld kostet denn Polaroid-Bilder sind immer noch teuer und waren doch schon immer teuer.

00:13:00: Aber das hilft auch nicht unbedingt.

00:13:03: also von daher ist es ein ganz sehr guter Film und eine recht zeitlose Thematik auch was Fotografie als Medium anbelangt.

00:13:10: ja

00:13:11: Was ich auch ganz spannend finde in diesem Film, da gibt es eine Stelle an der er ein Bild mit einem Satz versieht.

00:13:17: Menschen lügen Bilder tun's nicht und am Ende verbrennt er aber Bilder die ihm nicht lieb sind.

00:13:22: also man kann sich im Grunde eigentlich nicht mal auf sich selbst verlassen.

00:13:28: Ja er ist halt natürlich auch ein bisschen gekniffen mit seinem mit seinem abhandgekommenen Kurzzeitgedächtnis.

00:13:32: ne?

00:13:33: Also ja...

00:13:34: Das stimmt!

00:13:35: Ja, absolut.

00:13:35: Das ist aber auch ein sehr guter Film.

00:13:38: Der ist von Nolan, ne?

00:13:39: Ja das stimmt!

00:13:40: Das ist einer der früheren Nolan-Filmen.

00:13:42: Ja total kann ich nur unterschreiben.

00:13:45: Wer dem Film noch nicht gesehen hat absolute Empfehlung und nicht nur einmal gucken sondern öfter.

00:13:50: dann findet man immer nochmal wieder was Neues.

00:13:52: Total spannendes Thema wenn sich damit noch nicht auseinander gesetzt hat.

00:13:56: Auch für Menschen die jetzt nicht zwingt Polaroid Freunde sind.

00:14:00: so welchen Film haben wir denn noch der super wichtig ist in meinen Augen Amelie Hast du den gesehen?

00:14:06: Ja, die farbelhafte Welt der Amelie.

00:14:08: Auf jeden Fall ist es ein Weichern her aber habe ich gesehen?

00:14:11: ja keine Kameras im klassischen Sinne?

00:14:13: ne?

00:14:14: Nein!

00:14:15: Das stimmt da geht's um einen Fotoautomaten und im Grunde spielt er eigentlich auch nur eine nicht wenn ich sage untergeordnete Rolle.

00:14:23: Aber das ist so'n extra Plot der nebenher läuft.

00:14:26: Aber es ist auf jeden Fall bei dem Film das, was mit am meisten in Erinnerung geblieben ist.

00:14:31: Diese kleinen Passbilder aus den Fotokabinen?

00:14:34: Ja!

00:14:35: Das sind ja so zerrissene Bilder wo man sich von Anfang an fragt... Also Amelie findet diese zerrissenen Automatenbilder und man fragt sich warum geht jemand da rein und zerreißt dann diese Bilder?

00:14:45: hat der sich nicht gefallen?

00:14:47: und sie findet immer mehr von diesen Bildern und begibt sich dann auf die Suche.

00:14:51: und wusstest du dass ein warren Hintergrund

00:14:56: hat?!

00:14:56: Eine reale Inspiration?

00:14:58: Nee, das wollen wir nicht klar.

00:15:00: Nämlich gab es tatsächlich jemanden der solche Streifen gesammelt hat und das war die Inspiration auch für den Film.

00:15:06: Also eine reale Figur.

00:15:08: Ja, das ist von dem... Oh jetzt muss ich lügen Ich glaube vom Regisseur ein Freund oder vom Produzenten Ich weiß es gerade nicht.

00:15:15: Aber ja Tatsächlich gab es da jemanden, der das gesammelte.

00:15:19: Was ich hier ran, bei der Physikifotografie bei der Faberlaffen Welt der Amelie so interessant finde ist das es auch im Prinzip so ein Foto-Genre im Kleinen eigentlich ist.

00:15:32: Also Stichwort Found Photography also gefunden.

00:15:35: Bilder ist ja sowas was Leute machen Sammlerinnen sammler wie auch immer.

00:15:41: und dass hier bei die verblüffte Welt der Amelie so im Kleinstadt findet nicht mal aus einem Medieninteresse, wie das vielleicht bei anderen Leuten der Fall ist.

00:15:50: Sondern irgendwie auf eine poetische alltägliche und auch dann doch sehr emotionale Art und Weise.

00:15:56: Der Film ist natürlich sehr emotional.

00:15:57: Aber

00:15:57: auch

00:15:59: detektivisch?

00:16:00: Ja, da hast du recht!

00:16:01: Und das finde ich auch ganz spannend, dass da Fotografie weder als wahrheitsbelegendes Medium oder gar als große Kunstform verstanden wird, sondern irgendwie als Teil des Lebens.

00:16:14: Irgendwie so als poetischer Teil des Lebens.

00:16:16: Das hat mir ganz gut gefallen.

00:16:18: Ja das macht den ohnehin schon emotionalen Filmrecht ja.

00:16:21: Emotional sehr greifbar!

00:16:24: Und jetzt in den Kabinen hat man noch eine gewisse Auswahl.

