#73 Aus Fehlern lernen: Bessere Bilder für Einsteiger

Shownotes

Wer bemerkt, dass ein Bild nicht funktioniert, schult damit schon seinen fotografischen Blick. Auch ein technisch einwandfreies Foto kann langweilen. Oft fehlt dann ein klares Hauptmotiv, und lebendig wirkt ein Bild, wenn darin etwas passiert. In der aktuellen Folge teilen die beiden Redakteurinnen Judy Hohmann und Christine Bruns gängige Fotofehler grob in Technik, Bildgestaltung, Arbeitsweise und Nachbearbeitung ein und liefern gleich noch Tipps, welchen kreativen Aufgaben die eigene Fotografie verbessern können.

Hier geht es zu den Bildern.

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Transkript anzeigen

00:00:00: Vielleicht ist es manchmal einfach nur vor der Grunde fehlt, damit das Bild ein bisschen tiefer bekommt und eben nicht flach wirkt.

00:00:07: Wenn Christine Bruns ein blödes Foto schießt, weiß sie dann was sie ändern muss?

00:00:22: Hallo da draußen hier ist wieder Julie Homan heute mit einem Thema für Fotoreinsteigerinnen Nämlich die, die sich immer mal wieder fragen.

00:00:31: Warum sieht dieses Foto so blöd aus und was muss ich ändern?

00:00:35: Also wenn ihr erst frisch die Fotografie mit der Kamera für euch entdeckt habt bleibt unbedingt dran Und alle die das alles schon wissen wir hören uns dann später wieder oder ihr bleibt einfach da könnt ihr selber entscheiden.

00:00:47: Mit dabei in unserem Redaktionsstudio ist heute meine Kollegin Christine Bruns.

00:00:53: Hallo!

00:00:54: Christine hast du schonmal ein schlechtes foto geschossen?

00:00:57: Ja schon viele.

00:00:58: Ob du weißt, was damit das Problem ist?

00:01:00: Das klären wir später noch.

00:01:01: Machen wir!

00:01:03: Also es gibt oft Menschen die gucken sich ihre Fotos an und sehen... ...das sieht irgendwie nicht so aus wie sie sich vorgestellt haben.

00:01:11: aber was kann damit gemeint sein wenn jemand sagt irgendwie sieht das blöd aus?

00:01:15: Das kann ganz viele verschiedene Aspekte beinhalten.

00:01:18: Gibt's da Kategorien, die du zusammenfassen würdest?

00:01:22: Ja also man könnte vielleicht grob einteilen in technische Fehler Bildgestaltungsfehler, manchmal ist es auch die Arbeitsweise an der man scheitert oder Bildbearbeitung.

00:01:35: Oder Farbe?

00:01:37: Ja das würde ich glaube ich unter Bildgestaltung mit einen Ordnen oder nach Bearbeitung je nachdem.

00:01:43: Kann doch Technik sein zum Beispiel bei Schnee.

00:01:45: Das stimmt ja.

00:01:46: Aber wir fangen so mit dem Thema Licht an würde ich sagen.

00:01:50: Würdest du sagen dass es ein gutes Zeichen ist wenn man überhaupt merkt, dass das eigene Bild nicht funktioniert.

00:01:55: Ich meine es klingt ja so ein bisschen als würde man gerade einen fotografischen Blick entwickeln oder?

00:01:59: Ja man setzt sich mit seinem eigenen Bild zumindest ein Stück weit auseinander und das ist ja in der Entwicklung also in der Vorwärtsentwicklung beim Lernen wichtig.

00:02:07: wenn du jetzt mit Autorinnen und Autoren arbeitest und bekommst einen riesen Haufen Bilder von denen und entscheidest nun was kommt hier zum Artikel abgesehen davon dass es thematisch passt?

00:02:19: worauf guckst Du was beurteilst und prüfst Du?

00:02:23: Ich sag jetzt mal so, die meisten unserer Autoren sind Profifotografen.

00:02:26: von daher ist die Fehlaussuche relativ beschränkt.

00:02:32: Natürlich gibt es das auch manchmal dass man ein Bild bekommt wo man merkt, dass es nicht so optimal hätte besser sein können.

00:02:40: dann sortiere ich das natürlich auch aus und such mir eins was gut funktioniert.

00:02:45: Das liegt oft vielleicht an einer falschen Perspektive An der Belichtung Oder manchmal ist es auch wirklich, dass der Fokus nicht richtig stimmt.

