# 70 Die Erfolgsgeschichte von Fotobuch, Kalender und Co. mit Daniel Attallah

Shownotes

Unser Gast Daniel Attallah erinnert sich an die Gründungszeit und den Wandel des Fotodienstleisters Pixum und beschreibt, wie aus den ersten digitalen Fotos eine eigene E-Commerce-Plattform für Fotoprodukte entstand. In den 2000er-Jahren vollzog der Markt einen besonders starken Wandel von analogen Abzügen hin zu Fotobüchern und anderen digitalen Produkten. Heute spielen die Nutzbarkeit auf dem Smartphone und Hilfsfunktionen mit und ohne KI eine entscheidende Rolle für den Erfolg von Fotodienstleistern. Attalah spricht zudem über Wandbilder, Fotogeschenke und Produktideen, von denen sich einige durchgesetzt haben und andere nicht.

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Transkript anzeigen

00:00:00: Alle Fotobücher, die wir bisher gedruckt haben.

00:00:03: Wenn man sie schnappeln würde dann sind die ungefähr genauso hoch wie es ist,

00:00:12: wenn Daniel Attala morgens seinen Kaffee trinkt?

00:00:16: Schaut ihm dann seine drei Kinder von der Tasse entgegen!

00:00:28: Fotos sind heute ja überall auf dem Smartphone, in sozialen Netzwerken.

00:00:32: In der Cloud aber erst wenn man die druckt oder sie gebunden oder gerahmt sind werden sie also wirklich greifbar.

00:00:39: Hallo da draußen!

00:00:41: Unser Gast heute hat miterlebt wie aus klassischen Abzügen ihre Fotoprodukte wurden Wandbilder, Foto tassen Puzzle und noch vieles Vieles mehr.

00:00:51: Darüber unterhalten wir uns Heute ist ein kleiner geschichtlicher Rückblick Und ein Blick in die Zukunft der Fotoprodukte.

00:00:58: Herzlich willkommen Daniel!

00:01:00: Hallo, grüß dich!

00:01:01: Ich freue mich hier zu sein.

00:01:04: Daniel du hast die Photobranche über eine lange Zeit aus einer besonderen Perspektive beobachtet – nämlich als Mitgründer und Geschäftsführer eines Fotogienstleisters.

00:01:14: Erinnerst Du Dich noch?

00:01:15: Was war Dein erster persönlicher Bezug zur

00:01:17: Fotografie?!

00:01:18: Oh, das habe ich auch mal gesucht und hab tatsächlich ein Karnevalsfoto gefunden von... Das muss so neunundsechzig gewesen sein.

00:01:30: Ein schwarz-weiß Foto wo ich als Cowboy verkleidet war mit Hut und zwei Revolvern und richtig mit Weste.

00:01:39: Und was hing mir um den Hals?

00:01:41: Eine Kamera!

00:01:42: Das ist nicht zu glauben, das Foto gibt es noch.

00:01:44: Da hängt eine Kamera um den Hals.

00:01:46: also das heißt ich war schon früh irgendwie mit dem Thema Fotografie in Berührung gekommen.

00:01:50: mein Vater hat fotografiert meinen älterer Bruder hat später schwarz-weißfotos selber entwickelt.

00:01:56: Also ich habe immer schon irgendwie Mit Fotos war Ich in berührend gewesen aber hab das nie zu meiner profession gemacht sondern war immer nur hobby.

00:02:05: zur profession wurde dass Erst viele, viele Jahre später im Jahr zweitausend als ich Bixom gründete.

00:02:14: Und wie sah da die Landschaft der Fotogroßlabore zu der Zeit aus?

00:02:17: Jahrtausendwände für die sich nicht erinnern oder die so jung sind dass sie es gar nicht wissen.

00:02:22: Ich hatte überhaupt nichts mit der Photobranche zu tun.

00:02:25: Überhaupt gar nichts!

00:02:27: Ich war ein Computerspezialist.

00:02:31: Ich habe eine technische Ausbildung als Systemingenieur bei Großunternehmen Netzwerke gebaut, hab später programmiert.

00:02:41: Bin dann in den Vertrieb gegangen und habe später PC's verkauft.

00:02:45: und ganz viel später im Jahr zweitausend nämlich ich suchte nach einer Idee um in dem neuen Internet Eldorado was ja gerade in den end neunzigern passierte eine Gruppe selber zu gründen.

00:03:00: und im Jahr zwei tausend leider ein bisschen spät kam mir diese Idee bei einem eigenen Urlaub, den ich gemacht habe wo ich einen Flugschein gemacht habe und in so einer kleinen Chessner ist das Cockpit so klein dass sich meine tolle große Spiegelreflexkamera mit Wechselobjektiv gar nicht mitnehmen konnte.

00:03:17: Also bin ich in so ein Best Buy in Amerika reingestolpert und trägt am Eingang über eine Pyramide gestapelter Digitalkameras gestolpert die im Außerkauf waren.

00:03:28: Das waren so die ersten Digitarkameras die es gab Ein Megapixel.

00:03:32: Die kaufte ich und so kam ich dann mit einem Stapeldisketten zurück nach Deutschland.

00:03:38: Und wollte Fotos haben, und die gab's nicht!

00:03:40: Das war dann die Idee von Pixum.

00:03:43: Wie schaffe ich es eine Plattform zu bauen wo ich digitale Fotos hochladen kann?

00:03:50: So ist die Kurzgeschichte.

00:03:51: Es gab gar

00:03:51: keine Möglichkeit?

00:03:52: Nee, es gab tatsächlich doch... ...es gab Möglichkeiten aber das waren diese sogenannten Minilab-Möglichkeiten.

00:03:58: Also es gab Fotofachhändler, die einen Minilap hatten Dort konste hingehen, konste deine Disketten abgeben.

00:04:04: Übrigens noch keine CDs.

00:04:05: Das waren Disketen, dreieinhalb Zoll-Disketten.

00:04:07: Ich weiß nicht wer die noch kennt.

00:04:08: Die sehen so aus wie das Schweichersymbol bei Microsoft-Programmen Das ist eine dreieinhalte Zolldiskette Und nicht umgekehrt!

00:04:17: Also die Disketten sehn ich aus Wie dieses Symbol, sondern das Symbol sieht aus wie diese Speicher-Medien damals.

00:04:25: Man konnte da hinfahren und konnte denen die Disketten geben also so wie man damals den Film abgegeben hat und bekam dann im Direktdruck die Fotos.

00:04:33: aber da habe ich gesagt es ist doch Quatsch wenn ich ein digitales Bild habe Ich hab eine Datei.

00:04:38: Da muss ja niemand durch die Stadt fahren und Parkplatz suchen um Disketen abzugeben.

00:04:42: Das ist doch Blödsinn!

00:04:44: per E-Mail an jemanden schicken können oder noch besser irgendwo hochladen.

00:04:48: Und dann werden mir die Fotoabzüge zugeschickt, das muss doch einfach sein.

00:04:52: und das war die Idee wie man das Internet als neuen Vertriebskanal für ein Geschäftsmodell nutzen kann.

00:04:59: Das ist vorher in der Analogenwelt nur es gab Mail Order tatsächlich aber sehr klein sondern in Deutschland war das im Wesentlichen durch sogenannte Großlaboratorien und die Drogeriemärkte geprägt Also DM, Schlecker etc.

00:05:16: Gab

00:05:16: es das zu der Zeit als du in den USA?

00:05:17: was dort denn so schon?

00:05:19: Nein!

00:05:20: Das gab's auch nicht.

00:05:21: Nee, nee, das gab gar nicht.

00:05:22: Das war wirklich tatsächlich eine Idee die erst nachdem ich die Idee hatte und wir ein bisschen überlegt hatten wie das aussehen kann hat man recherchiert ob es das schon gibt.

00:05:34: und was man bei langen Suchen gefunden hat ist dass es auch die ersten Start-ups in Amerika gab O-Foto und eins davon gibt's noch, Snapfish glaube ich oder Shutterfly.

00:05:47: Die anderen sind alle weg und ähnlich ist das auch in Europa.

00:05:51: Ich gründete mit meinen beiden Kollegen im April zweitausend Und so um dieselbe Zeit herum.

00:05:59: In den zwei Tausenden gab es mehrere Gründungen noch in Europa.

00:06:03: Also es gab einen in Frankreich Es gab einen England Das gab einen der Schweiz Es gab noch zwei weitere in Deutschland.

00:06:10: Das zeigt mal wieder, dass solche Ideen heutzutage nicht zwingend einem Genius entspringen.

00:06:18: Also das ist nicht eine geniale mega Idee von mir gewesen sondern das bietet sich an.