00:16:26: unter Umständen aber bei den Alten?

00:16:28: Fotoautomaten, da hast du diese vier Bilder bekommen und pumpt.

00:16:32: Kein

00:16:32: Filter?

00:16:32: Nichts?

00:16:33: Da musstest

00:16:34: du gut gucken!

00:16:36: Wobei ich auch viele dieser Automaten kenne die so auf alt getrimmt sind und da kriegst du auch nur schwarz-weiß Fotos.

00:16:42: also in Berlin diese ganzen Foto-Automaten an der Warschau Straße oder wo auch immer sie dann stehen mögen, ja auf jeden Fall sind die auch alle schwarz-weiß.

00:16:49: Die sollen denn auch so sein?

00:16:50: Also die sollen diese Vintage Erinnerungen produzieren und sagen hey das ist irgendwie was Besonderes dieser Moment ist irgendwie etwas besonderes.

00:17:00: Ja

00:17:01: Und am besten natürlich wenn man sich mit möglichst vielen Leuten da reingquetscht und versucht alle Gesichter damit auf dem Bild zu haben.

00:17:07: Das ist wie bei Clowns in einem kleinen Auto.

00:17:11: Wusstest du, dass jetzt nach wie vielen Jahren es immer noch Schlangen vor dem Originalautomaten gibt?

00:17:18: Nee das war mir nicht klar.

00:17:19: Wo steht er eigentlich?

00:17:21: Rüde Troiffere, Montmartre.

00:17:23: Ein Montmattre!

00:17:24: Ja gut, da spielt der Film ja auch.

00:17:27: Superziel für einen Betriebsausflug.

00:17:31: Grüße gehen raus an die Chefredaktion und filmisch muss man natürlich sagen... Die Bilder da auch natürlich ganz interessant sind, weil sie diesen... Also die Bilder aus diesem Automaten setzen diesen Film ja immer wieder in Bewegung.

00:17:44: Also setzen ja die Figur emotional immer wieder an Bewegungen und auch die Handlung ja irgendwie auf eine gewisse Art und Weise ne?

00:17:51: Also da finde ich so das Medium-Photografie zwischengewebt.

00:17:55: Genau!

00:17:56: Ja.

00:17:57: Das stimmt.

00:17:57: Das ist wie ein Faden der alles langsam durchzieht.

00:18:04: Kante ich bis vor kurzem nicht, musste ich mir unbedingt noch mal angucken.

00:18:08: Das ist jetzt wieder was ganz anderes und spielt auch ein bisschen in der anderen Zeit und in einer anderen Situation.

00:18:14: Genau!

00:18:14: Also... One Hour Photo ist von im Jahr zwei Tausend Zwei.

00:18:18: Und darin spielt Robin Williams einen einsamen Fotoentwickler.

00:18:22: also er arbeitet in seinem Fotolabor in irgendeiner Mall irgendwo im mittleren Westen oder so.

00:18:29: Er ist den ganzen Tag damit beschäftigt, die Familienbilder anderer Menschen zu entwickeln und aufgrund seiner Einsamkeit projiziert er sich so langsam emotional in diese Leben hinein.

00:18:39: Das ist gleichermaßen interessant verständlich wie aber auch eigenartig.

00:18:44: also man guckt ihm mit zunehmender ich weiß nicht Abscheu ein bisschen zu, er rennt da in die Story rein.

00:18:54: Ja, hier funktioniert würde ich sagen so Fotografie einfach als emotionales Archiv.

00:19:00: Also diese ganzen Familienbilder die er entwickelt, die er sieht halten ja emotionale soziale Momente fest, die Er halt selbst nicht hat

00:19:08: Das stimmt.

00:19:08: Das ist die Hauptgeschichte, aber warum er sich die Bilder überhaupt so genau anguckt?

00:19:12: Ist auch ein versteckter, nicht ganz versteckster Perfektionismus in ihm denn er hat ja an sich den Anspruch das beste Fotolabor in der Gegend zu sein und korrigiert auch immer wieder Farbabweichung

00:19:23: etc.,

00:19:24: und guckt sich deshalb schon die Bilder ganz genau an damit sie nicht verwaschen aussehen wie von der Konkurrenz.

00:19:29: Ja, aber durch diesen genauen Blick wird es dann irgendwann komisch.

00:19:32: Da stimmt!

00:19:33: Das habe ich...das ist interessant dass du das sagst weil da kommen nochmal so Da kommen noch mal so zwei Aspekte rein, die ich auch ganz spannend finde.

00:19:41: Zum einen dieses Fotografen-Nerdtum.

00:19:44: also wir machen das aber wir machen es richtig perfekt und so gut wie möglich und besser als die anderen.

00:19:50: Ich wünschte, viele Kamerageschäfte wären heute noch so.

00:19:53: Aber ohne den creepy Part?

00:19:57: Ohne den creepy Stalker auf jeden Fall!

00:19:59: Das finde ich ganz interessant.