00:02:57: Nicht im Sinne von Schärfe sondern im Sinne vom Klarheit also das Motiv nicht so dominant oder prägnant ist wie man sich das vielleicht wünscht.

00:03:06: Fangen wir mal mit einem ganz simplen Klassiker an warum habe ich auf meinem Porträt plötzlich so starke Augenringe?

00:03:13: Im Zweifelsfall hast du schlecht geschlafen.

00:03:17: Nein!

00:03:17: Auf gar keinen Fall.

00:03:20: Wenn du ausschließen kannst, dass du schlecht geschlafen hast oder dein Make-up auf jeden Fall perfekt sitzt dann würde ich mal gucken ob das Licht gepasst hat bei der Aufnahme.

00:03:30: Vielleicht kam es ein bisschen zu steil von oben.

00:03:35: Ja, Licht von oben ist nicht unbedingt immer vorteilhaft sind ja nicht nur die Augen die da leiden sondern es gibt auch häufiger mal so'n unschönes Bärtchen und

00:03:44: Schattenmacken.

00:03:48: Und wann passiert das am häufigsten?

00:03:51: Das kann im Studio passieren oder halt, wenn man in der Mittagssonne steht.

00:03:55: Dann gibt es einfache Lösungen, gehen den Schatten fotografiert zu einer anderen Tageszeit oder wenn du im Studio bist dann setzt das Licht ein bisschen flacher.

00:04:05: Es kann ja noch von oben kommen aber nicht ganz so steil halten.

00:04:09: Aber wenn ich nur eine Deckenlampe habe

00:04:11: ist das vielleicht nicht das optimale Licht für ein Porträt.

00:04:15: Wenn du es unbedingt nutzen möchtest nimm einen Auffeller der von unten ein bisschen gegenreuchtet oder stelle dich vor eine weiße Wand, die es auffällt.

00:04:23: Das geht auch.

00:04:24: Das heißt also ich muss gar nicht zwingen professionelles Licht besitzen?

00:04:28: Das ist ne gute Frage!

00:04:31: Nein muss man nicht.

00:04:32: Man muss aber dann wissen wie man mit dem vorhandenen Licht arbeitet.

00:04:36: Idealerweise nutzt man dann Tageslicht entweder in Fenster näher oder man geht ganz raus und mit Deckendampen lässt das sich nicht ganz so gut arbeiten.

00:04:47: Aber ein heller Boden hilft zum Beispiel auch häufig weiter.

00:04:49: Ja, der kann helfen

00:04:50: wenn er reflektiert und manchmal sogar ein weißes Stück Pappe oder ein Blatt Papier.

00:04:54: zumindest ist es wenn man ein Porträt macht

00:04:56: ja das kommt dann bisschen auf die Größe des Papiers an.

00:05:00: Wenn man sehr nah rangeht und nun Teil des Gesichts quasi fotografiert Dann mag das mit einem Dienervierblatt funktionieren.

00:05:06: ansonsten soll es vielleicht ein bisschen größer sein

00:05:09: Ja stimmt aber wenn man's geschickt macht dann schafft man schon so einen Lichtreflex im Auge damit zu erreichen.

00:05:18: Das ist ein bisschen Übungssache und viel ausprobieren, ne?

00:05:21: Wenn man kann sich Anleitungen suchen die helfen einem aber im Endeffekt muss man vor Ort immer testen braucht ein geduldiges Model für den Anfang.

00:05:30: ja

00:05:31: so viele Menschen stellen sich für ein Porträt dann direkt vors Fenster.

00:05:36: das sieht manchmal gut aus manchmal nicht.

00:05:37: woher kommt dass.

00:05:39: es kommt darauf an ob die Sonne direktes oder nicht.

00:05:42: idealerweise ist der Himmel ein bisschen bewölkt und man hat Nordfenster, wo die Sonne nicht so direkt reinscheint.

00:05:47: Allerdings wenn ich mich direkt mit dem Gesicht zum Fenster stelle dann ist das Licht jetzt auch nicht besonders spannend.

00:05:54: Es kann sehr hart sein.

00:05:56: Dann hilft manchmal so einen transparenter Vorhang, der das ein bisschen weicher macht oder auch in diesem Fall ein Reflektor, der ein bisschen von der anderen Seite noch Licht drauf gibt.

