#65 Fotomerksätze auf dem Prüfstand: Was ist heute noch relevant?
Shownotes
Drittelregel, Sunny 16 oder Zoomen mit den Füßen: Faustregeln begleiten Fotografierende seit Generationen. Doch welche dieser Merksätze sind in Zeiten der modernen Kameratechnik 2026 noch relevant? Judy Hohmann und Christine Bruns nehmen die Klassiker auseinander und prüfen, was davon im Alltag wirklich nützt. Manche Regeln entpuppen sich als zeitloser Helfer, andere als Relikt der Analogzeit. Zwischen Goldener Stunde, Belichtungsdreieck und Kehrwertregel zeigt sich schnell: Ohne Bildidee bringt auch die beste Technik nichts.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Manche Sachen sollte man sich erlaufen.
00:00:03: Also eigentlich ist Fotografie ja Sport, also der Gesundheitsaspekt spielt da auch eine Rolle?
00:00:09: Ja kann man so sehen!
00:00:10: Ja also nutzt bitte fest Brennweiten dann lebt ihr länger.
00:00:15: Wenn Christine Bruns fotografiert geht sie dann im Kopf alle Fotoregeln durch.
00:00:20: Willkommen
00:00:20: bei Klick Boom Flash
00:00:22: dem Podcast
00:00:23: des Magazins
00:00:24: City Photographie heute aus der Redaktion mit Juli Hohmann und Christine Brunns.
00:00:30: Hallo da draußen, hier ist wieder Judy Hohmann.
00:00:32: Heute aus der Redaktion mit meiner Kollegin der Redakteurin und Fotoingenieurin Christine Bruns.
00:00:38: Und wir nehmen uns heute mal Merksätze in der Fotografie vor.
00:00:42: Mal sind die technisch, mal gestalterisch... ...und wir gucken was da überhaupt noch relevant ist und welche davon immer noch richtig nützlich sind!
00:00:49: Am Ende der Folge seid ihr da draußen dann alle so theoretische Profis das ihr euch selbstständig machen könnt?
00:00:54: Stimmt's
00:00:54: Christine?!
00:00:55: Auf jeden Fall.
00:00:57: Vielleicht ist das hier so.
00:00:58: Business-Podcast?
00:00:59: Oh
00:01:00: nein!
00:01:03: Ja, heute geht es also um gute alte Faustregeln, Drittelregel, Zanni XVI Zoom mit den Füßen und so.
00:01:09: Man kennt sie zumindest teilweise.
00:01:12: Die Frage ist welche Rolle spielen die heute, zwei Tausendfünfundzwanzig überhaupt noch wo die Kameratechnik soweit fortgeschritten ist und viele nun auch mit Smartphones in der Hosentasche rumrennen?
00:01:22: Ja darum... wollen wir uns heute mal kümmern und wir haben ein paar Merksätze rausgesucht.
00:01:27: Anfang tun wir mit der Komposition!
00:01:30: Ja, aber wir sind trotzdem immer noch im Jahr zwanzig sechsundzwanzig.
00:01:35: Das ist richtig.
00:01:36: Oh mein Gott jetzt denken alle das es eine alte Aufzeichnung?
00:01:38: Nein ich habe bloß Daten nicht so richtig parat.
00:01:42: Wir haben schon einen halben Jahr lang sechtenzwanziger ist mir noch nicht aufgefallen.
00:01:48: Ja gut also ja wir haben verschiedene Kategorien unter anderem Technik, Komposition.
00:01:54: Was ist da alles so gibt?
00:01:55: Den Start machen die Kompositionen und wir fangen mal mit einem Klassiker an... Die Drittelregel!
00:02:00: Was ist überhaupt die Drittel-Regel?
00:02:01: Wo braucht man
00:02:02: das?!
00:02:04: Ja der klassiker Drittelregel kommt ursprünglich eigentlich vom goldenen Schnitt oder es eine vereinfachte Variante davon.
00:02:11: was ist der goldene Schnitt?
00:02:12: Die perfekte
00:02:13: Aufteilung einer Sandertorte?
00:02:14: Fekteaufteilungen
00:02:16: eines Bildes?
00:02:18: zumindest In der Kunstgeschichte hat sich das so etabliert, weil es unseren natürlichen Sinn nach Harmonie und Dynamik entspricht.
00:02:28: Und die dritte Regel bedeutet dass man im Prinzip bildwichtige Elemente ungefähr auf ein Drittel des Bildes setzt zum Beispiel den Horizont in der Waagerechten auf ungefähr ein Drittel des Bilds unten oder oben.
00:02:42: Oder wenn ich jetzt eine Blume fotografiere dann setze ich z.B diesen Blumenkopf in die Ecke zwischen zwei solchen Schnittkanten.
00:02:51: Im Grunde teilt man das Bild in
00:02:53: neun Felder, gleich große Felder
00:02:56: und die Schnittpunkte sind dann relevant
00:02:59: oder halt die Linien, je nachdem was man setzt ist aber ich sag mal eher so ein Anfängerding.
00:03:05: Das hilft beim Bildaufbau aber wenn alle Bilder so aufgebaut werden wäre es irgendwie auf Dauer ein bisschen langweilig.
00:03:13: ja und irgendwann denkt man auch nicht mehr in Linien sondern so ein bisschen auch in Gewichten
00:03:17: Genau in Gewichten, in Flächen und Strukturen.
00:03:21: Es gibt auch Momente, in denen das eher kontraproduktiv ist.
00:03:24: oder ich meine wenn ich zum Beispiel eine Spiegelung machen will dann ist es ja manchmal ganz cool wenn die in der Mitte verläuft.
00:03:29: Ja auf jeden Fall!
00:03:30: Es gibt ja auch so ne Fotografenregel wo man sagt Der Horizont darf nie in der Mitte verlaufen.
00:03:35: Wenn ich jetzt aber einen Schloss mit einem Springbrunnen z.B.
00:03:39: davor fotografiere Und die Spiegelung des Schlosses ist in diesem Teich zu sehen Dann macht das absolut Sinn.
00:03:46: Dann habe ich das Chance immer oben, immer unten und dann ist es in beide Richtungen des Bildes symmetrisch.
00:03:51: Kann richtig cool ausschauen.
00:03:54: Stimmt also im Bereich Architektur gilt diese Regel jetzt nicht immer so zwingend?
00:03:58: Sie gilt generell nicht zwingt.
00:04:00: Es ist immer die Frage was man ausdrücken möchte mit dem Bild
00:04:04: manchmal auch bei Porträts.
00:04:05: Regeln sollen helfen aber sie sind ja nicht bindend.
00:04:08: Ja wo wir gerade sind bei Portrés Die sind ja manchmal nun schon sehr zentral wenn da nicht viel mehr drauf ist als ein Gesicht Aber einen Mensch Oder auch ein Tier guckt ja gerne mal in eine Richtung und da sind wir schon bei der nächsten Regel, Raum lassen im Blickrichtung.
00:04:21: Was sagst du dazu?
00:04:22: Auf jeden Fall finde ich
00:04:25: auch!
00:04:27: Das ist tatsächlich ne Regel die auch wieder unserem natürlichen Sehempfinden entspricht weil unser Gehirn ergänzt ja automatisch Bilder.
00:04:36: Wenn ich jetzt aber einen Porträt habe was quasi gegen den Bildrand direkt guckt dann wirkt das für das Gehirnen wie wenn es gegen ne Wand schaut Während wenn ich da Raum lasse, dann habe ich etwas geschaffen wo man eine Geschichte weiterspinnen kann.
00:04:51: Also das Gehirn ergänzt in dieser Stelle ein Raum den es vorher nicht hat weil es schon einen gewissen Ansatz dazu hat.
00:04:57: Im Prinzip wie wenn die Kainbild erweitert.
00:05:00: Ja nur dass unsere Kain halt natürlich ist und den uns am Kopf sitzt.
00:05:05: Ja klar!
00:05:05: Wenn ich ein Gesicht sehe das irgendwo hinguckt, dann möchte ich auch wissen was da in der Richtung ist.