00:20:01: und interessant ist auch nochmal dass er dann ja auch versucht diese für ihn glaube ich schon ohnehin perfekten Familie Momente durch die sozusagen technische Verbesserung noch perfekt dazu machen.

00:20:09: also in ihrer Darstellungsweise.

00:20:11: Und weißt du was ich auch ganz spannend finde?

00:20:13: Er sucht sich ja nun eine Familie raus, die vermeintlich perfekt ist

00:20:16: Genau.

00:20:17: Aber

00:20:17: während der Geschichte lernen wir, dass hinter der Fassade da nicht alles so ganz perfekt ist.

00:20:22: und das erinnert eigentlich total an Instagram?

00:20:24: Ja es gibt auf jeden Fall... Das ist ja definitiv pre-Instagramm.

00:20:30: Es erinnerte auf jeden fall an Instagram finde ich auch Auch einfach aufgrund dieser vermeintlich perfekten Passade, dann aber auch wegen dieser verschiedenen Perspektiven.

00:20:42: Er kriegt ja in diesem Labor auch ganz unterschiedliche Blickwinkel, unterschiedliche Bilder von unterschiedlichen Leuten mit unterschiedlichen Kameras aufgenommen.

00:20:50: Hier würde ich jetzt nochmal kurz die Kameras erwähnen.

00:20:52: Ja bitte?

00:20:53: Also es sind relativ... Dadurch dass er in diesem Foto Labor in diesem Foto-Geschäft arbeitet, sieht ja relativ viele Kameras.

00:21:00: Aber es sind zwei die glaube ich relativ prominent herausstechen.

00:21:03: Einmal ist das eine Leica Minilux, das so eine Analogpoint Entschuldkamera von Leica aus den späten neunzigern frühen Nullerjahren, die glaube ganz am Anfang kommt und sich erklärt er irgendeiner Kunden und er selbst fotografiert auch mit einer ähnlichen Analogenpoint Entchuld mit einer Minolta Freedom Zoom Kamera.

00:21:21: Und da sind die Kameras, also die Kameras selbst einfach glaube ich so Zeithistorische Marker.

00:21:28: Das waren aber die Kammer aus der Zeit.

00:21:29: Es war alles nur noch so Predigitalzeitalter und ganz typische Kameras für diese Kontext in dieser Zeit.

00:21:35: Aber es wird an einer Stelle schon erwähnt?

00:21:37: Da sagt glaube ich die weibliche Hauptfigur vielleicht sollte ich mal anfangen digital zu fotografieren finde ich super spannend in diesem Film, weil die männliche Hauptfigur eben dieser Mitarbeiter in dem Labor ja davon abhängt das weiter alle ihre Fotoabzüge bei ihm bestellen.

00:21:51: Das ist so ein Hinweis darauf dass dieser Beruf eigentlich vergänglich ist und das ist nun mal sein Leben.

00:21:58: Ja!

00:21:58: Das stimmt da hast du recht.

00:22:00: es in diesem ganzen Kontext scheint auch so eine wirtschaftliche Drucksituation vorzuherrschen so nach dem Motto Wir sind hier Dinosaurier Die vom Aussterben bedroht sind.

00:22:10: Ja, das spürt man da.

00:22:12: Er will irgendwie so ein bisschen sein Bereich seiner Arbeitswelt retten.

00:22:16: Interessant ist ja jetzt mit ungefähr, weiß ich nicht, vierundzwanzig Jahren Zeitraum dazwischen dass diese Labore gar nicht ausgestorben sind es sie immer noch gibt und zwar in kleineren Kreisen aber schon in gewissen Kreisen ja auch sogar schon wieder aus dem Boden sprießen.

00:22:32: Im Grunde ist doch das was es in Drogerie-Märkten immer nur ohne Service

00:22:38: gibt?

00:22:38: Genau!

00:22:39: Also jetzt gerade für die analoge Großstadt Blase gibt es seit einigen Jahren auch wieder neue Fotolabore.

00:22:46: Das heißt sozusagen, sein Job ist in dem Sinne gar nicht ausgestorben sondern einfach wieder gekommen.

00:22:52: Stimmt!

00:22:53: Ja und man kann ja jetzt auch mit seinen Handys und Digitalkameras trotzdem in den Drogeriemark gehen, um davon Abzüge zu bekommen.

00:22:59: Um

00:22:59: davon wieder abzugekommen!

00:23:00: Allerdings muss man da sagen, da... Und das ist dann noch mal ein erheblicher Unterschied.

00:23:05: Und wahrscheinlich auch jetzt zur modernen Arbeit.

00:23:06: Also diese Bilder sieht ja kein Mensch mehr.

00:23:10: Wenn du zu Rossmann gehst und an dem Termin deine Handyfotos ausdruckst, dann sieht die ja kein Menschen mehr.

00:23:16: Nur noch der Computer bei Rossmann oder DM?

00:23:19: Aber das ist ein DSGVO-Thema für die Kollegen aus der CT.

00:23:23: Ja, jetzt genau!

00:23:25: Das ist die Frage überhaupt.