00:06:26: es entsteht ein Bedarf an diesen Themen Und dann unterscheidet es den Unternehmer von Nichtunternehmer, dass er das unternimmt.

00:06:35: Das macht und sagt, das ist eine tolle Idee.

00:06:38: Das ist ein Unternehmen wert?

00:06:40: Ich gründe jetzt einen Unternehmen.

00:06:41: Und das passiert nicht alleine in Deutschland mit einem Patent wo die ganze Welt dann das Patent kaufen muss.

00:06:47: Nee, das passiert parallel auf der ganzen Welt, die in einer ähnlichen Technologie Situation sind.

00:06:52: So war das auch beim Online-Fotoset.

00:06:54: Wie kann man sich jetzt die Anfänge vorstellen?

00:06:56: War das da noch per E-Mail oder gab's schon so'n Shopsystem gleich direkt?

00:06:59: Ja, wir haben direkt ein Job-System gebaut.

00:07:01: Dieses E-Mail war natürlich nur so eine fixe Idee sondern wir haben tatsächlich dann einen e-Commerce System gebaut und das muss man sich auch anders vorstellen als dass man es heute macht.

00:07:10: also heute geht man hin und kauft ein fertiges e-commerce System und passt das an.

00:07:16: im Jahr zweitausend gab's das nicht gar nicht null.

00:07:18: Es gab überhaupt gar keine E-Commerce-Systeme, die man kaufen konnte.

00:07:22: Deshalb hat mein Mitgründer Michael Siegert das von der PIKAV von Null an auf Basis von PHP programmiert und er hat sowohl den Online Photoservice programmiert – das war dann eine Plattform, auf der man Fotos hochladen konnte und dann konnte man sie in Alben einsortieren, die Fotos Konnte die Alben dann auch mit Freunden sharen.

00:07:44: Das war eine Idee, dass man so ein virales Modell hat, das man Freunde einladen kann, die die Fotos angucken können vielleicht sogar printen können aber die durch die Einladung auch stehen.

00:07:54: Ach guck mal!

00:07:54: Das kann ich ja auch machen und wir wurden virales System bekommen dadurch.

00:07:59: Das hat auch ganz gut geklappt, dass wir am Anfang dadurch auch viele Neukunden bekommen haben allerdings wenige die bestellen wollten sondern alle nur die der Fotos internet speichern wollen Wollten ihre Fotos im Internet speichern sozusagen.

00:08:12: Das war eine ganz gute Plattform, aber Speicher und Traffic waren damals noch ziemlich teuer.

00:08:17: Deshalb haben wir das Modell anpassen müssen so dass die Kunden nicht beliebig viel Speicher bekamen sondern motiviert waren zu drucken.

00:08:27: Ich kam ja wie gesagt nicht aus der Fotoindustrie.

00:08:29: ich hatte also immer auch keine Ahnung wie man aus einem digitalen Bild ein Foto macht Und das war dann für die Recherche sogenannte Minileps gibt, von denen ich eben erzählte.

00:08:40: Und es gab auch die Fotogroßlaboratorien und Fotogrosslaboratorium muss man sich wirklich echt groß vorstellen.

00:08:46: CW der größte mit dem wir heute noch zusammenarbeiten hat damals im Jahr rund dreieinhalb Milliarden Abzüge gedruckt.

00:08:57: Dreieinhalten Milliarden also ist unfassbar viel!

00:09:01: Und wir dann im ersten Jahr, ich weiß nicht, zwanzigtausend auch gemacht.

00:09:07: Das war wirklich ein Tropfen auf dem heißen Stein.

00:09:09: Aber das heißt ihr habt am Anfang selbst mit Minilabs gearbeitet?

00:09:13: Nee!

00:09:13: Das hatten wir überlegt und in unserem Businessplan haben wir natürlich massives Wachstum gehabt.

00:09:19: Und dieses massive Wachstum führte dann dazu, dass wir gesagt haben wenn wir das mit Minilabs machen brauchen wir im Jahr zwei Tausend vier schon tausend Minilaps damit wir das drucken können.

00:09:30: Die können wir nicht bezahlen.

00:09:31: also ein Minileb kostet zweieinhalbtausend Euro oder so was.

00:09:34: Also das wäre völlig unbezahlbar gewesen und unfinanzierbar.

00:09:38: Also haben wir gesagt, da müssen wir eine andere Lösung

00:09:40: haben.".

00:09:40: Und so kamen wir zu den Großlaboratorien, haben dann natürlich bei den klingenden Namen die es damals gab Akva Futschi Kodak angefragt, die uns alle gar nicht empfangen haben.

00:09:49: Die haben uns ja kein Termin gegeben.

00:09:51: Der einzige der uns ein Termin gegeben hat war Herr Rotärme, der CEO vom CW in Oldenburg.

00:09:58: Er hat sich uns sonst angehört und hat gesagt, das passiert was?

00:10:01: In der Fotoindustrie!

00:10:03: Wir müssen uns dieses digitale Thema angucken.

00:10:06: Wir nehmen die mal als Kunden, wir gucken mal was da passiert damit wir den Fuß in der Tür haben.

00:10:10: Und das war eine weise Entscheidung damals vom Herr Rodermit uns mit an Bord zu nehmen weil wir auch gleichzeitig Druck auf die Organisation gemacht haben nämlich digitale Fotos zu entwickeln.

00:10:19: Das gab's im Großlaboratur nicht!

00:10:21: Das mussten sie erfinden, das mussten die bauen, das müssten die machen.

00:10:25: Die konnten sich natürlich auch einen Minilab kaufen aber das war ja nicht deren Stärke sondern deren Stärke waren es dreieinhalb Milliarden Fotos zum Machen und nicht dreißig.

00:10:34: Also brauchten die und wollten einen industriellen Prozess da entwickeln.

00:10:39: Und haben das auch mit uns entwickelt, weil wir ziemlich rasch gewachsen sind so schnell dass der Herr Rotärme sich entschieden hat ein Jahr später sich an uns zu beteiligen.

00:10:48: Wir haben dann die zweite Kapitalrunde gesucht und er hat der Herr Rothärme gesagt Da sichern wir uns mal in Steak bei den Pixums Die wachsen so schnell Mal gucken was daraus wird.

00:10:57: Das war so'n bisschen die Anfangsstory.

00:10:59: wie das passierte mithin.

00:11:00: Das

00:11:00: klingt nach einem riesigen Umbruch?

00:11:03: Ja, es war tatsächlich das was man Disruption nennt.

00:11:07: Klassisch ist das ja ein Begriff der gerne genommen wird und häufig auch falsch.

00:11:11: aber in diesem Fall war's tatsächlich eine Disruption weil der analoge Bildermarkt parallel zu den starken fast exponentiellen Anstieg des digitalen Bildermarkts tatsächlich sich signifikant reduzierte.

00:11:26: Also das passierte dann innerhalb von ungefähr einer Dekade, also innerhalb der ersten Dekate der Zweitausender sind die analogen Fotos signifikanz zurückgegangen und die digitalen Fotos fast exponentiell gewachsen.

00:11:40: Und das war natürlich auch unsere stärkste Wachstumszeit in der wir uns Jahr für Jahr Teilweise verdoppelt, teilweise verdreifacht am Anfang.

00:11:50: Das hat CW als einziger dieser Großlaboratorien so gut gemanagt dass es die heute noch gibt.

00:11:58: also es gibt kein Fuji mehr.

00:12:00: Also Fuji gibt's noch immer aber es gibt keinen Fuji mehr als Großlabour.

00:12:04: Es gibt keine Akfa mehr diesen Ganz durch und es gibt auch keinen Code mehr in der Entwicklung.

00:12:09: Also alle drei haben sich in dieser ersten Dekade verabschiedet.

00:12:13: Aus dem Markt und CW ist der einzige, vielleicht auch dank der klugen Entscheidung von Herrn Rotärmel sich an uns zu beteiligen und dadurch den Kundendruck zu haben, sich mit diesem digitalen Thema zu beschäftigen.

00:12:26: Dann gab es noch in der Mitte der ersten Dkade eine ganz wichtige Entscheidung.

00:12:30: das war auch disruptiv.

00:12:32: Das war die Zeit in der das Foto Buch auf den Markt kam Und hier hat er dann den Herrn Rotärme folgende Herr Dr.

00:12:41: Hollander die Entscheidung getroffen, dass CW massiv und aggressiv auf das Fotobuch setzt und da massiv investiert.

00:12:49: Das haben wir auch getan, Pixum Und das war auch die richtige Entscheidung auf beiden Seiten weil heute besteht der Markt.

00:12:57: Von dem Prinz sind noch dreihundert Millionen übrig geblieben von dreieinhalb Milliarden Das heißt er ist um neunzig Prozent geschrumpft Der Printmarkt und er ist kompensiert im Wesentlichen durch das Foto-Buch.