00:05:09: hast recht und wenn dann sofort ein Cut kommt
00:05:12: Ja, dann wirkt
00:05:13: es irgendwie
00:05:15: falsch.
00:05:16: Was hältst du von der Regel?
00:05:17: weniger ist mehr?
00:05:19: Das ist sehr Geschmackssache.
00:05:21: Prinzipiell bin ich da total dafür weil man sehr konzentriert ein Motiv oder etwas was man ausdrücken will in den Fokus rückt.
00:05:31: Es kann aber auch langweilig sein.
00:05:34: also bei manchen Motiven hat man einfach viele Bildelemente zum Beispiel bei großen Landschaftsaufnahmen Und manchmal möchte man dieses überwältigende Gebirge mit seinen ganz, ganz vielen Details einfach zeigen und dann fliegt da vielleicht noch ein Vogel durch.
00:05:48: Und unten turen noch ein paar Gämsen rum.
00:05:50: Also das sind so Sachen die dem Bild dann einfach als Details ganz viel hinzufügen und es ist ganz viel.
00:06:01: aber es gibt den Betracht auch ungeheuer viel zu schauen.
00:06:04: Ja, wie bei Wimmelbildern.
00:06:05: Bei
00:06:06: Wimmlbildern?
00:06:06: Ich liebe Wimmellbilder!
00:06:07: Bin ich ein ganz großer Fan tatsächlich, weil man ganz viel gucken kann.
00:06:11: die binden den Blick des Betrachters wenn sie gut gemacht sind.
00:06:14: und das glaube ich der Trick daran generell bei Bildern.
00:06:18: Wenn man weiß wie man einen Bildaufbau sinnvoll gestaltet, kann man auch viel reinpacken ins Bild.
00:06:23: aber man muss dem betrachter die Führung geben die er braucht damit er sich nicht darin verliert sondern weiß wo der Blick hängen bleiben soll.
00:06:32: Ja, das stimmt.
00:06:32: Das hängt wirklich stark vom Motiv ab!
00:06:34: Also ich stelle mir gerade vor so ein orientalischer Marktplatz zur Altstadt und dann ist da nichts... Da möchte man doch sehen die verschiedenen Stände, die knalligen Farben.
00:06:42: Genau.
00:06:42: also wenn dann eine Serie hat, kann man auch mal ein Porträt machen wo der Hintergrund verschwimmt oder so.
00:06:48: aber wenn man einen Eindruck von dem Ort vermitteln will, muss man manchmal viel reinpacken ja
00:06:54: Aber wofür es auf jeden Fall gilt weniger is mehr.
00:06:57: Wenn im Hintergrund ein Wäscheständer steht
00:06:59: Das habe ich dir vollkommen recht.
00:07:02: Patrice, immer nur ohne Wäschstellern.
00:07:03: Nenner Selzer mit Brücken aus dem Kopfragende Laternen.
00:07:09: Oh
00:07:10: ja!
00:07:12: Stimmt.
00:07:13: Genau.
00:07:13: also guck wo eure Details kommen und wo sie entspringen.
00:07:17: Und da sind wir schon bei der nächsten Regel auf den Hintergrund achten.
00:07:22: Immer den Hintergründen im Auge behalten gilt auch für den Vordergrund.
00:07:26: aber auch der Hintergrund kann Das schönste Motiv zerstören, wenn eine knallige Farbe dominiert.
00:07:32: Wenn eine komische Struktur plötzlich irgendwo auftritt oder ein heller Fleck der den Blick einfach einfängt.
00:07:41: Genau!
00:07:42: Oder wenn der Hintergrund unscharf sein sollte damit man mehr auf sich aufs Motiv fokussiert aber er viel zu scharf ist so dass er einfach ablenkt.
00:07:50: Ja
00:07:50: stimmt.
00:07:51: Das kann übrigens beim Vordergrund das gleiche sein ne?
00:07:54: Vorder Grund macht Bild gesundes ja einer von unseren Lieblingsfoto-Regeln.
00:07:59: Wie hältst du das denn eigentlich, Studi?
00:08:01: Vordergrund euch liebe unscharfe Vordergründe.
00:08:04: Besonders wenn die für so eine natürliche Ramung sorgen!
00:08:07: Ich liebe es auch so durch Büsche zu fotografieren oder durch Bögen und Fenster oder kleine Nischen damit man die Unschärfe im Vorder Grund hat.
00:08:15: Und wie hältst Du's mit so einem großen fetten Stein der da in der Bildmittel ragt?
00:08:20: Hmm...
00:08:21: Dafür bin ich tatsächlich nicht so der Typ.
00:08:22: Wie machst du das?
00:08:23: Nein Es ist nämlich auch eine Frage, welchen Vordergrund man sich auszucke.
00:08:28: Ne vorder Grund mag ich mal einen Unschaf.
00:08:31: Ja also ich bin auch dafür dass man vor der Gründe oft je nach dem was man betonen will unscharf macht weil man dann natürliche Rammung im Einbautensbild.
00:08:38: aber auch dieser Rahmen muss passen und ich mir jetzt keine Ahnung den Maschendrahtzaun aussuche kann das je nach Motiv wirken.
00:08:48: es kann aber das Motiv auch vollständig
00:08:49: zerstören Stimmt.
00:08:54: Aber ich finde, es gibt ja sehr häufig Bilder die im Grunde gar keinen so richtig sichtbaren Vordergrund haben.
00:08:59: Sondern sich auf das Hauptmotiv und den Hintergrund konzentrieren.
00:09:03: Aber ich find' einen Vordergrund der bringt eben so ne dreidimensionalität ein bisschen rein.
00:09:07: Genau!
00:09:08: Das tut er kann aber natürlich auch ablenken.
00:09:10: also es gibt hier ganz viele Bilder die wunderbar ohne Fotokont funktionieren.
00:09:14: Das Street Photografie zum Beispiel Architekturfotografie oder Porträt ist natürlich ne?
00:09:21: Aber für
00:09:21: Porträts
00:09:22: lieb ich dass Ja, aber auch da ist es in der Frage des Stils ein Business-Porträt mit Vordergrund.
00:09:27: Na ja okay, das
00:09:29: stimmt!
00:09:30: Aber gerade in der Natur finde ich das richtig schön weil man immer so ein bisschen das Gefühl hat als wäre man so'n Beobachter der die Szene durch einen Versteck beobachtet.
00:09:39: Das wäre nicht total schön.
00:09:40: wenn
00:09:40: man so emotionale Porträts aufnimmt oder Familienporträts da wirkt das natürlich sehr schön.
00:09:44: Ja,
00:09:45: das sind jetzt ein bisschen Regeln gewesen.
00:09:47: für Kompositionen fehlt uns dann noch was?
00:09:50: Summe mit den Füßen
00:09:52: Dazu kommen
00:09:53: wir noch.
00:09:55: Dann würde ich nämlich jetzt einfach überleiten zu Technik und Belichtung, da gibt es ja auch ganz fantastische Sachen wobei man sagen muss gerade bei Technik sind das weniger Merksätze sondern häufig einfach schlichte Physik oder?
00:10:08: Ja kann man so sagen.
00:10:10: Also viele dieser Regeln die sind eher unemotional
00:10:14: eher Schlagwürter als Schlagsätze.
00:10:18: Wir fangen an mit Sunny-Sechzehn.
00:10:21: Also, Frage ist, braucht man das heute noch vielleicht für Analogfotografen?
00:10:25: Kurz zur Erklärung was bedeutet Sunny-Sechzehn?
00:10:29: Das kommt ja wirklich aus der Analogphotografie
00:10:31: heißt
00:10:32: bei Sonne Nutze blende Sechzehnt und als Verschlusszeit den Kehrwert des gewählten Isowertes des Films, den man einlegt Und dann ist man auf der sicheren Seite.
00:10:41: Okay jetzt abseits von Analog Wer braucht es noch?
00:10:45: Wir können heute Isowerte zum Glück flexibel einstellen.
00:10:47: Ja Damals ging das halt nicht.