00:23:26: Wer sieht wo welche Bilder?

00:23:28: Ist nicht im Grunde die Hauptfigur, die ja nun durch ihre ganzen händischen Verbesserungen an den Fotos eigentlich jedes Bild zu Gesicht bekommt so was wie eine menschliche Cloud?

00:23:39: Ja, ich habe mir auch noch ein paar Stichworte gemacht.

00:23:42: also ich hab mir auch Cloud Algorithmus aufgeschrieben definitiv.

00:23:46: Er ist ja auch irgendwie so ne Art Archivalfigur Weil das scheint mir in dem Umfeld der Einst geladen zu sein oder der Laden zu sein.

00:23:54: Das heißt, wenn er da lebt in der Gegend sieht er die Bilder aller seiner Nachbarn und wie auch immer.

00:24:00: Und ja so eine Funktion hat er auf jeden Fall.

00:24:02: Und das macht es aber wieder für den Film problematisch, dass er dann so eine problematische Figur ist, die diese Bilder aber alle sieht.

00:24:09: Und erst dachte ich, dass er die unrechtmäßig einsieht.

00:24:11: Aber das stimmt gar nicht!

00:24:12: Es wird nämlich an einer Stelle gesagt... ...dass zum Beispiel pornografisches Material gemeldet werden muss?

00:24:18: Ja, das kann in den US also sein.

00:24:19: Ich weiß nicht wie es in Deutschland ist.

00:24:20: Das weiß ich auch nicht aber das fand ich interessant weil ja scheinbar dieser Mechanismus dort vorgesehen hat, dass jemand über die Bilder kritisch drüber guckt

00:24:29: und damit muss man ehrlich gesagt auch rechnen.

00:24:31: Ich habe selbst mal einen ähnlichen Kontext gearbeitet.

00:24:34: allerdings Bilder entwickeln, so ein Bilderscan.

00:24:37: Und natürlich sieht man die Bilder, die man da eingeschickt bekommt definitiv.

00:24:41: also man sieht da vieles interessantes.

00:24:44: Manche Dinge, die ich lieber nicht gesehen hätte.

00:24:46: aber

00:24:47: ja im Film wird das auch als in einer Szene als stilles Kommunikationsmittel an den Chef genutzt.

00:24:52: Da gibt er nämlich eine Filmrolle ab mit Bildern die nur dem Chef sehr spannend.

00:24:58: wenn man rausgeworfen wird und mit dem Chef über eine Film Rolle kommuniziert ist es doch spannend.

00:25:05: Psy Parish ist eigentlich eine Cloud.

00:25:07: Wollen wir zum nächsten Film übergehen?

00:25:09: Ja, gerne!

00:25:10: Soll ich oder möchtest du?

00:25:12: Tatsächlich du, weil das waren die Filme, die mir jetzt so sehr präsent waren.

00:25:16: Jetzt gibt es welche, die nur du gesehen hast.

00:25:18: Ja okay also ein Film den wir auf jeden Fall noch erwähnen müssen und den ich auch schon genannt hatte ist Apocalypse Now Also der Francis Ford Capola film aus Der Vietnam-Antikriegsfilm, da spielt Dennis Hopper einen exzentrischen Kriegsfotografen der mit einer großen Begeisterung den Wahnsinn des Vietnamkrieges dokumentiert.

00:25:44: Vor allem das was später zum Ende des Films passiert.

00:25:48: und hier ist es eigentlich ganz interessant denn da steht die Kamera also erder... Kriegsreporter, relativ typisch mehrere Nikon-F-Kameras mit unterschiedlichen objektiven hundfünfzighundert fünfzehnten Millimeter um den Dreh.

00:26:02: Also das brennweiten Spektrum ganz gut abgedeckt und genau er spielt diesen exzentrischen Kriegsphotografen und es geht dabei eigentlich.

00:26:10: also die Kamera steht hier würde ich sagen halt so für Und das sind auch relativ zeitlose Themen, so ein bisschen für Sensationslust.

00:26:18: Also er will das alles was dort in diesem Irrenkrieg geschieht halt festhalten und auch das was gerade dann am Ende in diesem Lager passiert festhalten.

00:26:25: Dann geht es auch so ein bissel um mediale Überreizung.

00:26:28: also er hat die ganze Zeit drei Kameras um den Hals hängen.

00:26:31: Das ist eigentlich nicht untypisch für, sag ich mal, für Fotojournalisten aus der Zeit gewesen weil man eben zwischen verschiedenen Objektiven festbrennt, weiten und für ihn wechseln wollte usw.

00:26:41: Aber das hat so einen medialen Überreizungskarakter.

00:26:44: also man hat immer das Gefühl dass alles zu viel diese Figur ist auch zu viel Und dann geht es eben auch am Ende würde ich sagen auch um Selbstverlust Weil er verliert sich in diesem ganzen.

00:26:54: Ich muss das dokumentieren habe überhaupt keine Sistanz mehr zu dem, was ich da dokumentiere.

00:26:59: Ja und die Kamera steht eigentlich so ein bisschen dafür.