00:06:07: Oder ich drehe mich ein Stück, damit dich nicht ganz von vorne das Licht so

00:06:10: flach an.

00:06:11: Damit es ein bisschen plastischer wirkt alles.

00:06:13: Man kann natürlich immer das Histogramm ein bisschen im Blick behalten und sehen ob das ausgewogen ist.

00:06:20: Kann natürlich auch dieses Zebra-Muster einschalten, dass Überbelichtungen aktiv zeigt.

00:06:28: Ansonsten muss man darauf achten, ob das stimmt, ob es plastisch wirkt oder nicht.

00:06:33: Manchmal hilft er auch... mehr im Suchort zu gucken, wenn das Licht ringsherum zu hell ist vielleicht.

00:06:38: Und immer gut und werden wir heute vielleicht auch noch öfter erwähnen Rohrfotografieren.

00:06:43: dann kann man in der Nacharbeit noch sehr viel machen weil der Dynamikumfang also die Abstufung zwischen dem Hälsten und dem dunkelsten Ton im Bild einfach größer ist.

00:06:51: Ja

00:06:52: jetzt hatten wir gerade mit dem Gesicht zum Fenster stehen.

00:06:54: Wenn ich mich einmal um hundred achtzig Grad drehe Dann habe Ich als Bild eine wunderschön rein weiße Fläche wenn mir das Licht entgegen scheint.

00:07:04: Allerdings bin ich selber dann ein ausgeschnittenes Stück schwarzes Papier.

00:07:09: Wie kann ich es schaffen, dass ich im Gegenlicht nicht nur so'n Schattenriss bin?

00:07:13: Es gibt da verschiedene Möglichkeiten.

00:07:15: Das eine ist natürlich... Ich stelle erstmal meine Kamera auf dem Stativ und hoffe, dass mein Model still hält oder ich drehe die E so hoch Und belichte auf das Model.

00:07:24: Also ich stelle die Belichtung so ein Dass der Hintergrund dann zu hell wird Aber mein Model korrekt belichtet ist.

00:07:31: Oder die andere Möglichkeit ist zusätzlich auch zu hellen durch den Blitz, durch eine Leuchte oder vielleicht geht es schon mit einem Reflektor.

00:07:41: Damit das Licht von vorne und hinten so ein bisschen ausgewogener

00:07:44: ist?

00:07:44: Genau damit auch ne zusätzliche ja Lichtquelle quasi da ist sieht das dunkle Wiederhalt heller macht.

00:07:54: Sonst hat man den Kontrastumfang hoch für die Kamera.

00:07:57: Sieht aber cool aus!

00:07:59: Dieser strahlen weiße himmlische Hintergrund, wenn man dann auf das Modell korrekt belichtet.

00:08:05: Aber es kommt ein bisschen drauf an was vor deinem Fenster so los ist?

00:08:08: Ja, das stimmt!

00:08:09: Wir gehen natürlich von der perfekten Situation aus.

00:08:11: Du bist

00:08:12: im achten Stock und es gibt keine ähnlich hohen Gebäude.

00:08:16: Natürlich!

00:08:17: Und keine Büsche und gar nichts...

00:08:19: ...und ein paar Weisewöchchen.

00:08:22: Welche Rolle spielt Lichtfarbe?

00:08:24: Also, wow!

00:08:25: Das habe ich ja schon häufiger erlebt.

00:08:26: Wenn man den Menschen auf der Tanzfläche fotografiert und dann dieses ganze Effektlicht plötzlich jetzt alles einfach nur noch rot oder Nihon röhren... Ich meine wenn man nicht unbedingt diesen Krimi-Look haben will... Ach hey!

00:08:38: Ja das ist natürlich immer eine Frage meiner Bildaussage.

00:08:42: Will ich das dokumentieren was da ist?

00:08:44: Natürlich will ich vielleicht die ganze Partystimmung mit draufhaben Oder möchte ich den Menschen an sich so natürlich wie möglich festhalten, der da gerade tanzt oder beobachtet oder was auch immer.

00:08:58: Ja und dann hängt das von meinem Weisabgleich ab den ich in der Kamera einstelle.

00:09:02: Ja mischligt ist auch total problematisch wenn ich zwei so ganz unterschiedliche Lichtquellen habe.

00:09:06: aber du hast es anfangs ja schon gesagt In RAW Fotografieren hilft ungemein weil man dann am Ende noch ganz viel retten kann Wenn gar nichts mehr geht Dann macht das Bild einfach schwarz-weiß.