00:13:11: Und hatte zu der Zeit, du hast gerade gesagt, aggressiv auf Fotobücher gesetzt.

00:13:14: gab es denn zu dem Zeitpunkt aber schon noch Konkurrenz?

00:13:17: Ja ja, das war die heißeste Zeit der Wettbewerber, die langsam verstanden die großen Firmen dass in dieser digitalen Welt doch viel passiert.

00:13:28: Koda kaufte ein unserer Wettbetwerber HP kaufte Wettbewerber.

00:13:34: Fuji war zu langsam, Aqua war schon eigentlich durch.

00:13:38: die haben das wirklich verpasst und es gab eine sehr aggressive sehr aggressiven wettbewerk sogar.

00:13:45: jetzt nur noch die frage wer schafft die beste smartphone version?

00:13:52: weil ich kann mir vorstellen dass viele nicht mehr vom rechner aus bestellen sondern von ihren smartphones und das muss natürlich genauso komfortabel gehen wie vom rechter.

00:13:59: ist die nächste herausforderung?

00:14:01: oder

00:14:02: Total, absolut.

00:14:03: Siehst du hast du genau richtig analysiert?

00:14:05: Das war die zweite Welle in der sich diese Industrie noch mal signifikant verändert hat.

00:14:11: also die erste Welle war das vom analogen zum digitalen.

00:14:14: das war wirklich disruptiv.

00:14:15: Man kann das vielleicht ein bisschen vergleichen wie mit der Musikindustrie damals.

00:14:19: Das erste war von Analog, von der LP zur CD also eine Digitalisierung der Musik Industrie.

00:14:26: Die zweite Welle war von der CD zum MP-III also zu einer Datei die ich laden konnte und die dritte Welle waren dann vom MP-II zu dem Streaming wo wir heute sind Und bei der Fotoindustrie war es das Erste ähnlich, also von Analog zu Digital.

00:14:45: Das ist das was wir mitbegründet haben.

00:14:47: im Zwei-Tausend und dann ein wenig später muss man vielleicht noch einmal dieses Thema Fotobuch reinnehmen.

00:14:54: Also vom Print zum Fotobucht war eine ganz wichtige disruptive Veränderung dieses Marktes weil wer nicht aufs Fotobuhg gesetzt hat und nur geprintet hat den gibt's heute nicht mehr.

00:15:05: Und die dritte Veränderung war das, was du jetzt gerade gesagt hast.

00:15:10: Also vom Desktop zum Mobilfond.

00:15:13: Das hat auch etwas mit der Kamerakqualität zu tun Der Smartphones.

00:15:19: Am Anfang waren die Kamera-Qualität des Smartphones noch sehr gewöhnungsbedürftig um das mal freundlich zu sagen.

00:15:25: Und die Kameras, die kleinen Compact-Kameras haben viel bessere Fotos gemacht.

00:15:31: Also hat man immer eigentlich eine Kamera dabei gehabt und hatte dann das Problem wie kriegt er denn die Kamerafotos aufs Handy?

00:15:37: Nee es geht ja gar nicht!

00:15:38: Dann kann ich das an PC machen.

00:15:39: also deshalb war der PC eigentlich das geeignete Mittel.

00:15:43: heute hat ja kaum noch jemand einer Kamera dabei weil die Kameras in den Handys so erstaunlich gut geworden sind auch die Software die dahinter liegt so gut geworden ist Dass man schon echt ein Trophi Fotograf sein muss, um Gegenlichtaufnahmen so gut zu machen wie ein Handy.

00:16:00: Also das ist schon... Da muss man echt fotografieren können und das Handy macht das einfach.

00:16:04: Und die sind so gut geworden, die Fotos dass man sofort seinen Medium auf dem Handy hat.

00:16:10: Dann ist der Mensch in sich natürlich faul wie immer.

00:16:13: Der will nicht nochmal Medienbruch haben!

00:16:15: Der will noch mal jetzt vom Handy aus PC spielen und dann sondern er sagt jetzt habe ich es doch schon auch im Handy, dann würde ich doch auch da die Software haben.

00:16:23: Und das ist in der Tat eine große Herausforderung, wie man sich vorstellen kann.

00:16:27: Weil ich habe keine Maus und ich hab keinen großen Bildschirm sondern ich hab nur so ein kleines Fitzelchen an den Bildschirmen und ich will da meine Fotos oder meine Fotobücher zusammenstellen.

00:16:35: also muss ich dem Kunden dort deutlich helfen deutlich mehr helfen als am PC einen Fotobuch so zu gestalten dass es Druckbar ist.

00:16:43: Das machen wir mit unserer Software.

00:16:44: Und das machen alle, dass ist die dritte Phase... Die würde ich jetzt nicht so extrem disruptiv nennen.

00:16:50: aber gleichzeitig würde ich sagen wer nicht eine vernünftige Handyshaftware hat der hat Schwierigkeiten in diesem Markt.

00:16:59: und die nächste Welle, die läuft noch gerade, ist die KI-Welle natürlich, die alles beeinflusst.

00:17:04: Nicht nur die Fotoindustrie.

00:17:06: Eigentlich möchte ich auch noch gleich was zu den Fotobüchern wissen.

00:17:09: Es gibt ja so viele freundliche Hilfsfunktionen, also wenn ich zum Beispiel ein Fotobuch erstelle dann wird mir da angezeigt ob die Auflösung meines Bildes reicht.

00:17:17: Es gibt Vorlagen die ich benutzen kann.

00:17:20: sind das alles eure eigenen Ideen wie man die Produkte verbessern kann oder holt ihr euch aktiv Feedback von Kundinnen und Kunden ein?

00:17:28: Die sagen es wäre schon irgendwie besser wenn es jetzt diese und diese Hilfestellungen noch gäbe.

00:17:34: Ich meine, die Produkte entwickeln sich ja immer weiter.

00:17:36: Es ist beides!

00:17:38: Natürlich hören wir unseren Kunden sehr genau zu und haben einen Prozess... der tatsächlich Kunden Feedback einsammelt, das Kundenfeedback auch in Features übersetzt und dann gucken wir ob es Mehrfachnennungen gibt.

00:17:51: Wenn es also ganz viele Kunden gibt die dasselbe Problemen oder dieselbe Herausforderung oder denselben Wunsch haben, dann fließt das mit in unsere Entwicklungsabteilung ein.

00:18:00: Wenn ist ein Einzelschicksal ist, sag ich mal?

00:18:03: Dann kann es sein, dass es ein Bug ist, dann werden wir's natürlich sofort ändern.

00:18:07: Oder es ist ein spezifisches Feature.

00:18:09: was sich irgendjemand wünscht, eine ganz spezielle... Wunsch hat, dann werden wir das nicht immer sofort machen können.

00:18:14: Dann nehmen was mit in unsere Ideensammlung und wenn sich das anbietet, dann können wir das gegebenenfalls mit einem anderen Feature kombinieren und entwickeln das weiter.

00:18:22: Und parallel dazu haben wir natürlich Softwareingenieure und Leute die heute eine andere Art von Programmierung machen, als das vor zwanzig Jahren der Fall war.

00:18:33: Vor zwanziger Jahren hat man Pflichtenhefte gemacht und der Programmierer hat dann programmiert.

00:18:37: Der kannte das Produkt fast gar nicht.

00:18:38: Und heute ist es ganz anders.

00:18:40: Das ist ganz interaktiv.

00:18:42: die Kollegen und Kolleginnen, die programmieren nutzen die Software sogar selber.

00:18:46: Die haben ja auch ein Handy und also es entsteht ein ganz anderer Innovationsprozess als noch vor zwzig Jahren bei solcher Softwareentwicklung.

00:18:55: Und somit ist es ne Kombination von dem was du gesagt.

00:18:58: Wir denken über eigene Features nach, haben da auch ein Prozess.

00:19:01: Zum Beispiel alle Mitarbeiter können Features vorschlagen und dann sammeln wir die und werden sie bewertet – die Features.

00:19:08: Das machen wir sogar innerhalb der gesamten Unternehmensgruppe und filtern das immer weiter in so einem Funnel bis zu den wichtigsten zehn, fünf, zwanzig Features rauskommen, die wir dann auf eine Timeline tun und innerhalb eines Jahres oder von achtzehn Monaten entwickeln.

00:19:24: Es sei denn, es kommt irgendetwas von außen was wir noch.

00:19:27: zusätzlich entwickeln müssen.

00:19:29: Gab es in der Anfangsphase mal so einen Moment, wovon draus so ein Input kam und ihr euch dachtet das gibt's doch nicht warum sind wir da nicht selber drauf gekommen?