00:27:02: Man sollte den Film einfach erwähnen weil der Film einfach so unfassbar gut ist und weil die Nikon F jetzt bei meiner Recherche ist mir aufgefallen.

00:27:10: also ich glaube kaum eine Kamera ist so viel gezeigt worden in Filmen wie die Nikkon F einfach weil sie in der Zeit in der sie rausgekommen ist und dann noch später einfach lange Zeit das einfach Arbeitstier von Fotojournalistinnen einfach letztendlich war und deswegen sollte das hier erwähnt sein.

00:27:27: Und wenn man jetzt so ein bisschen die Brücke nach jetzt ins Jetzt schlägt, dann könnte man fragen ist dieser exzentrisch vom Krieg begeisterte Kriegsfotograf also wäre der heute so eine Art moderner Content Creator?

00:27:39: Also würde er halt mit GoPro und was weiß ich Kameras durch die Gegend rennen und alles sozusagen dokumentieren, was ihm vor die Linse kommt, was er erlebt usw.

00:27:49: Also, wer das so?

00:27:50: ein Livestreamer-Contentreator finde ich...

00:27:52: Wie die Kriegsblogger?

00:27:54: Zum Beispiel.

00:27:55: Ja!

00:27:56: Das muss man sich, glaube ich tatsächlich da fragen.

00:27:59: Wofür steht diese Figur

00:28:00: eigentlich?!

00:28:01: Also ihr merkt schon wir haben ja ganz viele Filmtipps für euch wenn ihr sie nicht eh schon alle gesehen habt.

00:28:05: Ja absoluter Klassiker.

00:28:07: Ich würde sagen mit mein Lieblingsfilm.

00:28:09: Genau, das ist einmal eine Apocalypse Now und würde ich noch erwähnen dann Einen etwas neueren Film von im Jahr zwanzig.

00:28:17: Denn wir haben ja jetzt schon viele über Filme gesprochen, in denen das Medienfotografie eine Rolle spielt, Kameras eine Rolle spielen und so weiter und sofort aber jetzt noch keinen in dem ein Fotograf oder eine Fotografin.

00:28:28: Eine wichtige, die anscheinende Rolle spielt!

00:28:31: Und da würde ich jetzt tatsächlich das Limilla Biopic Die Fotografin von zwei Tausend Dreiundzwanzig erwähnen.

00:28:37: Es geht eben in den Film über Limila Die amerikanische Kriegsphotografin und wie sie den Zweiten Weltkrieg erlebt.

00:28:43: Und letztendlich auch mit ihrer Kamera, Sie hat vornehmlich eine Rollerflex also eine doppeläugige Mittelformatkamera, eine Analoge natürlich bei sich und sie dokumentiert den Krieg.

00:28:54: Es ist sehr interessant.

00:28:55: Das ist ein Biopic, aber fotografisch ist es auch interessant weil das zeigt so ein bisschen zum einen irgendwie die Dokumentation von Gewalt und Krieg und dann hat diesen weiblichen Blick halt darauf und dadurch auch eine etwas menschlichere Perspektive darauf würde ich sagen.

00:29:10: also ihre Bilder aus dem Weltkrieg Also sie waren ja noch beim D-Dale war sie nicht dabei Aber im weiteren Kriegsverlauf hat sie bis nach Deutschland kommen Sie haben auch Dachau gesehen und so weiter und sofort und Ihre Bilder sind schon auf einer größeren Art und Weise Gut, weil sie ein bisschen anders sind und sehr irgendwie einfühlsam sind.

00:29:28: Und die kann man das sagen... Ja, das kriegst Leid auf eine interessante Art und Weise da.

00:29:35: Also weniger heroisch darstellen einfach, kann man sagen ja.

00:29:38: Direkt da und ein bisschen persönlicher.

00:29:40: Genau!

00:29:41: Der Film zeigt im Prinzip Lee Miller bei ihrer Arbeit.

00:29:44: Lee Miller ist natürlich auch die Fotografin, die sich in Hitlers Badewanne abgelichtet hat.

00:29:50: Das Foto dürften ganz viele kennen Und die Szene wird in dem Film auch gezeigt und es ist sehr interessant, das zu sehen.

00:29:59: Und dann auch zu erfahren wie sich Liebmiller in Hitlers Badewanne in seiner Münchner Wohnung ablichtet.

00:30:05: Großartiges Foto!

00:30:07: Ich finde die Aktion nach wie vor noch großartig.

00:30:09: Soll ich ihn mal wandermachen?

00:30:11: Zuletzt... Und ich hatte ihn schon erwähnt, noch über Asteroid City sprechen.

00:30:16: Yeah,

00:30:16: West Endersen!

00:30:17: Ja, ich weiß du bist großer West-End-Fan.

00:30:21: Ja, Asteroids City von ... ist einfach so genial... Also es ist nicht der beste West Enderson Film möchte ich kurz einschieben.

00:30:29: aber für unser Thema ist dieser Film einfach absolut perfekt weil er eigentlich alles über das wir bisher gesprochen haben so bündelt.