00:10:49: Und dann musste man sich Sicherheitsanker schaffen, und das hat mit Sanni-XVI gut funktioniert.
00:10:55: Das stimmt!
00:10:57: Heute denkt man dann darüber nach dem Blende XVI habe ich da schon Beugungssunschärfen drin.
00:11:04: Genau.
00:11:04: aber ja für analoge Zeiten war das natürlich sinnvoll und es gab noch eine zweite.
00:11:10: Da gibt's übrigens ein Satz zu
00:11:12: Sonne
00:11:12: lacht blende Acht.
00:11:16: Das war die Vereinfachung von Sonny XVI und Blende Acht war damals so ein Universal-Einsatzwerkzeug,
00:11:24: nenne
00:11:25: ich es jetzt mal.
00:11:26: Weil Objektive waren damals häufig gerechnet auf ihren Sweetspot bei BlendeAcht.
00:11:32: Deswegen gab's zum Beispiel auch noch einen zweiten Spruch der hieß Auch Bei Nacht Blende acht.
00:11:41: Aber das lag wirklich daran dass Blende acht einfach so ein Sicherheitsanker war.
00:11:45: man musste zwar ein bisschen kürzer belichten als bei Blende-Sechzehn dann, wenn die Sonne schien.
00:11:50: Aber im Prinzip hatte man immer eine gute Schärfe und die Objektive hatten da auch oft das beste Kontrastverhalten.
00:11:57: Deswegen haben viele ganz viel bei Blender Acht fotografiert.
00:12:00: Und gerade wenn man auch in die Street Photografie so guckt, waren sie auch oft mit Blende Acht alles schon voreingestellt unterwegs weil es einfach am einfachsten war und man schnell reagieren konnte.
00:12:11: Ja stimmt!
00:12:11: In der Street Fotografie möchte man ja... die Momente einfangen, die da gerade passieren.
00:12:15: Schlecht wenn man dann erst noch rumrechnet?
00:12:17: Genau!
00:12:18: Aber wo wir jetzt grad schon bei diesen ganzen Zahlen sind wollen wir mal über das Belichtungsdrei-Eck reden.
00:12:23: Ja... Oh
00:12:24: Mathe ist nicht meins.
00:12:27: Aber es ist schon gut wenn man das Belrichtungstrei- Eck versteht weil kurz gesagt geht's darum das Zusammenspiel von Blende, Iso und Verschlusszeit.
00:12:33: alles hängt voneinander ab.
00:12:35: damit sollte man sich vielleicht einmal auseinandersetzen weil sonst bleibt einem nur die Automatik.
00:12:38: ja im Prinzip sollte man Man sollte es wirklich grundlegend verstanden haben, weil jeder dieser Parameter beeinflusst ja unterschiedliche Dinge.
00:12:47: Ja der Isowert beeinflußt mein Dynamikumfang er beeinflust meinen Rauschverhalten der Kamera.
00:12:54: gut bei Rauschen kann man heutzutage mit KI-Film machen.
00:12:57: wenn man jetzt aber nicht unbedingt noch mal in die Nacharbeit gehen will dann hilft das schon ist zumindest zu wissen was passiert wenn ich mein Isowerd hochdrehe und Die Blende beeinflussen die tiefen Schärfe.
00:13:09: also wie sieht mein Hintergrund aus?
00:13:11: Wenn ich jetzt zum Beispiel eine schöne Landschaft, Gebürge zum Beispiel fotografieren möchte.
00:13:17: Da steht ne Kuh im Vordergrund die will ich unbedingt mit drauf haben und ich nehme ne Blende vier dann ist mein Gebirge im Hintergrund wahrscheinlich unscharf.
00:13:24: Und wenn ich nachher das Bild auf dem PC an gucke sehe es vielleicht erst und ärgere mich dann Ja!
00:13:30: Wenn ich das jetzt gleich mit einer Blende elf zum Beispiel photographiere Dann habe ich eine andere Bildwirkung.
00:13:36: Das kann aber genau umgekehrt ja auch so passieren, ne?
00:13:38: Wenn ich bei einem Porträneblende elf nehme dann habe ich den Hintergrund schon mit scharf und das wollte ich gar nicht.
00:13:43: Ich wollte eigentlich nur das Auge und ein bisschen vom Gesichtscharf haben brauche eine Blende zwei acht.
00:13:47: Und hab es einfach falsch wenn ich's nicht verstanden habe.
00:13:50: Ja
00:13:50: am Ende befinde ich muss man aber auch gucken.
00:13:52: was ist mir jetzt wichtig!
00:13:53: Ist mir die tiefen Schärfe wichtig... für mich das Maß aller Dinge und ich schraub an den anderen Werten so lang rum, dass es passt.
00:14:00: oder ist mir das Rauschverhalten am wichtigsten.
00:14:03: Und ich muss eben gucken wie beeinflusst das die anderen beiden Werte?
00:14:06: Genau.
00:14:07: aber wenn ich nicht weiß, dass wenn ich eine längere Belichtungszeit mache mein Porträt vielleicht unscharf wird dann lasse ich vielleicht die Zeit in der Automatik und regelbürs die Blende stattdass sich vielleicht den ISO-Wert auf die Automatikkstelle was dann in dem Fall einfacher ist.
00:14:22: für Diese Dinge muss ich halt verstanden haben.
00:14:27: Ich kann eine Bewegung einfrieren mit einer kurzen Zeit, aber wenn ich die Zeit länger mache wird die Bewegung immer sichtbarer zum Beispiel.
00:14:33: Ein bisschen natürlich kann der Bildstabilisator meine eigene Bewegung ausgleichen, aber er kann nie die von meinem Model ausgreichen.
00:14:41: oder wenn ich z.B.
00:14:41: fließendes Wasser fotografieren möchte als fließendes Wasser dann ist das einfach gesetzt dass sich ne lange Belichtungszeit brauche.
00:14:48: da muss ich nun mal an den anderen Parametern umschrauben
00:14:51: und diese Dinge sollte man wissen.
00:14:54: Allerdings muss man natürlich auch sagen, dass selbst Profis heute total gefielen mit Automatik und Fotografieren.
00:14:59: Gerade ISO-Automatik ist sehr beliebt.
00:15:02: oder wenn man jetzt in der Sportfotografie ist dann weiß man, man braucht einfach totalschnelle Belichtungszeiten um die Bewegungen einzufrieren.
00:15:13: Dann kann man auch mit einer blendenautomatik arbeiten.
00:15:16: Das stimmt ja!
00:15:17: Man muss gucken was in diesem Bild jetzt gerade der wichtigste Wert für einen ist?
00:15:22: Der
00:15:22: Rest muss sich anpassen.
00:15:24: Aber das Thema, da kommen wir zur Kehrwertregel.
00:15:27: Magst du dazu noch mal was sagen?
00:15:29: Die Kehrwertregel... Ach ja!
00:15:31: Passt
00:15:33: doch da so schön!
00:15:34: Genau die Kehrweltregel besagt eigentlich wenn ich aus der Hand fotografiere und nur dafür ist die maximale Belichtungszeit, die ich noch scharf bekomme, dass umgekehrte meiner Brennweite also eins durch brennweide Wenn ich jetzt eine Brennweite von sechszig Millimetern habe, dann wäre es ein sechzigstens.
00:15:56: Das kriege ich da noch scharf.
00:15:58: Aber auch zweihundert Millimeter habe?
00:16:01: Dann wär's in eins durch zweihundert.
00:16:03: Das hat schon damals zu Analogzeiten, wo es nach keine Bildstabilisatoren gab nicht besonders gut funktioniert.
00:16:11: Denn es hängt ja sehr stark davon ab wie ruhig meine Hand ist.
00:16:15: Also
00:16:16: das ist doch wirklich ein Grenzwert!
00:16:18: Ja, das ist wirklich ein Grenzwert Und man sollte wirklich wissen, was man für eine Kamera hat.
00:16:23: Denn heutzutage ist es einfach so dass wir in den meisten Kameras und Objektiven zumindest den moderneren Bildstabilisatoren drin haben
00:16:33: Wie ja also alle ihr da draußen ich nicht.