00:19:36: Ja ganz ehrlich gesagt, daran ist das Foto Buch.

00:19:38: Das Foto-Buch ist nicht unsere Erfindung, sondern es ist eine Erfindungen von einem anderen Unternehmen, dass er das erste Mal mit einem Drucker zusammengearbeitet hat und gesagt hat wenn ich doch schon mal digital bin macht's doch eigentlich keinen Sinn die Fotos einzeln zu drucken, sondern ich will sie doch im Prinzip schon auf einer Seite gestaltet haben und dann drücke ich die als Dienerviersite schon aus und da muss ich nur noch binden.

00:20:00: Und diese Idee hat ein anderes Unternehmen gestaltet Und wir haben gesagt, man, was für eine tolle Idee.

00:20:07: Das müssen wir sofort aufnehmen.

00:20:09: Das ist die Zukunft.

00:20:11: also das muss man ganz ehrlich zugeben Wir sind nicht der Erfinder des Fotobuchs aber wir sind einer derjenigen dies wahrscheinlich am besten adaptiert.

00:20:19: und gibt es Eine technische Entwicklung die ihr so miterlebt habt naja die ihr unterschätzt habt wo ihr dachtet oh Mensch ja tolle idee das machen wir und dann festgestellt habt war jetzt doch nicht so einfach.

00:20:30: Ja, allerdings nicht in unserem Kerngeschäft.

00:20:33: Also in unserem Kerngeschäft haben wir echt überwiegend alles sehr richtig gemacht.

00:20:37: Sonst wird es uns wahrscheinlich auch nicht mehr geben.

00:20:39: hier ist die Internetbranche und so eine moderne Hightech-Branche ziemlich radikal.

00:20:46: also wenn man dort einen größeren Fehler auf der Strecke macht dann hat man kaum noch die Chance wieder aufzuholen.

00:20:51: Man muss wirklich deutlich mehr richtig machen als falsch um in der Internetbranche Fuß zu fassen Topplayer zu sein in den top tiers.

00:21:00: Wir haben allerdings, wann war das?

00:21:02: muss ich nachdenken?

00:21:04: Ich glaube das war so.

00:21:04: Ende der ersten Dekade hatten wir ein gutes Wachstum waren schon relativ groß und haben überlegt wo es noch zusätzliche wachstumsmöglichkeiten gibt.

00:21:14: Und dann sahen wir dass am Rande unserer Branche andere Unternehmen auch sehr schnell wuchsen die zwar keine Fotobücher gemacht haben aber Im selben Format zum Beispiel Broschüren und andere Sachen gedruckt haben, die eher Business-to-Business waren als Business to Consumer was unser Thema war.

00:21:35: Und da haben wir gedacht mann wir haben die Maschinen Wir können so ein Zeug drucken wir wissen wie man Software baut das können wir auch und daran haben uns echt die Zähne ausgebissen.

00:21:45: also es hat um das mal ganz offen und ehrlich zu sagen, es hat überhaupt ja nicht geklappt.

00:21:49: Es gab Pics and Print und das haben wir ein Jahr eineinhalb Jahre zwei jahrelang haben wir daran gebastelt und gearbeitet und haben's dann wieder eingestampft weil wir gesagt haben Das ist nicht unser Business!

00:22:00: Das sind nicht unsere DNA.

00:22:02: It´s business to business.

00:22:03: Das haben wir echt unterschätzt.

00:22:05: Wir haben gedacht naja da bisschen programmieren kann man ja das ist nicht so schwierig und das Internet über das können wir das auch vertreiben aber das ist ne komplett andere Welt und das mussten wir verstehen dass das nicht unsere Öte

00:22:15: ist.

00:22:15: Wir waren dann schon in einer Größenordnung, wo wir uns solche Failures leisten konnten.

00:22:21: Also das hat uns jetzt nicht umgebracht aber es war ein Failure.

00:22:26: Nicht alles klappt.

00:22:27: Aber gut man muss Dinge ausprobieren!

00:22:28: Ich meine beim Fotobuch habt ihr auch richtig gehört gesetzt?

00:22:31: Ja absolut.

00:22:32: also in der Bilanz darf ich mit Stolz sagen haben wir mehr richtig gemacht als falsch.

00:22:38: Mir ist aufgefallen dass jetzt über die Zeit bei den Fotobüchern ja immer mehr kleine Hilfsangebote zu finden sind.

00:22:44: Früher habe ich mir noch selber ausgesucht, welche Bilder ich da wohin positioniere kann nicht immer noch machen aber ich kann das auch die KI übernehmen lassen oder automatisch befüllen lassen.

00:22:54: hat es einen echten Mehrwert?

00:22:55: Wollen das die Leute?

00:22:57: Ja es gibt tatsächlich unterschiedliche Kunden die unterschiedlich an diese Fotobücher heran gehen.

00:23:05: Das ist vielleicht gar nicht so unähnlich mit der alten Branche.

00:23:09: Ich gehöre zu den Fotoschuhkarton Personen, also das heißt meine alten analogen Fotos die es bei mir gibt.

00:23:15: Die sind in irgendwelchen Kartons irgendwo im Keller.

00:23:18: Es gibt aber auch andere, die haben die alle saubfältig angeklickt Und haben die im Regal stehen und können sie rausnehmen.

00:23:25: Nach Jahr sortiert usw.

00:23:28: Das ist auch heute tatsächlich so, dass es Leute gibt, die sagen, ich war jetzt im Urlaub, ich will die angucken, schwupp rein in zehn Minuten, dann nehme ich mir noch eine halbe Stunde Zeit und schieb noch ein paar Fotos hin und her aber Text

00:23:40: usw.,

00:23:41: lasse ich alles sein.

00:23:42: das sieht ganz gut aus vernünftig bestellt fertig.

00:23:46: Also das gibt es und diesen Anforderungen gibt es.

00:23:49: Und es gibt die gleiche Anforderung desjenigen, der auch die Erstellung des Fotobuchs schon fast hobbyistisch betreibt.

00:23:57: Die arbeiten in der Regel zwischen einer und zwei Wochen an einem Fotobuch.

00:24:02: Das ist wirklich Scrapbooking, die gucken sich jede Seite genau an und positionieren das und schreiben Text dazu.

00:24:09: Und machen noch ein Foto von der Eintrittskarte oder kleben die Eintrittskarte dann müssen wir da einen Foto machen.

00:24:14: Also ganz liebevoll wo die Menschen ganz liebevol mit solchen Büchern arbeiten und dann auch riesengroße Bücher bestellen.

00:24:23: Kostet so ein Buch ... Und das ist natürlich ein tolles Werk.

00:24:29: Das ist schon anders als so ein KI-Fotobuch, aber dieses KI Fotobuch ist für das schnelle... Fotobüchlein, ein hervorragendes Werkzeug und das Scrapbook ist für den tollen Kenia-Urlaub die Wahl.

00:24:43: Also wo man jetzt nicht gerade in einem langes Wochenende in Malle war, dann macht man dann vielleicht ein kleines KI-Fotobuch und wenn man zwei Wochen auf der Safari war, macht man ganz anderes Fotobuch auch größer und anderes Papier und gibt sich mehr Mühe mit Positionierung und lässt die KI vielleicht einen Vorschlag machen, weil das ist eigentlich ganz gut.

00:25:05: Weil die schon mal so den ersten Vorschlag kann und dann tauscht man nur noch Bilder oder so etwas und guckt das nochmal durch nimmt sich dann aber ein bisschen mehr Zeit als zwei Stunden.

00:25:13: Jetzt hast du ja Urlaub genannt?

00:25:15: Aber das sind nicht die einzigen Themen, die in Fotobüchern vorkommen.

00:25:18: Kannst du grob sagen was sind da die Dauerbränner also eher Hochzeiten oder Urlaube oder Familienalben?

00:25:25: Ja, also Urlaub is der größte Anlass.

00:25:28: Also mit Abstand der Größe ab und an.

00:25:30: Ich glaube, keine genauen Zahlen aber ich würde sagen über die Hälfte aller Fotobücher sind Urlaubsbücher.

00:25:36: Und dann kommen Feiern also jede Form von Feiern natürlich Hochzeit Aber auch Jubiläumsfeiern usw.

00:25:44: Das ist so die zweite Kategorie.

00:25:46: Dann würde man noch Kinder, also das ist auch noch ein großes Thema.

00:25:51: Also einfach Fotos von den Babys, von den Kindern und von den jungen Kindern die natürlich dann auch... Die haben dann Anlässe drinne und die haben Urlaube drinnen aber die haben auch nochmal der erste Schritt um das Fahrrad fahren usw.

00:26:04: Hast du Kinder?

00:26:05: Weiß ich gar nicht.