00:30:37: Also es geht dabei eben um künstliche Bildwelten, die Anderson da erschafft.

00:30:42: Um eine gewisse Analogästhetik, die da gezeigt wird.

00:30:45: Nostalgie, Bildkompositionen...

00:30:48: Ja immer bei Wes Anderson!

00:30:50: Ein

00:30:50: Riesenthema bei Wes Andersson.

00:30:51: Da können auch viele Fotografinnen und Fotografen was von lernen.

00:30:56: Dann Kamera Mythos Da komme ich dann auch gleich noch drauf zu sprechen.

00:30:59: Ja und generell die allgemeine Inszenierung, also...

00:31:04: Findest du nicht das man Wes Anderson Filme auch komplett ohne Ton gucken kann?

00:31:08: Ja!

00:31:09: Das

00:31:09: ist einfach nur schön anzugucken

00:31:11: Kann einfach gut im Hintergrund mitlaufen, ja stimmt.

00:31:14: Also wie gesagt Essort City sieht halt für mich auch ein bisschen aus wie so ein perfekt gestaltetes Foto Buch aus den fünftiger Jahren.

00:31:20: Das muss man einfach sagen.

00:31:22: Genau Was ich hier bei Anderson und bei Astrol City so genial finde, es gibt diesen Photoreporter-Charakter.

00:31:31: Und der hat eine Kamera die offensichtlich also eine analoge Messsucherkamera die offenzitiv dieser Zeit entspringt.

00:31:39: Wenn man sich dann aber diese Kamera mal genauer anguckt kann man dort lesen Müller Schmidt Swiss Mountain Camera.

00:31:51: Interessierter und Kamernörd, denken wir sich so.

00:31:54: Hä?

00:31:54: Was sind das für eine Marke?

00:31:57: Man googelt und stellt fest diese Marke existiert nicht!

00:32:00: Und dass ist so großartig, das ändert uns sicher eigentlich einfach ne eigene Kameramarke mit eigenem Kameramaaken.

00:32:05: Es ist natürlich alles ein bisschen Deutsch gelabelt, Müller-Schmidt und dann Swiss Mountain Camera.

00:32:12: und da hat es auch noch so einen Schweizer, so nen helvetisches Kreuz oder so nen Schweizer Einschlag.

00:32:17: und man denkt sich ok interessant und dann will man aber natürlich mehr wissen.

00:32:20: Und dann findet man dann irgendwie nach kurzer Recherche oder nach einer Recherch auch heraus, dass es sich eigentlich bei der Kamera um so einen russischen Kontextnachbau handelt.

00:32:30: Also um die Kier vier M mit einem Jupiter-Acht-Objektiv, das ist ein fünfzig Millimeter Objektiv.

00:32:35: Du kriegst die Kamera für, weiß ich nicht, achtzig oder neunzig Euro bei eBay?

00:32:39: Ja aber er hat sie halt so umgebaut... Man denkt, die Kamera existiert, aber sie existiert nicht wirklich!

00:32:45: Sie ist halt wirklich da für den Film erfunden worden.

00:32:48: Das finde ich einfach genial, also das muss ich einfach sagen.

00:32:51: Weil er findet nicht einfach nur eine Kamera sondern er schafft mit dieser Kamera auch wieder so einen Mythos von analoger Fotografie.

00:32:59: weil so stellen sich die Leute das vor und ich glaube Leute die sich nicht für Analogfotografie oder Kamerklassiker oder wir auch immer interessieren die Dingen, die kaufen das sofort.

00:33:07: Die sagen ja klar!

00:33:10: Aber es ist alles ein bisschen eigenartig.

00:33:13: Der Protagonist hat die Kamera aus so ultra eng um den Hals gebunden, also die hängt ihm wirklich so unterm Kinn.

00:33:20: und als Fotograf fragt man sich so... Das macht doch kein Mensch!

00:33:28: Es kann funktionieren aber guter ist das nicht.

00:33:32: Und deswegen finde ich einfach in... Astro City so genial.

00:33:37: Also er fotografiert in dem Film auch noch damit und gewisse Momente fest, also dass darüber wir dann die ganze Zeit schon auch gesprochen haben findet dort dann auch nochmal wieder statt.

00:33:47: Weiß was?

00:33:47: Ich habe eine Idee für eine Geschäftsidee.

00:33:49: Die

00:33:49: verraten mir aber keinem.

00:33:50: Ja ich hab' auch ne gute Idee!

00:33:51: Und

00:33:52: zwar verkaufen wir im Internet viel zu kurze Kameragurte... ...und schreiben einfach Es Wenderson drauf Und dann ist der Weg von der Brust zum Gesicht sehr, sehr kurz und da müssen wir nur noch einen schmissigen Slogan dafür haben.

00:34:09: Also ihr da draußen wenn ihr Lust habt schickt euch... nein nicht euch!

00:34:13: Schickt uns eure Ideen für schmessige Slogans und dann können wir da ein ganz großes Geschäft glaube ich aufziehen?