00:09:18: Nein Schwarz-Weiß ist nicht dafür gedacht, schlechte Bilder zu retten und man sieht das auf.

00:09:26: Doch!

00:09:27: Das ist geheimtipp macht das einfach.

00:09:30: Wenn ein Foto langweilig aussieht dann liegt es manchmal nicht am Motiv sondern einfach daran dass das Licht zugleichmäßig ist.

00:09:37: Ja wenn es zu glatt wird dann sollte man gucken ob man vielleicht an eine andere Stelle geht die Perspektive wechseln oder ähnliches.

00:09:46: Jetzt geht's ums Thema Schärfe.

00:09:49: Warum ist das Motiv nicht scharf?

00:09:50: Es gibt ja unscharf und

00:09:53: unscharfs.

00:09:54: Ja,

00:09:55: stellen wir uns vor ich möchte ein Insekt fotografieren.

00:09:59: Geh mal dich daran und dich daran schließe.

00:10:00: ich soll das Insekte nicht aussehen wie ein Sandkorn auf meinem Bild sondern ich möchte das richtig sehen aber plötzlich kriegst du es nicht mehr scharf.

00:10:07: Warum?

00:10:09: Es gibt da unterschiedliche Gründe.

00:10:12: einmal kannst sein Du bist halt unterhalb der Neinstellgrenze deines Objektivs.

00:10:16: Das bedeutet wahrscheinlich, dass du kein Makro-Objektiv hast oder das nicht ein besonders großen Maßstab abbilden kann.

00:10:23: Oder du willst viel mehr als dein Makroobjektiv hergeben?

00:10:29: Ich will Mikro!

00:10:30: D.h.,

00:10:31: dein Objektiv kann in dem Abstand, in dem das Insekt sitzt gar nicht scharfstellen.

00:10:36: Das ist Grund Nummer eins.

00:10:37: Grund Nummer zwei ist je näher du dran gehst, desto geringer wird die Schärfentiefe.

00:10:42: Und dann mag es sein, dass eine ganz dünne Scheibe deines Insektschaf ist.

00:10:47: Aber der Restzeit nicht und du wirst aber das ganze scharf haben.

00:10:50: Da hilft nur ein Fokus-Stacking.

00:10:53: Das heißt, du musst verschiedene Belichtungsebenen hintereinander schieben... Also Fokusebenen meine ich hintereinanderschieben und die dann zusammensetzen am Computer.

00:11:03: oder Es gibt auch Kameras, die das direkt machen.

00:11:06: Okay also keine Chance so'n ganzes Insekt scharf zu kriegen um dicht genug heranzukommen.

00:11:11: Mit genügend Abstand kriegst du es vielleicht ganz scharf, aber dann ist das nicht mehr sehr dicht dran.

00:11:16: Ein

00:11:18: Minimaler war klar entscheidet ob die Augen scharf sind oder die Flügeln?

00:11:21: Na klar!

00:11:22: Wenn die Tiefenschärfe einfach nur so geringe ist... So.

00:11:24: ohne Stativ ist das ja eigentlich fast kaum möglich,

00:11:26: oder?!

00:11:27: Im Allgemeinen macht man das mit Stativ.

00:11:30: Es gibt ein paar Fotografen, die das sehr gut raus haben mit einer Automatik in der Kamera, das dann auch ohne zu machen.

00:11:38: Aber es ist natürlich viel einfacher, wenn man das kontrolliert auf dem Stativ machen kann.

00:11:43: Man kann das natürlich auch manuell mit einem Makroschlitten machen und dann geht's gar nicht ohne Stativ.

00:11:50: Die Naheinstellgrenze ist ein Problem.

00:11:53: Warum gibt es immer wieder das Problem dass man Kinder oder Tiere oder Sportler unscharf auf den Bild hat obwohl der Hintergrund ganz scharf ist?

00:12:02: Das liegt an der Belichtungszeit!

00:12:04: Wenn dein Sportler an dir vorbeisaust und deine Belichtungszeit ist zu lang, dann ist die Bewegung unschärf im Bild.

00:12:09: Das Gleiche passiert ja ganz häufig mit allen Personen und Dingen, die sich bewegen.

00:12:16: also willst du deinen Kind scharf haben?

00:12:19: Und es springt.

00:12:19: gerade vom Sofa musst Du eine tausendstel Sekunde oder kürzer belichten.