00:26:06: Ich hab drei.

00:26:06: ja wenn du Kinder hast weiß es ja.

00:26:08: vom ersten Kind macht man ungefähr fünftausend Fotos in den ersten drei Jahren vom zweiten nur noch fünfhundert und vom dritten noch fünfzig.

00:26:17: Ich hatte immer selber den Druck jedes Jahr so ein Album fertig zu kriegen, wo natürlich auch viele... Urlaubsbilden.

00:26:24: Genau, da fließt dann alles ein.

00:26:27: Das sind so die drei größten Kategorien.

00:26:30: Da sind Urlaubfeiern und Kinder.

00:26:32: Und dann gibt es ganz viele kleinere Kategorie.

00:26:34: Es gibt ein paar Menschen, die machen Jahrbücher jedes Jahr regelmäßig im Januar-Februar setzen sich zusammen und lassen das ja passieren.

00:26:45: Aber wie gesagt, Urlaub ist mit Abstand der Größte.

00:26:48: Und trotz dieser ganzen Kihelfa, hast du selber Tipps wie man ein Fotobuch gestaltet damit es besonders ästhetisch aussieht?

00:26:55: Also ich bin ja ein Fan davon eine Mischung zu machen zwischen ganz seitigen Fotos.

00:27:02: Die Fotos die einen am liebsten sind, womit man dann die ganze Seite ausfüllt oder zumindest ins Dreiviertel der Seite und kleinere Fotos, die dann vielleicht so ein bisschen die Story erzählen.

00:27:14: Ich bin auch Fan von Symmetrie in diesem Fall, also ich bin nicht so jemand der die gerne schräg stellt oder sowas.

00:27:22: Sondern ich habe dann gerne vier Fotos und die sind möglicherweise noch weiß gerahmt auf dem schwarzen Hintergrund Und dann sind das genau vier Fotostie perfekt passen auf eine Seite.

00:27:33: Dann ist es mal vielleicht zwei Fotos untereinander und ein Porträt oder so etwas.

00:27:38: Also ich bin dann ästhet eher der von der Symmetrie getrieben ist.

00:27:43: Wobei die Symmetry natürlich, wie man bekanntlicherweise weiß, die einfachste Form der Ästhetik ist.

00:27:49: aber es ist eine, die sehr ansprechend ist, gerade bei Fotofilchen finde.

00:27:54: Jetzt haben wir ja viel über Fotobücher geredet, aber es gibt natürlich trotzdem noch Abzüge und nicht nur die Standard-Hochglanzabzügue sondern auch, weiß ich nicht, Seitenraster Silk und Galerieabzügen.

00:28:05: Wie funktioniert dieser Markt?

00:28:06: Also das sind ja wahrscheinlich diese Riesenbilder... Sind das eher Profis oder trotzdem Hobbyfotografe?

00:28:12: Sowohl als auch.

00:28:13: also wenn du in die ganz ganz großen Formate sind das häufig Profis.

00:28:17: Also bei uns gibt es auf der einen Seite erstmal die klassischen Fotoformate, da gibt's unterschiedliche Papiersorten und dann fangen die Poster an, die fangen schon bei uns in DINA IV Das ist schon unser kleinstes Poster also zwanzig mal dreißig Und da gibts dann unterschiedliche papiere an Da gibts ein Mat und was du alles sagst des Unterseidenglans und dies und das und jenes und die kann man natürlich auch rahmen.

00:28:38: Das geht bei uns.

00:28:40: Ich habe jetzt nicht genau im Kopf aber ich glaube das größte ist so ein Meter fünfzigmal ein Meter.

00:28:44: Das sind dann so Wandbilder, wo jemand einfach seinen Shot macht.

00:28:49: Keine Ahnung, wer war da tatsächlich in Kenia und hat irgendwo einen Sonnenaufgang mit nach einem Elefant dort fotografiert?

00:28:57: Und das ist auch noch so gut geworden dass man das hochziehen kann und will sich in den Wohnzimmer hängen.

00:29:03: Und es gibt ein großer Markt!

00:29:04: Das ist unser zweitgrößter Markt.

00:29:07: Nach dem Fotobuch sind die Wandbildern.

00:29:09: Also das wird häufig genutzt.

00:29:10: aber wie bei den Fotobüchern gibt's gängige Formate, das ist dann so bis A-Eins hoch oder A-Zwei-, A-Drei-, A vier.

00:29:18: Das sind die Größenordnung ungefähr.

00:29:20: für die gibt es natürlich auch die Rahmen und einfache Rahmen und nicht so teurere Rahmen.

00:29:24: Und dann gibt es halt auch schon Drucker auf Leinwand, Drucker aus anderen Materialien Alu-Die-Bond und unser Gallery Print.

00:29:32: Das ist der aufwendigste tollste Print.

00:29:35: Nennen wir Gallery Print weil es auch das ist was in Galerien hängt wenn's Fotografien sind.

00:29:39: Das isst auf Alu Die Bond gedruckt Plexiglas kaschiert.

00:29:45: Also man hat das Plexi-Glas, dass noch mal ein Tiefe gibt auf einem hervorragenden Druck auf alle die Bond.

00:29:51: Was sagst du zu meinem persönlichen Klischee?

00:29:53: Dass Privatleute sich eher eine Leinwand hinhängen als so einen hochwertigen

00:29:57: Druck?

00:29:57: Ja, das ist gar nicht so falsch!

00:29:59: Das Leinband Bild ist das gängigste Format wird auch am häufigsten gekauft und es gibt auch Unternehmen, die fast ausschließlich mit Leinwändern groß geworden sind.

00:30:09: Ich kann es dir nicht erklären, wir haben das auch noch nie soweit.

00:30:13: Meinst du's liegt am Preis?

00:30:14: Also bei uns nicht!

00:30:16: Wir sind ja eher ein Premium-Hersteller, bei uns ist das gar nicht mal so sehr viel günstiger wie in Alu Di Bonn Bild oder ähnliches sondern das ist offensichtlich Geschmackssache und es gibt Unternehmen die bieten die Leinwände wirklich sehr günstig an.

00:30:28: Das kann auch sein dass das natürlich den Markt treibt.

00:30:32: Das sind jetzt die Fotoprodukte die einmal als erstes einfallen.

00:30:35: aber es gibt natürlich auch lustige Dinge.

00:30:38: besagte Fototasse Wenn du morgens dein Kaffee trinkst, lacht dich deinem Mann von deiner Tasse aus

00:30:43: an?

00:30:43: Nee.

00:30:43: Ehrlich gesagt nein!

00:30:44: Ich hab... ich trinke auch nur noch als Presso.

00:30:46: Das wäre dann echt zu klein auch da nochmal jemanden draufzumachen.

00:30:50: Insofern lacht mich dann niemand an außer meiner Frau mit der ich in der Regel morgens den Kaffees zusammentrinke.

00:30:56: Foto-Tassen kennt man aber es gibt ja noch viel ausgefeilene Dinge.

00:30:59: und was mich mal persönlich interessieren würde Wie kriegt man das hin, was Hochfloriges zu bedrucken?

00:31:05: Weißt du das?

00:31:05: Ich meine, du bist jetzt nicht das Labor selbst.

00:31:07: Aber es gibt ja wirklich abgefahrene Dinge die man heute bedruckten kann.

00:31:10: Ja!

00:31:11: Das sind alles spezielle Tintenstrahl-Grucke mit denen das gemacht wird.

00:31:15: also wie ist genau in der Technologie funktioniert?

00:31:18: da bin ich wirklich der falsche Ansprechpartner.

00:31:21: aber alles was man bedruckt kann wird eingespannt oder aufgespannt Und dann laufen Tintenstrahl Drucker, Linie für Linie da drüber und drucken.

00:31:33: So wie das zu Hause auch ein Tintensstrahldrucker auf Papier macht.

00:31:36: Das ist im Prinzip dieselbe Technologie nur dass sie ausgefeilt ist und auf Abstand läuft.

00:31:42: Wenn da jetzt ein kleiner Teppich oder so was hochfloriges, wie du sagst steht dann muss der Druckkopf natürlich ein paar Millimeter über diesem Flohr hin- und herlaufen.

00:31:52: Und das bedeutet, dass die Spritzdüse sehr viel genauer spritzen muss

00:31:57: usw.,

00:31:58: also das ist dann halt Technologie, die sich dann die Druckerhersteller einfallen lassen um sowas zu bedrocken.

00:32:04: Also gibt es fantastische Dinge machen wir allerdings nicht.

00:32:07: Teppiche machen wir aber T-Shirts und auch so ein paar andere Stoffprodukte, aber keine hochflorigen

00:32:14: gelachen.

00:32:15: Ja ist wahrscheinlich auch schwierig.