00:34:18: Ja das könnte also und Wes Anderson-Fans gibt es ja zahlreiche von daher.

00:34:23: Auf jeden Fall Ja, das ist also bei Astro City einfach großartig.

00:34:28: Es gibt so einige Fotoszenen und später gibt es noch andere Szenen, entwickelt ja auch noch Filme und vergrößert die Bilder und der Fotograf irgendwie als Charakter spielt da auch eine gewisse Rolle.

00:34:38: Das

00:34:38: ist

00:34:39: schon gut!

00:34:40: Also man kann eigentlich sagen wenn Kameras in Filmen vorkommen dann sind sie fast nie nur ein Werkzeug?

00:34:45: Nee, eigentlich nicht.

00:34:47: Sie transportieren immer etwas was über... Also in den meisten Fällen, über die mal reine Requisitien ausgeht definitiv.

00:34:56: Aber ganz unterschiedliches?

00:34:57: Das kann mal Sehnsucht sein das kann mal Macht sein!

00:34:59: Ja absolut.

00:35:00: also ja oder auch wie gesagt Wahrheit war auch so ein Thema

00:35:05: Definitiv

00:35:06: Änderung Distanz Wie wir es jetzt bei das Fenster zum Hof hatten und so weiter und sofort.

00:35:11: Es ist das zum Beispiel tatsächlich um nochmal auf den Beginn zurückzukommen Also in der Erstwoch-CD geht er sehr nahe eigentlich immer ran.

00:35:19: Also er fotografiert eine Frau in einem Deiner und er ist eigentlich sehr nah dran mit seinen Bildern.

00:35:25: Und wird dabei auch immer, sag ich mal bemerkt.

00:35:29: Er zeigt sich als Fotograf?

00:35:30: Ja, er zeigt sich auch als Fotograff!

00:35:32: Das ist wirklich eine großartige Szene am Anfang wenn er diese Frau in diesem Deiner fotografiert macht er ein Foto von ihr an der Theke und sie bemerknt dass die fotografiert worden ist.

00:35:45: und dann fragt ihn warum er sie fotografiere.

00:35:48: Und seine Antwort ist einfach nur, because I'm a photographer.

00:35:53: Also für alle Street-Leute da draußen... Beste Antwort!

00:35:59: Ja erinnert mich an dieses einem Surgeon aber das ist wieder eine andere Serie.

00:36:04: Cool also würdest du sagen dass das Kino Lust auf Fotografie macht?

00:36:09: Ich kann ja nur mit Ja antworten.

00:36:10: Auf jeden Fall, definitiv.

00:36:12: Na

00:36:12: ja es macht vielleicht auch Angst vor Fotografie?

00:36:14: Nee also ich finde ich überhaupt nicht... Also ich meine da wird ein Medium in einem Medium thematisiert.

00:36:18: das ist schon mal total stark und immer wenn ich Kameras im Film sehe werde ich total neugierig weil ich dann wissen will was ist das für eine Kamera was ist der Zweck?

00:36:29: und so weiter.

00:36:30: und sofort und sehe mich als jemand der auch selbst fotografiert sehe ich mich da drin ja auch immer selbst.

00:36:37: Also, wenn man selbst fotografiert und man sieht diese Filme in den Kameras vorkommt, in den Fotografen, dann sieht man sich immer selbst!

00:36:44: Und man sieht sich auch anders als das andere Leute tun würden die nicht fotografieren oder die nicht so bewusst fotografieren weil im Endeffekt fotografierte heute ja jeder

00:36:53: Und vielleicht hinterfragt man auch seine eigene Art zu fotografieren.

00:36:56: Sollte ich die Leute da draußen fragen, wenn ich abdrücke?

00:36:59: Diese ganzen essenziellen Fragen trete dich damit jemanden zu nahe?

00:37:03: oder sind diese Erinnerungen, die ich da festhalte überhaupt real?

00:37:06: Genau!

00:37:07: Ja genau.

00:37:07: und dann zeigen Sie überhaupt das was sie zeigen.

00:37:10: also weiß dass ich meine...

00:37:11: Das ist ja schon Next Level aber es fängt ja schon dabei an.

00:37:15: Also ich habe immer perfekt Familienfotoalben jahrelang kreiert.

00:37:20: Die Frage ist Diese perfekten Momente, die man festhält sind ja nur ein Bruchteil des eigentlichen Lebens.

00:37:25: Genau!

00:37:26: Wenn sie wirklich so waren in dem Moment, das heißt eigentlich dass für die Dauer von anderthalb Stunden alles toll war?

00:37:32: Ja, so kann man es auch sehen auf jeden Fall.

00:37:35: Deswegen mag ich keine gestellten Bilder in Sozialkontext bei denen die Leute besonders gut aussehen Versuche das immer umzudrehen und halt einfach drauf zu halten, auch wenn die Leute dabei nicht besonders gut aussehen.

00:37:49: Aber ich glaube dass entspricht meistens dann doch mehr der Wirklichkeit als das perfekte herausgeputzte und gestellte

00:37:55: Ja.