00:16:37: Ja gut dann kannst du das zumindest als Richtwert noch annehmen.
00:16:45: Genau und wenn man keinen Bild stabilisator hat Das als Richtwert, aber man muss es für sich selbst herausfinden.
00:16:53: Und je länger die Brennweite desto ungenau wird dieser Richtwert auch
00:16:56: und das wird ja auch dann schwerer.
00:16:58: Das Objektiv ist ja dann auch schon deshalb schwer überhaupt ruhig zu halten.
00:17:02: Ja
00:17:02: und dann sollte man oft statt tiefer umsteigen.
00:17:06: Aber wenn man jetzt heutzutage mit einer modernen Kamera mit IWIS und Objektivebildstabilisator arbeitet, dann hat man halt viel längere Zeiten aus der Hand.
00:17:17: also Richtig gute können bis zu acht Blendenstufen abfangen inzwischen.
00:17:21: Ich sage jetzt mal abhängig von der Brennweite, man muss das wirklich ein bisschen für sich ausprobieren.
00:17:25: nicht dass man irgendwas wichtiges fotografiert und es nicht getestet hat wie gut man es wirklich nachher selber hinbekommt.
00:17:31: Gerade je schwerer das Equipment wird, desto mehr sollte man wissen was man da tut.
00:17:36: also nie wichtige Sachen fotografieren vor man's nicht getested hat.
00:17:40: aber ja man kann heutzutage wirklich viel länger aus der Hand fotografieren als damals es diese Technik noch nicht gab.
00:17:47: Gut, dass wir über damals sprechen lassen.
00:17:49: Ist ja für manche relevant.
00:17:53: Es gibt einen Satz der ist ganz klein aber ich finde den so wichtig weil für Leute die zum Beispiel auch den Stadtplan umdrehen müssen um richtig fahren zu können ist der Satz blende kleinen Zahl groß doch echt wichtig.
00:18:05: Willst du dazu mal was sagen?
00:18:10: Ja das ist dann einfach nur eine mathematische Sache Die Blendenzahl, die wir heute kennen.
00:18:17: Wir sagen ja auf F-Twenty ist eigentlich f durch zwanzig.
00:18:22: Zweiundzwanzig wäre quasi die Öffnung und die Brennweite ist f. Also im Prinzip ist es meine Brennwerte durch die Öffenung geteilt Und dann kommt das halt raus und dadurch entsteht das Gegenteil von dem was wir sprachlich sagen.
00:18:39: also wenn jemand sagt nutz unbedingt eine große Blende
00:18:42: Eine kleine Zahl,
00:18:44: genau.
00:18:45: Aber das ist halt in dem Fall ... Das Problem zwischen Physik und Sprache.
00:18:52: Und deswegen führt es auch immer wieder so zu Verwirrungen?
00:18:56: Ja ich hab hier noch den Supersatz Exposed to the Right für mehr Details in den Schatten.
00:19:03: Joa habe ich in fünfzehn Jahren Fotografen die Tätigkeit konsequent ignoriert!
00:19:10: Das ist dein gutes Recht!
00:19:12: Solange deine Kunden die Bilder gut fangen.
00:19:18: Also wir müssen ja erst mal darüber sprechen, was das bedeutet.
00:19:21: Ja
00:19:22: dieses E-TTR wie man das oft so schön sagt exposed to the right heißt ja nichts weiter als guck dein Histogramm an in deinem Kameradisplay da sind deine Helligkeitswerte verteilt und schieb sie soweit wie möglich nach rechts im hellen Bereich.
00:19:38: Da gibt es ein paar Tricks bei oder ein paar Dinge, auf die man achten muss.
00:19:42: Nämlich zum Beispiel dass man da nichts abschneidet und verliert man nämlich Bilddaten in den hellen Bereichen.
00:19:47: Und es passt auch nicht bei jeder Szene.
00:19:50: Also die Szene muss es vom Dynamikumfang her geben.
00:19:54: Wenn der Dynamikumfang zu groß für den Sensor ist funktioniert das nicht.
00:19:57: Dann muss man auf HDR- oder also Serienaufnahmen umsteigen.
00:20:01: Blenden... ...nicht blenden Belichtungsserien und dann kann man das hinterher am PC wieder zusammensetzen.
00:20:06: Manche Kameras machen das auch intern Aber ETTR, das funktioniert halt nicht für jedes Motiv und nicht für jede Szene.
00:20:14: Also
00:20:15: ich muss sagen, ich hatte immer viel mehr Angst davor, dass mir die hellen Bereiche ausbrennen als dass ich vor den dunklen Angst hatte, dass da zu wenig Zeichnung ist.
00:20:21: Es gibt nämlich das auch als Stilmittel.
00:20:24: kennst du diese Bilder wo das schwarz eigentlich wie so eine... Ich hätte jetzt fast gesagt dunkle Lederfläche ist.
00:20:29: man sieht eigentlich darin kaum noch was.
00:20:31: es kann auch richtig cool aussehen.
00:20:32: Das ist ein Stilmittel!
00:20:33: Man muss halt wissen was man möchte.
00:20:35: aber das ist in der Fotografie immer so.
00:20:37: Ja stimmt Wenn
00:20:39: du keine Bildidee hast, dann hast du ja auch prinzipiell vielleicht die beste Technik, aber trotzdem schlechte Bilder.
00:20:46: Ja.
00:20:49: Hast du zu dem Thema noch einen Satz den ich noch nicht erwähnt habe?
00:20:53: Ich überlege gerade...
00:20:54: Dann sind wir mit der Technik durch und gehen mal zur Licht-und Farbe!
00:20:57: Können wir auch machen.
00:20:59: Okay.
00:20:59: Mein Lieblingsthema, mein Lieblingslicht.
00:21:02: Goldene Stunde.
00:21:03: Oh.
00:21:04: Schlägt Mittagssonne Da scheiden sich die Geister.
00:21:10: Ich habe eine ganz, ganz feste Meinung dazu!
00:21:13: Du bist für die Goldene Stunde?
00:21:14: Ja auf jeden Fall liegt vielleicht daran dass ich am liebsten Menschen fotografiere und Tiere und nicht so im Streetbereich unterwegs bin.
00:21:21: aber ja da sind wir schon wieder beim Thema Motiv.
00:21:24: Es ist das Motiv es auch die Frage der Bildhörkung.
00:21:28: Die goldene Stunde macht vieles einfach.
00:21:32: man hat halt weiches Licht keine harten Kontraste.
00:21:35: schön für die Haut
00:21:37: Ja, es ist warm tonig.
00:21:39: Die Schatten sind lang aber weich.
00:21:44: Man spart sich vieles zum Beispiel in den Reflektor und Blitz.
00:21:53: Was man halt wenn man jetzt im Mittagssicht z.B.
00:21:55: Porträt macht alles braucht.
00:21:59: Ich bin da echt altmodisch ich weiß.
00:22:01: Aber diese haben Schatten im Gesicht oder so...
00:22:02: Ich finde das nicht altmodig.
00:22:05: Es ist schön!
00:22:06: Und es wird auch immer schön sein, das ist eine zeitdose Sache.
00:22:09: Ich meine schon im Mittelalter hat man den Sonnenuntergang besungen und wie schön es am Abend ist oder am Morgen.
00:22:19: Das ist glaube ich normal und das haben die Maler früher schon genutzt.
00:22:22: dieses Tiermittel einfach weil es die ganze Landschaft weich macht ja die Farben schön macht ist einfach so
00:22:30: ein bisschen wie ein Sicherheitsanker finde ich.
00:22:32: also wenn man ein Porträt haben will wo die Person wirklich schön aussieht und auch die Haut schön aussieht, dann ist das auf jeden Fall eine super Sache.
00:22:41: Wenn man so edgy fotografieren möchte mit krassen Schatten, dann funktioniert es da natürlich nicht.
00:22:46: Nein
00:22:47: gerade in der Modofotografie wird das ja oft gegenteilig gemacht.
00:22:51: Es ist ein bisschen auch die Frage natürlich welches Label und ob es eher so High Fashion ist oder nicht.