00:32:16: Erinnerst du dich, ob ihr mal ein verrücktes Foto-Produkt eingeführt habt was sich am Ende überraschend gut verkauft hat?

00:32:22: Was ihr nur eingeführte weil ihr dachtet okay das muss jetzt vielleicht auch mal sein und dann war es doch ein Hilf.

00:32:26: Ja also gibt ein interessantes Foto Produkt... Es war im Prinzip eine ganz kluge Idee aus unserem Product Management.

00:32:34: Wir haben so Fotosets verkauft mit so gedruckt Polaroids, wo unten so ein weißer Rahmen ist und der Rest.

00:32:44: Und das gab es in vierundzwanziger Packs, in sechsunddreißiger Paks.

00:32:48: Und dann kam jemand auf die Idee und gesagt, warum verkaufen wir das nicht als Adventskalender?

00:32:53: In den Vierundzwantig!

00:32:54: Und das war auf einmal einen Riesenrenner.

00:32:56: Also das waren ein fertiges Produkt.

00:32:59: Wir haben es nur mit einem Advents-Klein und der Kunde konnte dann einfach vierundzwanzig Fotos nehmen und hatte so einen kleinen Ständer, wo er es da drin aufbauen kann und sich auf dem Schreibtisch konnte ein Foto nach dem anderen gucken und war dann sozusagen überrascht von den Fotos.

00:33:17: Und das hatten wir einfach angeboten und das waren riesen Renner!

00:33:20: Ansonsten waren wir sehr überrasacht auch... Das ist schon sehr lange her, das muss anfangen der zwei tausender gewesen sein das cw gesagt haben wir können weihnachtskugeln bedrocken.

00:33:31: und zwar haben die weihnachtskugeln gefunden diese eine kleine abflachung hatten wo man auf die man drucken kann.

00:33:37: also die waren nicht ganz rund sondern die waren rund und hatten auf einer seite so einen flachen bereich um diesen flachen.

00:33:43: gleich konnte man betrunken Und das machen.

00:33:49: Das hat uns auch sehr erstaunt, haben wir gar nicht so einen schlechten Umsatz mitgemacht.

00:33:53: am Anfang ist jetzt aber nicht mehr im Programm waren dann irgendwie die Qualität war doch noch nicht so toll.

00:33:59: Es gibt ja auch Dinge, die sind einmal super und verlaufen einem dran und gibt es das auch in umgekehrt?

00:34:04: So ein lustiges Produkt wo ihr dachtet Mensch das braucht jeder und irgendwie brauchte es da nicht jeder?

00:34:08: Ja es gab mal so Kalendervarianten wo wir gesagt haben Lass uns doch mal ein Kalender machen für jede Woche, mit zwei und fünfzig Seiten statt zwölf Seiten.

00:34:18: Haben wir gedacht eigentlich eine tolle Idee?

00:34:19: Dann kann man jede Woche einmal umblättern oder so.

00:34:22: was will kein Mensch?

00:34:25: zu viel Arbeit wird natürlich teuer.

00:34:27: Hast dann auf einmal die fünffache Zahl oder vierenhalbfache zahl.

00:34:30: der Der Blätter wird jetzt nicht viermal so teuer, aber es wird dann doch teurer und da scheint das Preis-Leistungsverhältnis nicht mehr zu passen.

00:34:38: Und deshalb war's Rohrkrepierer.

00:34:41: Aber ich finde auch, dass hört sich erst mal schön

00:34:43: an?

00:34:43: Ja, das war eine gute Idee!

00:34:44: Aber manchmal sind die guten Ideen nicht vermarktungsfähig.

00:34:50: Jetzt einmal deine persönliche Meinung – was ist für dich schlimmer?

00:34:53: ein schlecht gestaltetes Fotobuch oder eine Tasse mit einem missglückten Urlaubselfie?

00:34:58: Letzteres würde ich sagen, obwohl beides hat wer weiß.

00:35:03: Es geht ja nicht um schlecht gestaltet sondern das Tolle an Fotobüchern oder überhaupt das tolle an Photos ist ja dass es eine Erinnerung einfriert und diese Erinnerungen ist erstmal für denjenigen der sich dann erinnert unabhängig von der Qualität des Fotos Und ihr unabhängig auch von der Qualität, der rein technischen Fotografie.

00:35:24: Das kann sogar verschwommen sein das kann sogar verwackelt sein das können sogar ein schlechter Bild Ausschnitt sein oder so etwas.

00:35:30: und trotzdem freut man sich diese Foto zu sehen weil da dran Erinnerung hängt.

00:35:35: Und insofern gibt es für mich keine schlecht gestalteten Foto-Bücher, sondern es gibt Fotobücher die sind professionell gestaltet.

00:35:43: Die haben halt auch noch eine Gestaltungsästhetik und es gibt Fotobücher da geht es um die Erinnerung.

00:35:49: Und die sind nicht schlecht gestaltet, sie sind so wie die Menschen sind.

00:35:52: Die legen vielleicht nicht so viel Wert auf ein perfekt gestaltetes Fotobuch, sondern den geht's um die Änderungen.

00:35:58: Da will ich niemanden sagen du hast das aber schlecht gestartet, sondern du hast mir schöne Erinnerungen geschaffen – für dich!

00:36:04: Und für deine Familie.

00:36:06: Wenn wir jetzt noch mal zu den Wandbildern gehen, das eignet sich ja nicht jedes Material für jede Art von Raum oder?

00:36:11: Also ich meine es gibt Räume die sind stark von der Sonne beschienen.

00:36:14: Andere sind vielleicht etwas feuchter.

00:36:16: Kannst du dazu was sagen, was dich da wofür eignert?

00:36:19: also unser Gallery Print braucht eine gute Beleuchtung.

00:36:22: wenn Du das gegenüber eines Fensters hängst Das Stark von der sonnebeschieden ist dann kann Es sein dass Du häufig einfach so starke Spiegelungen Da drin hast Dass das kein Spaß macht.

00:36:32: da würde sich zum Beispiel alle Die Bond viel besser eignen hat so ein leicht matten Schimmer.

00:36:37: Oder auch Leinwände sind da gut, die dürfen das nicht zurück.

00:36:40: Dann hat man wenn es in der Küche hängst direkt über die Spülmaschine wo wenn du sie aufmachst dass der Wasserdampf rauskommt dann würde ich wahrscheinlich auch keine Leinwand hinhängen Und auch kein gerahmtes Foto, weil da irgendwann das Wasser, das Papierwelt und so weiter.

00:36:56: Da kann man aber auch Alodibond zum Beispiel nehmen.

00:36:58: Das ist super haltbar.

00:37:00: oder es gibt von uns ein Produkt, d.h.

00:37:02: Forex, das ist eine Kunststoffplatte.

00:37:04: die sieht so ein bisschen ähnlich aus wie Alodhibond.

00:37:06: Ist nur nicht so stabil, aber ist halt unkipputbar was die Witterung an.

00:37:13: das nutzen wir auch für draußen.

00:37:14: Das hält Ewigkeit.

00:37:16: Ansonsten ist das natürlich, wie immer, ganz viel Geschmackssache.

00:37:19: Wer eher ein bisschen rustikaler eingerichtet ist, der wird sich nicht einen Alu-di-Bond-Ding hinhängen sondern eher eine Leinwand, wer zu Hause vielleicht ein bisschen architektonisch eher eingerichtet ist, ein bisschen bauchhausmäßig, der würde sich vielleicht eher ein schwarz-weiß Alu di Bond dorthin hängen als eine Leynwand die dann nicht so gut passt.

00:37:37: oder ein gerahmtes Bild mit einem schönen Rahmen und Paspatou und nicht den Ikea-Ramen nehmen, sondern halt es wirklich rahmen lassen.

00:37:45: Das sind so die Favoriten.

00:37:48: Bringt mich zu einem Software Failure-Projekt!

00:37:51: Wir haben gedacht, dass wir ein Wandbildberater bauen können der genau diese Fragen so nacheinander beantwortet.

00:37:58: Wo willst du es hinhängen?

00:37:59: und so weiter?

00:38:00: Und das wollte keiner.

00:38:03: Das klingt gut!

00:38:04: Ja, das klingt total gut.

00:38:06: Die Idee war ja auch gut.

00:38:07: Wir waren alle davon begeistert, sonst hätten wir es nicht gemacht.

00:38:09: Aber der Kunde wills nicht interessant.

00:38:11: Wenn man das erzählt hat, haben sie gesagt, toll Idee

00:38:15: usw.,

00:38:15: vielleicht haben wir's einfach nicht gut genug gemacht aber es wurde nix.

00:38:18: Irgendwann haben wir gesagt, da bringt nichts mehr, stammt uns ein.