00:37:56: aber da gibt es auch eine Mittelform.

00:37:57: man kann nämlich

00:37:58: auch

00:37:59: darauf vorbereitet sein fotografiert zu werden super angezogen sein und dann aber in echte Momente reingeschmissen zu werden.

00:38:05: Das geht auch, ja.

00:38:06: Zum

00:38:07: Beispiel kann man das machen, indem jemand ein einmal was über den Kopf schüttet?

00:38:11: Das sind so richtig authentische Momente!

00:38:13: Ja da kann sich niemand wehren, das stimmt.

00:38:15: Aber man kann dafür sorgen dass das Licht stimmt und alles perfekt aussieht.

00:38:18: Ja das stimmt, das ist richtig.

00:38:21: Deswegen ich glaube wenn man schaut als Fotografin, jemand der fotografiert solche Filme dann doch schon nochmal anders.

00:38:29: Sobald eine Kamera irgendwie im Kino... oder auf der Leinwand zu sehen ist, gehen bei mir auf jeden Fall die Lampen an und dann denke ich mir geil.

00:38:37: Das will ich jetzt wissen!

00:38:39: Wir sind fast am Ende aber ich möchte von dir noch wissen welches Foto, physische Foto in einem Film hat sich am allermeisten in deinen Kopf gebrannt?

00:38:48: Okay ja tatsächlich zwei

00:38:51: Ja sag

00:38:51: einmal dieses vollkommen aufgeblasene Fotos Blow Up wo man wirklich nur noch Körnung sieht weil das glaube ich zeigt, dass die Wirklichkeit relativ ist.

00:39:03: Dass das Medium-Photografie immer nur relativ darstellen kann.

00:39:07: und dann eines der Lee Miller Bilder.

00:39:10: Es gibt so ein sehr berühmtes Foto da hat sie ... Das ist in Leipzig aufgenommen worden.

00:39:14: Da hat sie einfach die Familie des ... Also der Bürgermeister und seine Töchter haben sich das Leben genommen Und sie hat die fotografiert.

00:39:25: Die liegen halt alle tot Auf der Couch Und es sieht aus, als würden sie schlafen.

00:39:29: Aber offensichtlich haben die sich halt selbst umgebracht und das ist ein Foto... Wenn man den Hintergrund kennt, das geht dann mit Marc und Bein.

00:39:37: Das

00:39:38: brennt sich einem wirklich ins Gedächtnis.

00:39:40: Es ist sehr feind fotografiert und es sieht eigentlich aus, dass wir in Sie schlaven weil die auch alle relativ schick angezogen sind.

00:39:46: Sie sind nicht kriegsversehrt oder so sondern die haben sich halt Kalizian Kalle geschluckt und sind dann gestorben und das is'n sehr eindrückliches Foto.

00:39:53: Ja

00:39:54: gut!

00:39:54: Dann hat er noch einen Realitätsbezug.

00:39:56: Genau

00:39:57: Ja, meine Gehirnbrenner sind jetzt nicht ganz so real.

00:40:01: Aber tatsächlich bei One Hour Photo gibt es ja eine Stelle an der Mitarbeiter dieses Labor den Film vollkriegen will einer Familie und die Mutter hat keine Lust noch irgendwas einfach zu fotografieren und er macht ein Selfie von sich.

00:40:16: Das heißt in dieser Fototasche der perfekten heilen Familienwelt landet sein Selbstporträt was irgendwie völlig deplatziert und falsch wirkt.

00:40:26: Und jetzt kommt das Komische daran, dieses Bild landet aber trotzdem in deren Küche am Kühlschrank.

00:40:31: Ja ich erinnere

00:40:32: mich!

00:40:32: Das ist alles so falsch.

00:40:33: irgendwie dieser Mann dann in der Küche quasi die Familie noch sieht, das hat sich bei mir eingebrannt und ich muss sagen ja die Memento Polaroids also mir wird ja schon schlecht wenn ich die nur sehe.

00:40:45: Du löst direkt irgendwas aus weil sich da auch einfach alles so furchtbar anfühlt.

00:40:51: Der leidet ganz schön

00:40:53: So, das ist jetzt nochmal ein Aufruf an euch da draußen.

00:40:56: Welches Foto hat sich bei euch da draussen so richtig in den Kopf gebrannt?

00:41:00: Vielleicht aus einem Film, dem wir gar nicht kennen!

00:41:02: Dann können wir nämlich einen schönen Filmabend machen wenn ihr uns noch ein paar Tipps schickt.

00:41:05: Ja aber leider sind wir schon wieder am Ende...ja Hendrik, wir müssen uns jetzt in der Pause weiter unterhalten.

00:41:11: Ja gut, machen wir, kein Problem.

00:41:13: Alles klar.

00:41:13: Ich hole mir mal einen Kaffee.

00:41:15: Tschüss dann!

00:41:17: Das war

00:41:18: Klick um Fläsch.

00:41:20: Schickt uns gerne euer Feedback

00:41:21: an Fotopodcastetheise.de.

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