00:12:25: das bedeutet hohe ISO im Wohnzimmer.

00:12:28: machst es draußen geht's vielleicht noch bei einer geringeren ISOS drin, je nach Sonnenstand.

00:12:34: Aber da muss man dann darauf achten dass die Belichtungszeit sehr kurz ist

00:12:37: und es springt aus meiner tiefen Schärfe raus.

00:12:40: auch das wenn ihr die vorhin gestellt hast und die Blende zu offen ist dann springts auch aus der Tiefenschärfe.

00:12:47: Und wenn mein Autofokus nicht hinterher kommt weil ich nicht die allerneueste Kamera habe oder meine Kameraaus versehen auf den Hintergrund fokussiert weil der Vordergrund so unruhig ist.

00:12:56: Auch das kann passieren.

00:12:57: ja

00:12:58: Für wie sinnvoll hätte in solchen Fällen Wenn du ein bewegtes Motiv hast, die Serienbildfunktion oder kontinuierlichen Autofokus?

00:13:06: Im Allgemeinen halte ich das für sehr sinnvoll.

00:13:07: Ich benutze es auch sehr viel.

00:13:09: Das hängt davon ab was man aufnehmen möchte.

00:13:12: Also Tracking-Funktionen einschalten, kontinuarischen Autofocus nutzen – das hilft bei allen Motiven, die ich verfolgen möchte.

00:13:20: Es hängt natürlich davon ab wie modern ist die Kamera und was hat sie für Modi für einen Autofokus drin.

00:13:26: verfolgen, was normalerweise Standard ist.

00:13:28: Aber nicht bei modernen Kameras ist das Standard.

00:13:33: Es macht trotzdem nicht jede Kamera gleich gut weil nicht jeder hat einen Bildprozessor der schon sehr schnell ist.

00:13:41: also das hängt von verschiedenen Aspekten ab.

00:13:44: aber mal gemein wenn man bewegt es motiv den optimalen Moment erwischen dann hilft das umgeheuer.

00:13:52: Stellen wir uns vor, wir haben jetzt ein Foto gemacht technisch scharf super korrekt belichtet und sieht trotzdem nicht gut aus.

00:13:59: Dann liegt es häufig am Bildaufbau.

00:14:01: was kann man denn da alles falsch machen?

00:14:03: Also das was am Bild auf Bau am einfachsten zu prüfen ist habe ich mein Motiv wirklich als Motiv?

00:14:11: Was meinst du damit?

00:14:12: Ich meine damit ich will zum Beispiel meinen Hund fotografieren muss.

00:14:16: erst Einfaches Beispiel Ist der jetzt wirklich drin?

00:14:20: Also wirklich das Hauptmotiv in meinem Bild, oder habe ich die gesamte Wiese und der Hund sitzt irgendwo ganz weit hinten in der Ecke?

00:14:25: Und noch drei Hundert Spaziergänger.

00:14:27: Und man muss ihn suchen!

00:14:28: Ja vielleicht noch nicht mal das.

00:14:29: Vielleicht ist es dann auch eine Obstbaumwiese daneben und drei Hecken und dann fällt der Hund kaum nach auf... ...und das ganze Bild wirkt auch total langweilig.

00:14:37: Es ist überall scharf Der Hund auch aber er ist viel zu klein.

00:14:42: Wenn ich ein Porträt von meinem Hund machen will, dann gehe ich natürlich ran Gucke dass der Hintergrund nicht ablenkt und eventuell muss ich dann die Blende so weit öffnen oder mir ein anderes Objektiv suchen, dass das kann.

00:14:53: Dass der Hund auch wirklich das Hauptmotiv ist.

00:14:56: und dann schaue ich, ist das Auge scharf?

00:14:58: Oder die Schnauze?

00:15:01: Genau!

00:15:02: Und welches Auge?

00:15:03: Welche Auge genau das Dichtere?

00:15:06: Das sind so verschiedene Aspekte.

00:15:08: also einer der Hauptfehlers häufig wirklich, dass man das Motiv zu wenig Motiv sein lässt oder gar nicht sich wirklich Gedanken um das Motif gemacht hat.

00:15:18: Ich will zum Beispiel einen Platz in einer Stadt aufnehmen, stelle mich irgendwo in die Ecke und fotografiere ich auf den Platz.

00:15:25: Alles steht gleichwertig nebeneinander.