00:22:57: Aber dann setzt man ja oft auf die harten Kontraste.
00:22:59: Dann wird das aber natürlich in der Bildbearbeitung auch noch Ein bisschen hochgezogen, gerade von den Farben.
00:23:04: Weil die Mittagssonne ist da ja manchmal ein bisschen krass und das ist auch die Frage, kommt sie von hinten?
00:23:10: Ja aber
00:23:11: auch ehrlich einen Model, da brauche ich nicht so viel an der Haut machen.
00:23:15: Aber bei Durchschnittsmenschen möchte ich doch gerne ein schönes Hautbild haben und es macht die Abend Sonne einfach besser als die Mittagssonne.
00:23:23: Da
00:23:23: hast du vollkommen recht.
00:23:26: Also für Models geht ruhig in die in die Sommersonne alle anderen wartet, bis es Abend wird.
00:23:31: Ja aber es ist auch tatsächlich technisch anspruchsvoller weil du ja wenn du in der Sonne bist in der direkten zum Beispiel wenn die Sonne dem Jönig ins Gesicht strahlt dann hast du diese Schatten die musst du halt auffällen und Du hast aber auch eine geringere Plastizität Weil abends wenn die sonne tiefer steht Dann fällt sie von der Seite ein Du hast mehr Struktur Du hast insgesamt ne andere Ausleuchtung Und die Mittagssonne macht vieles einfach ganz platt.
00:23:57: Ja, und man kann auch nicht richtig gucken?
00:23:58: Ja du kannst nicht richtig kucken!
00:24:00: Das heißt du hast viel mehr Aufwand.
00:24:01: Du brauchst ein Team an der goldenen Stunde oder so kannst du auch alleine gut arbeiten.
00:24:06: als Fotograf In der Mittagssonde braucht sie jemanden der dein Reflektor hält.
00:24:10: Du brauchste jemanden, der vielleicht noch irgendwie einen Scheinwerfer irgendwo hinhält Oder keine Ahnung Vielleicht auch nochmal was abschattet So dass man damit anders arbeiten muss.
00:24:21: Aber man wächst ja mit seinen Aufgaben.
00:24:25: Also es ist eine tolle Abkürzung, das perfekte Licht zu nehmen und hiermit stellen wir jetzt eine Fotoaufgabe an alle da draußen.
00:24:31: Nutzt mal das vermeintlich falsche Licht und guckt was dabei raus kommt weil auf der anderen Seite kann es natürlich dann spannender aussehen.
00:24:39: Das ist klar!
00:24:40: Es ist mittlerweile auch wieder trendig Mittagssonne zu fotografieren selbst
00:24:44: und Regeln zu brechen?
00:24:46: Ja, erregeln
00:24:46: zu berechnen sowieso.
00:24:47: Aber dafür muss man sie erst einmal kennen.
00:24:52: Ja, genau.
00:24:52: Schickt uns eure Bilder und wer die meisten Regeln gebrochen hat, hat gewonnen!
00:24:56: Wenn das Bild dann noch gut aussieht.
00:24:58: Aber bitte nicht den Müllhaufen im Garten.
00:25:00: Alles ohne Wäsche-Ständer.
00:25:04: Neben der goldenen Stunde gibt es natürlich auch noch die blaue Stunde.
00:25:09: Das ist die Zeit kurz vor Sonnenaufgang oder kurz nach Sonnenuntergang?
00:25:14: Kurz ... warte mal... kurz vor sonnenuntergangen?
00:25:18: Nein danach nach Sonneuntergang.
00:25:20: Jetzt merkt man wieder, ich gehöre zu den Leuten die den Stadtplan drehen müssen.
00:25:24: Ja ja und wer das nicht auswendig weiß wann das ist dafür gibt es sogar Tabellen in denen man das nachgucken kann.
00:25:30: So Leute die nicht rechnen können wie ich zum Beispiel die brauchen diese Tabellen gibts überall im Internet.
00:25:36: Ja blaue Stunde perfekt für Architektur Fotografie wenn die Lichter im Haus leuchten super für Makler dann sieht das Haus gleich dreimal wertiger aus.
00:25:46: Für wen ist das noch
00:25:47: gut?
00:25:47: Die schlechten Stellen sieht man nicht so.
00:25:51: Ja, das ist halt eine gute Zeit wenn man emotionale Landschaftsbilder zum Beispiel fotografieren möchte.
00:25:58: Manchmal hat man schon die ersten Sterne am Himmel.
00:26:00: sie sieht man schon aber der Himmel ist tiefblau.
00:26:03: Stimmt?
00:26:04: Es ist ein weiches Licht und gerade Landschaften kann man ja auch lange belichten.
00:26:09: es ist dann nicht so problematisch mit der Belichtungszeit
00:26:12: vielleicht sogar schön wenn die Wolken dann so ziehen.
00:26:14: Ja genau also das ist eine schöne Zeit wenn wir Langzeitbelichtungen machen will.
00:26:20: Stimmt.
00:26:21: Wo wir gerade beim Licht sind?
00:26:22: Gegenlicht, jetzt möchte ich mal deine persönliche Meinung wissen Freund oder Feind.
00:26:26: Gegenlicht?
00:26:27: Absolut Freund!
00:26:28: Ja?
00:26:29: Ich bin totaler Fan von Gegenlicht.
00:26:31: In welchen Situationen?
00:26:32: Ach...ich mache es gerne bei Porträts.
00:26:35: Ich mach es sehr, sehr gerne wenn ich Naturfotografie mache.
00:26:39: Gerade eher so Intimate Landscape zum Beispiel Wenn ich jetzt im Wald bin oder so.
00:26:44: Ich liebe das wenn die Sonne als Sternchen durchs Blätterdach fällt.
00:26:49: Das mache ich sehr, sehr gerne.
00:26:50: Aber ich liebe auch tatsächlich bei Portraits oder so Lens Flares...
00:26:54: Jaaa!
00:26:55: Die sind ja... Das sieht besonders aus.
00:26:56: ...die sind ja dann, ich sag mal heutzutage recht kontrollierbar.
00:27:00: Also ich habe eine kleine Fujifilm-Kamera und mit der funktioniert das ganz gut Auch mit meinen Objektiven die ich so habe.
00:27:06: da sind schöne Lensflares mit denen man gut arbeiten kann.
00:27:08: Früher war das allerdings nicht immer so einfach und deswegen war gegenlicht oft feind Die Objektive, die waren nicht so gut vergütet wie heutzutage.
00:27:16: Die Lensflares unkontrollierbar, die Kontraste waren dann mau und deswegen hat man Gegenlicht gemieden.
00:27:23: aber mit der heutigen Technik ist das sehr viel einfacher zu kontrollieren.
00:27:28: Aber wenn man sein Modell ins Gegenlicht stellt und keine Siluette haben will unbedingt überbelichten?
00:27:35: Ja
00:27:35: sonst, na gut eine Silhouette kann auch schön sein.
00:27:38: Aber
00:27:39: möchte man ja nicht immer... Das muss man natürlich beachten!
00:27:42: Ja.
00:27:42: Und wenn ihr keine schönen Lensflares hinkriegt, dann nehmt doch einfach mal Linsen mit oder Prismen die man vor das Objektiv halten kann oder sogar anschrauben.
00:27:52: Oder Kupferröhren oder was auch immer
00:27:55: gibt es ja viele Spielmittel.
00:27:56: Wunderbar!
00:27:58: Hast du zum Thema noch was?
00:27:59: sonst würde ich übergehen zu Schärfe und Tiefenschärfe?
00:28:01: Du kannst gerne übergehen... ...zu Schärfen und Tiffenschärfen.
00:28:04: Fokus aufs Auge ist heute jetzt nicht so schwierig mit den ganzen super Autofokus-Momenten, die man da hat.
00:28:14: Allerdings Fokus aufs Auge, das bezieht sich nicht nur auf die Schärfe sondern auch welches Auge denn die Regel lautet immer das vordeste Auge Auch bei Gruppen.
00:28:23: Okay Ist das was die Kamera so einstellen?