00:38:23: Man bildbrater

00:38:25: Er bringt mich immer gleich zum nächsten Thema.

00:38:26: Wir haben ja jetzt ganz viel über persönliche Fotografie gesprochen, aber apropos Bildberater ich kann bei euch auch eine fertig gestaltete Bilderwand kaufen?

00:38:37: Mit nicht meinen Bildern, sondern mit Fotokunst.

00:38:40: Genau!

00:38:40: Mit moderner Fotokunnst.

00:38:42: Das ist auch ein Start-up innerhalb von Pixum und gerade nachdenken wann wir das gemacht haben.

00:38:48: Das muss so in der zweiten Dekade gewesen sein.

00:38:50: Das popte auch auf.

00:38:52: Das war ganz interessant.

00:38:53: Wie ich vorhin Eingangs erzählt habe sind Ideen häufig passieren die Parallel und dann häufiger.

00:39:00: Poptet tatsächlich die Online-Galerie sozusagen auf.

00:39:05: Derjenige, der sich positioniert zwischen der Galerie oder auch der Fotogalerie wie Loomers

00:39:11: etc.,

00:39:11: wo die Dinger schon echt teuer sind und Bauhaus & Ikea, wo sie halt sehr billig aber in Massenware sind.

00:39:18: Aber nicht jeder will dann den doppelstöckigen Bus aus London im Wohnzimmer hängen haben.

00:39:23: Und dazwischen einen Markt zu finden, das war die Idee.

00:39:27: oder ist die Idee auch von unserer Art Box One wie wir sie nennen.

00:39:32: Hier haben wir.

00:39:33: dann sind wir auf die Suche gegangen nach jungen Künstlern Grafikan häufig entweder ambitionierte Fotografin und Fotographen oder Grafikerinnen und Grafika die entweder eigene Muster eigener Entwürfe oder Fotografien verkaufen wollten übers Internet einstellen, wir verkaufen die.

00:39:55: Du bekommst eine Provision dafür und wir bekommen auch etwas dafür weil wir natürlich eine Marge wiederum haben an der

00:40:01: Produktion.".

00:40:02: Und das war die Idee oder ist sie noch immer?

00:40:04: aber es ist kein Riesen-Business geworden.

00:40:07: Aber ist das Konzept denn, dass da Einzelbilder verkauft werden?

00:40:10: Weil wenn man auf eure Seite geht dann sieht man ja gestaltete Fotowende.

00:40:14: Ich hätte jetzt gedacht, dass die Idee ist, dass ich mir eine komplette Wand direkt gestalten kann weil die Farbschämata zusammen passen.

00:40:20: Nee machen die Menschen doch nicht!

00:40:23: Nein?!

00:40:24: Also zumindest nicht in unserer Erfahrung, dass Marks geben... wenn jemand das einrichtet und so in architektonischen Febel hat, und sagt jetzt such ich mir dort eine ganze Wand mit Sachen.

00:40:34: Sondern es sind häufig doch eher individuelle Einzelbestellungen die unsere Kunden zusammenstellen und keine ganzen Wände.

00:40:43: Das wäre schön!

00:40:44: Hätte ich nicht gedacht, weil die Beispiele so dazu einladen?

00:40:47: Habe ich gedacht okay.

00:40:48: Jemand kauft sich das komplette blaue Farbschema ein?

00:40:52: Leider nicht!

00:40:53: Das ist ja einfach zu teuer.

00:40:55: Wir sind ein Business-to-Consumer Thema.

00:40:58: und jetzt stellst du dir vor, du bist umgezogen und willst deine Wohnzimmerwand dekorieren.

00:41:03: Du hast schon viel Geld für deinen Umzug ausgegeben und zwei Kinder schreien und der Schwirt ist taure geworden.

00:41:09: und jetzt guckst du bei Artbox... Ach diese Wand gefällt mir.

00:41:12: was kostet das?

00:41:12: Und dann bist du auf einmal tausend Euro und sagst, nee das können wir nicht leisten.

00:41:17: Da kaufe ich erst mal eins.

00:41:19: Also das passiert schon schnell, dass wir dann in so einer Größenauten sind wo so eine ganze Wand mehr als tausende Euro kostet und das ist dann doch zu viel.

00:41:26: Das ist übers Internet nicht einfach zu verkaufen.

00:41:30: Ja schade die Beispiele... Okay, wir kommen jetzt schon ein bisschen zum Ende leider.

00:41:38: Wenn du mal zehn Jahre nach vorne schaust was glaubst du könnte es da noch geben an neuen Produkten die sich schon so ein bisschen abzeichnen und welche glaubst Du werden einfach verschwinden?

00:41:48: Gute Frage also ich.

00:41:49: Ich glaube, dass das Foto-Buch weiter das Top-Produkt bleiben wird.

00:41:54: Es bietet sich unserer Erfahrung und unsere Marktrecherche auch im Moment kaum ein anderes Produkt an, dass diese Größenordnung oder diese Relevanz haben wird.

00:42:06: Das war sozusagen der logische Schritt zwischen dem eigenen Fotobuch was ich zu Hause basteln muss, was es seit Jahren um nicht zu sagen Jahrzehnten oder fast Jahrhunderten gibt, zu einem automatisch erstellten Fotoalbum dass ich jetzt direkt drucken kann und darüber hinaus könnte man sich jetzt aber das liegt ganz weit in der Zukunft nur noch ein elektronisches vorstellen.

00:42:26: Also,

00:42:26: d.h.,

00:42:27: ich habe irgendwo ein virtuelles Buch, dass ich angucken kann oder ähnlich ist.

00:42:31: Aber da sind wir wahrscheinlich eher in fünfzig Jahren von heute als in zehn Jahren von Heute.

00:42:36: Üblicherweise ist so die Größenordnung von zehn Jahren – Das was wir jetzt in Prototypen sehen wird in fünf bis zehn Jahren wenn es den Nerv trifft und eine Resonanz mit dem Markt findet ein Consumer-Produkt.

00:42:52: Das war bei den Digitalkameras so, das ist bei vielen Technologien so und da gibt es im Moment nichts was auf einmal so ein großer Hype ist wo wir sagen da müssen wir jetzt im Moment drauf setzen.

00:43:07: Es gibt immer wieder große saisonale Themen, die klein angefangen haben und mittlerweile groß geworden sind.

00:43:13: Der Photokalender ist so ein Produkt, da hat keiner am Anfang daran gedacht und dann hat sich es einfach ergeben.

00:43:19: wenn man Fotobücher drückt kann ich auch einen Photokalernder drucken.

00:43:21: Man muss nur eine andere Bindung machen, die ist sogar noch viel einfacher und das ist ein Riesenrenner.

00:43:26: Das ist unsere, mich nicht lügen.

00:43:28: Aber ich glaube das ist mittlerweile unsere zweitgrößte Produktgruppe.

00:43:31: Obwohl wir sie nur zwei Monate lang verkaufen.

00:43:34: Eigentlich nur im Dezember und Januar.

00:43:35: Und trotzdem ist es die zweit grösste Produktgruppen.

00:43:37: Dann gab's so ein Thema wie den Adventskalender.

00:43:40: Das hat einen riesigen Halb gemacht.

00:43:42: Es ist auch groß geworden bleibt auch noch immer eine signifikante Markt aber jetzt nicht eins dass so hoch wächst wie das und kontinuierlich weiter wächst als das Foto Buch.

00:43:52: Was wird es also in zehn Jahren geben?

00:43:54: Ich glaube, das wird sich nicht signifikant unterscheiden.

00:44:01: die der Markt, den wir heute haben.

00:44:03: Ich glaube dass wir weiterhin einen guten Share haben zwischen Fotokalendern die man den Eltern und Großeltern schenkt wahrscheinlich eher den Großeldern.

00:44:11: das sind die Fotobücher die man selber macht oder auch verschenkt Das sind die Wandbilder mit denen man dekoriert.

00:44:17: das ist derjenige der noch gerne Fotoprins macht er so ein bisschen nostalgisch dass selber scrapbook'n will.

00:44:23: Und das hier und da so ein Foto geschenk wo man nochmal eine nette Erinnerung hat.

00:44:28: der eine mag die Tasse der andere der dritte, keine Ahnung auf dem Kissen noch ein Foto vom Baby oder so etwas.

00:44:34: Das ist kein Riesenmarkt aber es ist ein netter Markt den wir gerne mitnehmen und er wird sich meines Erachtens in zehn Jahren noch sehr ähnlich aussehen.

00:44:45: Es sei denn es gibt eine Technologie die auf den Markt kommt, die heute sich noch nicht ankündigt, dass sie dieses Thema diskutiert.