00:15:27: dann sind da noch ein paar Mülltonnen oder Autos.

00:15:30: aber ich habe mir eigentlich gar keine Gedanken gemacht um den Bildaufbau.

00:15:33: stattdessen könnte ich auch mir den zentralen Brunnen suchen diesen Brunnan in den Fokus setzen und vielleicht so im goldenen Schnitt noch vom restlichen Platz was mit aufnehmen So dass man aber einen Hauptmotiv hat, das den Blick des Betrachters fängt.

00:15:48: Aber nicht alles gleichwertig nebeneinander setzt und man fängt trotzdem von dem Umfeld, vom Kontext.

00:15:55: was mit ein.

00:15:56: Man sieht also noch etwas von dem Platz, aber man hat trotzdem etwas, was dem Auge halt gibt.

00:16:01: Also ein Hauptdarsteller und der Rest sind Statisten

00:16:04: Genau.

00:16:04: Und natürlich sollte man auch schauen, dass das Motiv interessant genug ist.

00:16:08: Wenn der Brunnen jetzt nur aus einer Wasserfrontäne besteht, ist es vielleicht nicht besonders spannend.

00:16:14: Wenn da eine interessante Skulptur draufsteht und man die entsprechend perspektivisch einfängt, dann hat der Betrachter was zum Angucken.

00:16:22: Und wenn dann noch ein Stilbruch kommt... ...dann wird das Bild richtig gut!

00:16:26: Kommt auf an.

00:16:28: Zum Beispiel so'n Taubendreck?

00:16:31: An einer ungünstigen Stelle.

00:16:35: Ja kann interessant werden.

00:16:39: Ja war mir ernst.

00:16:41: Du hast natürlich recht.

00:16:43: Schritt eins ist, dass du etwas findest was Hauptdarstellerin oder Hauptdarställer ist.

00:16:48: Aber wenn es dann richtig spannend werden soll, dann muss irgendwann das irgendwas das Bild stören finde ich.

00:16:52: und eine Socke die da im Wasser schwimmt

00:16:55: Ja kann sein aber Ich finde es eigentlich interessanter Wenn man Etwas einfängt Was dem Ganzen Leben einhaut Im Sinne von Eine Geschichte zum Beispiel Dass Die Tauben grad vom Brunnen starten oder Jemand Auf Den Platz IrGenten Menschen miteinander interagieren, zum Beispiel zwei ältere Damen die sich aufgeregt unterhalten.

00:17:19: Ein Marktstand wo der Verkäufer gerade einem Kunden was rüber reicht vielleicht ein Luftballonverkäufert der seine Ware anpreist und ein Kind das da grad drauf zeigt und versucht die Mama dahin zu ziehen so dass man Interaktionen festhält etwas was dem Leben gibt.

00:17:39: Ja also ist die Kunst zu erkennen.

00:17:40: Was sind hier störende Elemente?

00:17:42: Die Mülltonnen?

00:17:44: Und welche Elemente hauchen dem ganzen Leben ein?

00:17:46: und warum hilft es so oft einfach mal einen Schritt nach links oder rechts zu gehen, bevor man sofort an den Kameraeinstellungen rumdreht?

00:17:53: Perspektiven ändern sich.

00:17:55: Ob man das nun in der Waldfotografie macht oder eine Stadtfotographie oder selbst bei Porträts ist sich einfach ein bisschen zu bewegen und sich aus verschiedenen Perspektiven anzuschauen ist immer ein sehr gutes Mittel um zu überlegen.

00:18:10: bin ich am optimalen Punkt was ich sehe schon das Optimum, was sich rausholen kann.

00:18:15: Man kann auch in die Hocke gehen und man kann auch mal auf dem Brunnen die drei Stufen nach oben treten und gucken ob man von diesen drei Stufen oben vielleicht nochmal einen anderen Blick auf den Marktstand findet.

00:18:28: Also da gibt es unterschiedliche Möglichkeiten.

00:18:30: Was sagst du dazu?

00:18:31: Das Motiv genauer in die Mitte des Bildes zu setzen

00:18:34: Kann richtig toll aussehen.

00:18:36: wenn man eine Symmetrie schaffen möchte kann super langweilig wirken.

00:18:40: Das hängt sehr vom Motiv ab und auf von der Bildausage, die man treffen möchte.

00:18:44: Jetzt

00:18:44: kommen wir zum Thema Abschneiden.