00:28:26: Beim Autofocus
00:28:28: Das ist das was mein Gehirn so einstellt damit es gut aussieht.
00:28:32: Achso, dein Gehirns stiller sein.
00:28:39: Allerdings habe ich auch nicht dieses Super Eye Tracking an meiner echt uralten Kamera.
00:28:43: Deswegen kann ich das manipulieren!
00:28:45: Da hilft tatsächlich die Blende etwas zu öffnen, dann hat mir bei einer Gruppe auch ein paar mehr Augen scharf.
00:28:53: Ansonsten würde ich auch sagen es ist sehr abhängig vom Motiv und was man möchte?
00:28:57: Was man aussagen möchte?
00:28:59: Klar also bei einem Porträt dass ein bisschen seitlich aufgenommen ist würde ich natürlich immer das Auge scharf stellen was näher zur Kamera zeigt.
00:29:07: Es sieht sonst wirklich komisch aus.
00:29:09: Weil
00:29:09: das komisch ausschaut sonst, ne?
00:29:10: Aber wenn ich jetzt ein Porträt habe was direkt frontal aufgenommen ist dann ist es sowieso gleich.
00:29:16: Ja da ist es ja auch nicht fraglich.
00:29:19: Da kann das höchstens durch eine ganz leichte Vertrehung des Kopfes basieren Wenn ich in einer sehr offenen Blende habe, eine eins acht oder so Dass dann wirklich nur ein Auge scharf ist.
00:29:29: oder nur die Wimpon?
00:29:31: Das ist auch immer ganz gruselig.
00:29:33: Ja... Das
00:29:33: finde ich, dass das riesengescharf ist sondern die Wimpern
00:29:37: Man kennt es.
00:29:39: Ja,
00:29:40: und bei Tieren ist man ganz schnell verleitet dazu irgendwie die niedliche Nase des Hundes auch scharf zu stellen.
00:29:45: aber Tierbilder sehen auch schöner aus wenn der Fokus auf den Augen liegt und dann lieber die Nase etwas unscharf ist.
00:29:51: oder ja man wählt halt eine Schärfe die durchgängig ist
00:29:55: genau
00:29:56: ein Drittel vor zwei Drittel hinter dem Fokuspunkt.
00:29:59: oh Mann jetzt wird's wieder mathematisch.
00:30:02: das ist was für dich zum erklären.
00:30:03: Ich finde das gar nicht so mathematisch.
00:30:05: Ich sehe es als Eisenrichtwerte, an dem man sich orientieren kann.
00:30:08: Es ist wirklich nicht mehr Eisenrichtwertes hängt davon ab wie weit bin ich von dem Objekt weg was ich scharf stehen will?
00:30:14: welche Brennweite benutze ich?
00:30:15: welche Blendenöffnung habe ich?
00:30:17: aber man kann sich das so grob merken.
00:30:20: Aber
00:30:20: wofür ist denn diese Regel überhaupt?
00:30:22: Diese Regel sagt mir eigentlich wie groß mein Tiefenschärfebereich ist
00:30:27: und vor allem von wo
00:30:28: Ja genau von wo aus er startet.
00:30:30: Das war von dem Punkt auf den ich fokussiert habe davor, also das ist mein Motiv.
00:30:34: Und davor habe ich ein Drittel und dahinter zwei Drittel.
00:30:37: Ach so!
00:30:37: Also ja es startet nicht beim Motiv und geht von dort aus nur nach hinten sondern einen Drittel der Schärfe liegt vor dem
00:30:43: Motiv... Vor dem Motif und
00:30:44: zwei Drittel dahinter
00:30:45: liegen.
00:30:45: Genau.
00:30:46: Ja was kann man dann kreativ einsetzen?
00:30:48: Aber wie gesagt es ist ein Richtwert und es variiert.
00:30:51: Also
00:30:51: wofür ist das wichtig?
00:30:52: für Landschaft?
00:30:53: Es ist eigentlich für alles wichtig würde ich sagen was nicht im Nahbereich liegt.
00:30:58: Also close-ups oder so gehören da nichts Natürlich auch ein Stück weit rein, aber das würde ich eher für mich so als Einschätzung nutzen wenn ich eine Landschaft fotografiere oder eine Person die irgendwo steht.
00:31:13: Als Ganz-Körper-Portrait oder so damit ich ungefähr einschätzen kann welchen Bereich habe ich noch mit drin?
00:31:18: Stimmt!
00:31:19: Achso ja weil wir ja vorhin auch über dem Vordergrund geredet haben ne?
00:31:21: Wobei
00:31:21: ich persönlich diese Regel in meinem Kopf nicht mitschläppe sondern ich gucke auf mein Kameradisplay ob es ausschaut oder nicht.
00:31:29: Wenn ich ehrlich bin, ist mir diese Regel in meinem Fotoalltag nicht so präsent.
00:31:36: Aber es vielleicht trotzdem gar nicht schlecht zu wissen dass man nicht dem Fehlglauben erliegt das die Schärfe nur ab dieser fokussierten Person beginnt oder im Umkehrschluss die Person die Mitte darstellt und davor und dahinter gleich viel scharf ist.
00:31:51: So ist es nämlich eben nicht.
00:31:52: Hinten ist mehr scharf als vorne.
00:31:55: Das ist der Punkt, dass man einmal die Grundlagen für sich erfassen sollte Und dann aber in der Fotopraxis guckt, wie man es für einen wirklich anwendbar ist.
00:32:04: Ja und dann komme ich jetzt noch zum Thema Praxis und Mindset.
00:32:09: Das heißt so von dem Satz die beste Kameras, die du dabei hast?
00:32:13: Ich würde sagen meistens ja!
00:32:17: Das war ja immer das Handy.
00:32:18: Ja das Handy habe ich auch immer dabei tatsächlich und ich bin auch froh dafür.
00:32:22: Ich bin echt dankbar dass man diese kleinen Geräte mittlerweile mit guten Kameras ausgestattet hat und immer dabei Gerade wenn ich mit meinen Kindern unterwegs bin, ist das wirklich einfach schön.
00:32:33: Man kann so viele Momente festhalten und ich schleppe die Kamera nicht jedes Mal mehr auf den Spielplatz.
00:32:39: Das Handy schon!
00:32:40: Es ist einfach immer dabei.
00:32:42: Für manche Bereiche ist dieser Satz halt nicht anwendbar zum Beispiel bei Wildlife Fotografie oder so.
00:32:48: Wenn ich jetzt schön an dem See sitze und irgendwo da hinten ist ein toller Höckerschwan mit drei Jungen... Da kann ich mit meinem Handy zehnmal ranzoomen, das hilft mir auch nicht viel weiter.
00:32:59: Dann traurig einfach die lange Telebrennweite und eine gute Kamera, damit ich ein schönes Bild bekomme.
00:33:04: Sonst ist es bestenfalls ein Schnappschuss irgendwas geknipstes.
00:33:07: aber ob ich mir das Bild dann jemals wieder anschaue ist echt die Frage.
00:33:13: Ja, das stimmt.
00:33:14: Apropos Smartphone Fotografie ich finde das auch so lustig wie sich der Sprachgebrauch ändert.
00:33:18: also gerade die Jugendlichen wenn sie dann sagen Ich habe das Bild mit Null Komma Fünf Fotografiert.
00:33:24: Weitwinkele ich okay
00:33:25: verstehe?
00:33:30: Aber ich finde es gibt ein Motiv mir genau überlege und durchdenke und darum experimentieren will möchte ich eigentlich schon meine richtige Kamera dafür benutzen.
00:33:40: Das hört sich jetzt so an, aber was mich mittlerweile stört ist, so komisch das klingt dass die Bilder dir aus dem Smartphone kommen.
00:33:46: die sind mir fast schon zu perfekt.
00:33:48: ja kann man so sehen das Smartphone optimiert halt ziemlich viel.
00:33:52: manchmal möchte ich einen Motiv festhalten in den bestimmten Licht.