00:44:58: Das kann mit der KI zusammenhalten, also da wird sich viel verändern in das Software viel verändernden und auf die Art und Weise wie ich ein Foto buch mache wird es sich viel verändert.

00:45:07: Ich würde mal sagen in zehn Jahren gehe ich hin und sage dem Handy guck mal ich hatte meinen Urlaub in Mallorca jetzt in den letzten vierzehn Tagen.

00:45:14: schau mal bitte meine Fotodatenbank und mach mir einen Vorschlag für ein Fotobuch, das ästhetisch gemacht ist wie so ein richtiges schönes Scrapbook.

00:45:25: Das wird der Prompt sein und dann kriegst du so ein Foto Buch.

00:45:28: Dann kannst du hingehen und sagen, ich schon so gut will ich fertig?

00:45:31: Will ich drucken?

00:45:32: oder ihr sagt es ist ein schöner Vorschlag.

00:45:34: Ich nehme das jetzt mal und arbeite dran bald.

00:45:36: Das wird passieren da bin ich mir ziemlich sicher aber das Foto buch ist das gleiche.

00:45:41: Pass auf!

00:45:42: Jetzt habe ich eine Zukunftsvision.

00:45:45: Man schickt dann seine ganzen Urlaubsvideos ein und kriegt einen super geschnittenen Spielfilm zurück.

00:45:51: Ja, könnte man sich vorstellen.

00:45:53: Das kann man gar nicht gut vorstellen.

00:45:55: das könnte sogar ein Produkt sein was auf dem Handy schon funktioniert.

00:45:59: Das ist das Problem.

00:46:00: ja das ist eines der Probleme.

00:46:02: du erinnert dich ich erzählte eben über die Musikindustrie und durch die Foto-Industrie.

00:46:07: Die Musikindustrie hat einen großen Vorteil gegenüber uns.

00:46:10: Obwohl sie diese ganzen technologischen Disruptionen hatten gibt es Urheber von Musik Und ohne diese Urhebe kann ich keine Musik hören.

00:46:19: Wir dagegen sind noch nicht mal Urheber der Fotos, die wir drucken.

00:46:23: Sondern das sind die Kunden.

00:46:25: Gäbe es also eine Technologie, die ihnen das Ausgeben von Geld erspart auf gleichem Qualitäts- und Preisniveau um selber zu machen dann wird es uns nicht mehr geben.

00:46:37: Dann disruptiert uns das!

00:46:38: Das war mal eine Befürchtung, als die Laser- und Tintenstrahldrucker so gut wurden dass man damit echt gute Fotos drucken konnte.

00:46:46: Und dann haben wir aber gesehen wenn du dir zu Hause hundert Fotos ausdrucken willst was klappt dabei?

00:46:51: Und das ist viel zu teuer!

00:46:52: Also das diskutiert nicht.

00:46:53: sollt es eine Technologie geben die das kann?

00:46:56: könnte das sein?

00:46:57: also wenn man sagt ich will jetzt überhaupt gar keine Fotobüche mehr haben ich lasse mir ein Spielfilm machen da ist es ne App.

00:47:02: auf dem Handy brauche ich das keinem zu schicken, der da Menschen hinsetzt.

00:47:09: Sondern das macht die KI nicht mehr.

00:47:11: Da wird sie leider besser können als wir zumal weiße.

00:47:15: Ja ja also das ist schon spannend.

00:47:18: aber ich denke mal wir werden noch immer ein paar Hundert oder Hunderttausend oder Millionen Fotobücher machen, die dann viel Papier... bedrucken und die unsere Kunden dann gerne gebunden in das Regal stellen und sich wieder rausholen, wenn sie ihre Erinnerung wieder wachhalten wollen.

00:47:35: Stimmt!

00:47:36: Also ich fasse mal zusammen.

00:47:38: Fotoprodukte haben sich über die Jahre stark verändert aber der Kern ist ja geblieben.

00:47:44: Wir wollen unsere Erinnerungen bewahren wir wollen sie sichtbar machen nicht in irgendwelchen Clouts.

00:47:49: Genau so ist es.

00:47:50: zum vergessen dort ablegen oder wir wollen unsere Räume persönlich gestalten und dort die Erinnerung richtig sichtbar

00:47:59: machen.

00:48:00: Absolut, absolut!

00:48:00: Super Daniel ich danke dir für dieses tolle Gespräch.

00:48:04: Ich habe viel gelernt viel mitgenommen aber wir müssen uns leider schon wieder verabschieden.

00:48:08: Ach wie schade es gibt noch soviel zu erzählen.

00:48:11: Aber vielen vielen Dank.

00:48:12: das hat wirklich großen Spaß gemacht mit dir.

00:48:15: Und ja vielleicht gibts eine zweite Folge.

00:48:18: dann erzähle ich noch ein paar Trivias über unserer Branche.

00:48:22: Nein, denn erzählst du die Jacke.

00:48:25: Die lässt sich mir doch nicht entgehen!

00:48:28: Nein ich habe mal gedacht aber es hat sich leider nicht angeboten.

00:48:32: wir drucken ja schon relativ viel.

00:48:34: das ist ja mittlerweile so dass wir in Spitzenzeiten ungefähr dreißig Aufträge pro Sekunde bekommen.

00:48:43: Also, das ist ne... also so schnell kann man nicht auf den Tisch klaufen.

00:48:47: Wie dreißig mal die Sekunde Das sind schon ihre Größenordnung und das sind auch unfassbar viele Bilder, die dann zu uns gesendet werden.

00:48:57: In den Peaks sind das etwa dreihundertfünfzig tausend pro Stunde Die wir bekommen.

00:49:04: Und wenn wir dann die Fotobücher drücken Dann habe ich mal hier zwei vielleicht ganz witzige Zahlen rausgesucht Alle Fotobühner die wir bisher gedruckt haben.

00:49:14: Wenn man die stapeln würde, dann sind sie ungefähr genauso hoch wie Und fünfundzwanzig fand ich deshalb interessant, weil wir ja gerade fünfundzwanziger geworden sind.

00:49:29: Also interessanterweise eine Verschwörungstheorie haben wir Fünfund zwanzigmal den Mount Everest an Fotobüchern gedruckt?

00:49:37: oder wenn wir auf die Fläche gehen dann ist das auch ziemlich beeindruckend.

00:49:41: Wenn wir mal die Fotobuchseite nebeneinander legen würden Was schätzt du?

00:49:48: wie viel Fußballfelder voll mit Fotos wir machen könnten?

00:49:53: Jetzt ist die Frage, wie viele Doppelseiten?

00:49:55: Standard UEFA.

00:49:55: Hundertfünf mal achtundsechzig Meter haben wir mal gerechnet.

00:50:01: Genau.

00:50:01: Aber wenn man gemacht macht und du musst mal so eine aus dem Bauch heraus schätzen.

00:50:05: Ja tausend!

00:50:06: Das sind nicht ganze vier.

00:50:07: Es sind Vierhundert Fußballfelder voll oder hier als Kölner es sind auch knapp vierhundert nicht ganz dreihundertfünftig Mal die Grundfläche vom Kölners Dom.

00:50:19: Aber siehst du, dann habe ich wahrscheinlich ein völlig falsches Verständnis davon wie groß ein Fußballfeld ist.

00:50:24: Ja es sind schon, ein Fußball-Feld sind schon sieben tausend Quadratmeter ja, ist schon größer als die Wohnung.

00:50:29: Ich

00:50:31: bin nicht so Fußball-Affi.

00:50:33: Wie gesagt, das sind hundert mal achten setzig Meter.

00:50:40: Das sind schon große Mengen, die wir mittlerweile machen.

00:50:43: ist schon toll auch darauf zu blicken und zu sagen, wir bewegen da irgendwas.

00:50:49: Was wir übrigens auch nachhaltig tun.

00:50:51: also man darf darüber nicht so kein Greenwashing hier betreiben.

00:50:56: aber wir bemühen uns schon ganz viel darauf zu achten dass unsere Papiere entsprechend zertifiziert sind FSC zertificiert das wir möglichst nur erneuerbaren Strom benutzen wo immer das möglich ist.

00:51:11: das machen wir übrigens schon.

00:51:12: seit eineinhalb Dekaden, also seitdem es das gibt haben wir Stromverträge wo nur wieder erneuerbare Energien genutzt werden.

00:51:21: Und das halten wir auch für eine unserer Verantwortlichkeiten dass wenn wir schon so viel Papier bedrucken und so viel auch verschicken dass wir das auf möglichst nachhaltige Weise tun.

00:51:34: Gut dann ist das jetzt unser Wort zum Sonntag!

00:51:39: Ja, mir hat sehr viel Spaß gemacht.

00:51:44: Bis dann, tschüss!

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