00:33:57: Ich habe das zum Beispiel im Winter auf dich fahr viel Bahn Und manchmal stehe ich dann am Bahnhof und will eine bestimmte Lichtstimmung unter einer Laterne mit einem Busch, wo das so durchleuchtet oder festhalten.
00:34:08: Dann erhält das Smartphone mir dieses Bild so furchtbar dass die Lichtstimmung völlig zerstört wird.
00:34:14: So
00:34:14: Lichtkirgel in der Dunkelheit und so.
00:34:15: Plötzlich
00:34:16: alles hell.
00:34:18: Das will ich aber gar nicht haben.
00:34:20: Gut man kann bestimmt vieles mit manuellen Einstellungen machen, wo ich meistens nicht so Bock habe mich jetzt durch die ganzen Menüs zu wühlen.
00:34:29: Aber dann ist es natürlich schöner, wenn man seine Kamera hat wo man weiß was man tut und wie man die Dinge einfängt.
00:34:34: Dann ist das mit einem Klick und zweimal an dem Rätchen gedreht fertig so.
00:34:39: Und weißt du was ich auch unmöglich finde?
00:34:40: Dann mache ich so ein Selfie und denke Mensch sehe ich gut aus, gehe danach von Spiegel und bin enttäuscht.
00:34:48: Hatte etwa deine Falten weggerechnet!
00:34:51: Was für Falten
00:34:52: denn?!
00:34:57: Okay,
00:34:57: komme zum nächsten Satz.
00:34:59: Wenn deine Bilder nicht gut genug sind, warst du nicht nah genug dran der Klassiker?
00:35:04: Also weiß ich nicht was ich damit anfangen soll.
00:35:08: Also was du bestimmt nicht damit anfingen solltest ist jetzt jeder Person der du begegnest das vierundzwanzig Millimeter ins Gesicht zu halten.
00:35:19: Nein!
00:35:19: Ich glaube was der Spruch ... Der kommt ja von dem Fotografen.
00:35:23: Weißt Du zufällig wieder heim?
00:35:24: Robert Carper Genau Was der glaube ich meint ist, dass so eine emotionale Verbindung zu deinem Motiv aufbauen muss.
00:35:32: Du musst ne Verbindung haben und nur ne Verbindung die du selbst hast kannst du im Bild auch transportieren
00:35:37: Weiß ich nicht.
00:35:38: Manchmal möchte ich lieber still beobachten Und vielleicht Momente festhalten die die Person mit mir gar nicht teilen würde.
00:35:45: Ja, aber dann passt der Satz vielleicht in dem Fall gar nicht.
00:35:48: Ich finde dieser Satz,
00:35:48: der setzt voraus,
00:35:50: dass man sich als fotografierende Person immer mit in die Szene und ins Spiel bringt.
00:35:54: Nee, das glaube ich nicht!
00:35:55: Ich glaube nicht, dass es unbedingt so gemeint ist...
00:35:57: Aber wenn du dich dran gehst, sieht der andere auf jeden Fall, dass du da bist?
00:36:01: Ja ... aber man muss nicht unbedingt körperlich nah dran sein.
00:36:05: Nähe ist auch eine Frage von Verbindung einer emotionalen Tiefe.
00:36:10: Ich glaube nicht, dass das unbedingt eine Verbindung auf einer persönlichen Ebene sein muss.
00:36:15: Sondern deine Verbindung zu deinem Motiv!
00:36:18: Aber zum Beispiel habe ich eine scheue Katze vor kurz fotografiert und die wollte nicht, da es eine fremde Person im Raum ist.
00:36:26: also war sie im Nebenraum Und ich hab dir einfach durch den Türspalt beobachtet und das sind super Bilder geworden aber die
00:36:32: dich auch.
00:36:33: Ja gut,
00:36:33: aber die waren so distanziert
00:36:37: Du hast trotzdem eine gewisse Verbindung mit ihr aufgebaut Und wenn diese nur auf gegenseitiger Neugier beruhte.
00:36:44: Okay, also ich glaube an dem Satz kann man lange rumdiskutieren?
00:36:47: Ja
00:36:47: da kann man sich lange drüber unterhalten.
00:36:48: Ist vielleicht ein bisschen philosophisch auch.
00:36:52: Es ist Geschmackssache.
00:36:53: Man kann es in der Street-Fotografie und so wird das da ja oft ausgelegt wirklich mit Genar ran deswegen die kurzen Brennweiten wie von einem dreißig Millimeter oder so nutzen.
00:37:04: aber ich glaube dass es nicht ausschließlich das bedeutet.
00:37:07: Also
00:37:08: jeder darf sich dazu jetzt eigene Gedanken machen.
00:37:11: Jetzt was ganz Praktisches, Summe mit den Süßen!
00:37:14: Ach das haben wir ja vorhin schon mal kurz angerissen.
00:37:16: Ich liebe diesen Satz
00:37:18: Ja?
00:37:18: Ja ich finde das gut.
00:37:20: Natürlich funktioniert es nicht in allen Punkten Aber das baut eigentlich mit dem was wir gerade gesprochen haben auf.
00:37:27: Manche Sachen sollte man sich erlaufen.
00:37:31: Juhu festbrennweite
00:37:33: Festbrennenweite ja genau.
00:37:35: Perspektiven Kann man mit dem Zoom ja nur, in dem es ein Immaginär ändern.
00:37:40: Du hast ja im Prinzip die gleiche Perspektive.
00:37:42: du gehst noch näher ran wenn du zooms aber wenn du mit deinen Füßen zooms kannst du auch nach rechts und nach links gehen Und dann hast du halt Noch andere Möglichkeiten kannst dein Motiv umrunden kannst näher dran kannst weiter weg kannst gucken wie's Im Kontext sich besser gibt.
00:37:57: Wenn du in einer stelle stehst und mit deinem zoom objektiv näher oder weiter weg bist du begrenzt.
00:38:02: Ja und der sportliche aspekt also eigentlich ist fotografie ja sport Also der Gesundheitsaspekt spielt da auch eine Rolle.
00:38:10: Ja, kann man so sehen?
00:38:11: Ja also nutzt bitte fest brennweiten dann lebt ihr länger.
00:38:15: Das ist jetzt ein bisschen populär wissenschaftlich formuliert.
00:38:21: Was hältst du denn von dem Satz shoot first, chimp later?
00:38:25: Also im Grunde heißt das ja man soll nicht so viel aufs Display kommen.
00:38:28: Ich finde das eigentlich ganz gut.
00:38:31: es kann aber gerade wenn man noch am Anfang steht auch gefährlich sein.
00:38:36: Manchmal ist es gut, wenn man seine Bilder überprüft.
00:38:39: Wenn man schon weiß was man tut auf jeden Fall!
00:38:42: Wenn man sich sicher ist mit seinen Einstellungen und mit allem Ja warum wirst du deine Zeit verschwinden aus Display zu gucken?
00:38:48: Dann es sei denn du fotografierst übers Display das ja heute auch viele machen.
00:38:52: Stellt mal vor der Kuss in die Kirche bei einer Hochzeit und du ballhaft drauf los und dann ups Schade leider zweihundertmal falsch belichtet.
00:39:00: Das ist schlecht.
00:39:03: Das sollte man schon wissen, was man tut wenn wir in der Hochzeit fotografieren können.
00:39:06: Einen zweiten Fotografen mitnehmen!
00:39:08: Ja aber da vielleicht doch ab und zu mal aufs Display gucken.
00:39:11: Einfach um auf Nummer sicherzugehen.
00:39:13: Genau
00:39:14: Und der Supersatz
00:39:15: RAW
00:39:16: gibt dir Reserven finde ich?
00:39:19: Kann man so stehen lassen?
00:39:20: RAW gibt ihr immer Reservent klar.
00:39:22: Die Frage ist ob du RAW brauchst.
00:39:24: Stimmt
00:39:25: macht auch den Rechner sehr schnell voll und die Karte
00:39:28: genau.
00:39:29: und man darf auch nicht übersehen dass mittlerweile Kameras JPEGs wirklich sehr gut wandeln.
00:39:35: Stimmt!
00:39:36: Und in so Fotosituationen, wo du es schnell liefern musst zum Beispiel bei den Olympischen Spielen oder so die Fotografen.
00:39:43: Die setzen sich nicht hin und wandeln Bilder noch von Ross & JPEG so.
00:39:47: Sondern sie schicken direkt von der Kamera ihre Bilder zur Agentur.
00:39:53: Und die sind mehr als ausreichend.
00:39:55: Ich habe auch schon mit Landschaftsfotografen gesprochen, die mir gesagt haben ich fotografiere JPEGS.
00:39:59: Ich auch
00:40:01: mittlerweile.
00:40:01: ja
00:40:02: Ich mach meistens beides, damit ich die Option habe.
00:40:06: Aber oft ballert's mir auch nur die Festplatte voll tatsächlich.
00:40:08: Ja
00:40:09: ja also als Berufsfotografin hab' ich das auch natürlich gemacht aber mittlerweile... Also fürs Privatalbum reicht es eigentlich in J-Pack.
00:40:16: Kann man trotzdem noch bearbeiten.
00:40:18: Mittlerweile so gute Bilder dass man echt nicht unbedingt die Rars braucht.
00:40:23: Natürlich für Kundenaufträge würde ich immer mit Raw fotografieren wenn es jetzt so ein paar Träge ist und so geht.
00:40:28: Das waren meine besten Sätze.
00:40:30: hast du noch welchen Petto?
00:40:31: Ja, ich hatte noch welche.
00:40:32: Sag mal!
00:40:33: Also das Auge fotografiert und nicht die Kamera?
00:40:38: Eigentlich wollte ich dich gleich nach deinen Top drei fragen.
00:40:40: meine Top eins hast du jetzt damit schon voll erwischt.
00:40:44: Genau ja ist halt das Wichtigste was man beim Fotografieren beachten sollte.
00:40:49: ne Ich kann die tollste Technik haben und trotzdem vielleicht Bilder machen wenn ich nicht weiß wie ich ein Motiv in Szene setze.
00:40:56: In Szene setzen auf der einen Seite oder sie finden überhaupt die Motive.
00:41:00: Manches sieht man ja erst, wenn man durch irgendwelche Spalten durchguckt oder seinen Blickpunkt ändert.
00:41:07: Genau um etwas herumläuft... ...oder auch sich überlegt was ich überhaupt aussagen möchte.
00:41:15: Jetzt mal angenommen!
00:41:15: Ich habe einen kleinen Fahren.
00:41:17: Ich kann den fotografieren für eine butanische Sammlung?
00:41:22: Oder ich kann ihn mit Hintergrundunschärfe und Gegendicht als naturfotoschönen Szene setzen.
00:41:28: Also das ist halt die Frage, wie man das dann möchte?
00:41:31: Das eine ist in der Dokumentation und das andere... Ja, es
00:41:34: kunstemotional ist.
00:41:38: Und das sind Dinge, die man lernen muss durch Ausprobieren, durch Fehler machen.
00:41:43: Dann wird's auch immer besser!
00:41:45: Es ist halt ein Lernprozess.
00:41:47: Das darf man nicht vergessen, Fotografie.
00:41:49: Mir hat mal jemand gesagt Als Jugendliche habe ich mal jemanden in meinem Mappe gezeigt und er hat zu mir gesagt, ja das sind die Bilder einer Lernenden.
00:41:58: Ich war damals ein bisschen beleidigt.
00:42:05: Aber er hatte natürlich recht damit.
00:42:10: Einsatz hatte ich noch.
00:42:12: Vollformat ist das einzige echte Fotografieren.
00:42:16: Oha!
00:42:17: Oder nur Vollformats ist eine gute Kamera ne?
00:42:21: Absolut nein von meiner Seite aus.
00:42:22: Nee,
00:42:23: finde ich auch nicht.
00:42:24: Und das passt auch zu dem was du davor gesagt hast Ich kann die beste Kamera haben aber wenn das Auge nicht die richtigen Motive findet Was soll es?
00:42:31: Ja
00:42:32: Es ist auch immer ein bisschen eine Frage Was brauche ich wirklich?
00:42:37: Als Hobbyfotograf der seine Bilder bestenfalls mal auf Social Media postet oder in irgendwelchen Fotoforen oder so Vielleicht im Foto Buch oder einen Fotokalender trugt Brauch ich kein High End Equipment.
00:42:51: Natürlich kann ich es haben, wenn es mir Freude macht und ich den Geldbeutel dafür habe.
00:42:55: Alles wunderbar!
00:42:56: Aber du hast genau recht.
00:42:57: Es geht darum wie mache ich Bilder?
00:42:59: Und verstehe Ich mein Equipment?
00:43:01: Kann ich mit meinem Equipement das umsetzen was ich machen möchte?
00:43:04: Bei kleineren Sensoren hat man natürlich Manche Einschränkungen.
00:43:08: zum Beispiel Kann ich nicht so freistellen wie beim Vollformat?
00:43:13: Ja stimmt
00:43:14: Dafür hab' ich aber auch ein flexibleres Equipament oft weil es einfach kleiner und handlicher ist.
00:43:19: Wir haben jetzt demnächst auch da im heften Thema drüber.
00:43:23: Aber... Im Endeffekt geht es darum, was will ich eigentlich machen?
00:43:27: Wenn ich natürlich einmal zwei Meterbilder an meine Wand hängen will ja dann brauche ich einen hochauflösenden Sensor.
00:43:34: aber mittlerweile gibt es auch APS-C Kameras mit hoch auflösenden Sensoren und solange das Licht nicht allzu schlecht wird habe ich da immer noch gute Bilder.
00:43:44: Auch sehr gute Bilder.
00:43:46: Deswegen die Frage ist ein bisschen umfassender nämlich wie transportabel muss mein Equipment sein, bin ich bereit viel zu schleppen.
00:43:54: Was brauche ich wirklich für das was ich machen möchte?
00:43:56: Ja also als grobes Fazit würde ich mal sagen die Regeln haben schon alle einen ernsthaften Hintergrund der aber teilweise
00:44:04: veraltet
00:44:05: ist nicht mehr häufig ja nicht mehr so relevant sagen wir mal so.
00:44:09: ich meine physikalische Grundsätze die gelten natürlich immer noch aber sie sind nicht mehr wichtig teilweise zu verstehen wie heute.
00:44:16: es ist nicht alles mehr so relevant Aber man kann trotzdem viel aus diesen Merksätzen mitnehmen.
00:44:21: Und ich habe ja schon gesagt, welches mein Lieblingsmerktsatz ist und möchte natürlich jetzt aufwissen, welch es für dich der relevanteste Satz ist?
00:44:27: Der relevanteste?
00:44:29: Oha!
00:44:30: Da bin ich tatsächlich ein bisschen überfragt aber... Ich würde sagen gar nicht der Satz.
00:44:35: Ich glaube für mich am relevantesten in meinem praktischen Fotoalltag ist das Belichtungstraik.
00:44:41: Weil es mir einfach hilft grundlegende Dinge zu verstehen.
00:44:45: Aber was ich auch sehr wichtig finde, ist dieses Naran ans Motiv.
00:44:49: Und das ist aber für mich wie gesagt nicht nur eine örtliche Nähe sondern auch eine emotionale Nähe.
00:44:56: Wenn ich verstehe wie mein Motiv sein soll, wie es tickt und wie ich es gestalten will dann glaube ich kann ich gute Bilder machen.
00:45:05: Das ist in der Prozess.
00:45:07: Stimmt!
00:45:08: So wie die ganze Fotografie.
00:45:09: Es ist ein Lernputz.
00:45:11: Die Bilder einer Lernen sind jetzt einfach lustig!
00:45:14: Da sind wir schon wieder am Ende, das war's für heute aber wir sind gespannt.
00:45:17: welch Regel ist denn eure Lieblingsregel und was habt ihr längst über Bord geworfen?
00:45:21: schreibt uns gerne hier oder auf Instagram und in zwei Wochen sind wir wieder vor
00:45:26: euch da.
00:45:26: machts gut tschüss.
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