00:18:48: Abgeschnittener Händefüße oder Gelenke bei Porträts?

00:18:51: Ungünstig!

00:18:52: Aber manchmal ist ein Anschnitt auch ganz cool.

00:18:54: Magst du dazu nochmal was sagen?

00:18:56: Also es einer der beliebtesten Feder wenn man Menschen fotografiert passiert mir persönlich auch immer mal wieder wenn ich meine Familie fotografiere Füße weg Man will schnell machen, man will niemanden zur Last fallen und dann denkt man so sehr schnell ein Foto.

00:19:11: Und dann ist der Fuß ab.

00:19:14: Deswegen ja das ist eine Übungssache.

00:19:18: Bewusstes drauf achten und auch manchmal in sich selbst zurücknehmen aus der Hektik.

00:19:24: Das ist nochmal wichtig dass man darauf achtet vielleicht noch mal tief durchatmet ne Schritt zurücktritt und nochmal das Bild kontrolliert.

00:19:31: also das sind die Fehler den man aus Versehen macht oder aus Stress.

00:19:35: Ja, ansonsten kann es je nachdem wie man einen Anschnitt setzt auch spannend wirken.

00:19:41: Wenn ich zum Beispiel eine Person im Profil fotografiere, kann es interessant wirken wenn man den Hinterkopf abschneidet oder ein Porträt sehr nah dran wenn man an der Stirn abscheidet.

00:19:55: Man muss immer ein bisschen darauf achten dass es wirkt wie man abschNeidet so das man nicht das Gefühl erzeugt was fehlt sondern das ist bewusst gemacht wurde.

00:20:05: Eigentlich kann man sich da auch ein bisschen am Kinofilm orientieren.

00:20:08: Die haben ja die perfekten Schnitte.

00:20:10: und wenn ich jetzt merke, ich habe bei diesem Familienbild die Füße abgeschnitten dann greife ich mal beherzt zu und schneide einfach bis zum Oberschenkel weg und schon sieht es gleich viel besser

00:20:20: aus.

00:20:20: Genau dafür ist Nachbearbeitung dann sinnvoll.

00:20:24: Und was mache ich?

00:20:25: Wenn das Hauptmotiv doch irgendwie so klein im Bild ist?

00:20:28: Entweder genau das gleiche Zuschnitt oder wenn ich die Chance hab mach' ich's nochmal.

00:20:33: Wegschmeißen!

00:20:35: schmeißt eure schrecklichen Bilder einfach weg.

00:20:37: Das ist manchmal sehr heilsam!

00:20:41: Ja, das ist es tatsächlich.

00:20:42: man kann sich manchmal sehr schwer trennen und das macht's dann aber auch schwieriger zu wachsen finde ich wenn man an dem was nicht so tolles festhält.

00:20:50: ja es hat natürlich mehrere Aspekte.

00:20:52: Es ist nicht immer nur dass festhalten das ist manchmal noch die Zeit.

00:20:56: also bei mir geht das so.

00:20:57: bei mir liegen ganz viele Bilder auf der Festplatte einfach weil ich nicht die Zeit hatte sie auszusortieren mich wirklich bewusst hinzusetzen Und durch die Hunderten von Bilder zu scrollen und zu sagen, das schmeiß ich jetzt weg.

00:21:07: Nee, wenn ich ein Foto buch mache, dann setze ich mich hin und sage, das ist schön, dass so Tierchen anderen ordner.

00:21:12: Ich schmeiß aber nicht automatisch alle anderen weg weil... ...ich hab sie mir nicht alle perfekt angeguckt!

00:21:17: Vielleicht will ich das eine oder andere doch noch behalten?

00:21:20: Dann suche ich nur dir aus, die auf jeden Fall im Foto Buch haben will und lass die Anderen erstmal liegen.

00:21:24: In der Hoffnung, dass ich irgendwann die Zeit habe, die aber meistens dann nicht kommt.

00:21:29: Jetzt

00:21:30: wollen wir noch mal rüber schwenken.

00:21:31: zu Farbebelichtung und Bearbeitung.

00:21:34: Handyfotos, die sehen zwar ganz häufig spektakulär aus aber gleichzeitig irgendwie künstlich.

00:21:39: Ja nicht immer aber kommt drauf an.

00:21:42: Gerade bei schlechten Licht passiert es sehr schnell dass es künstlicher wird.

00:21:46: Smartphones haben halt in ihren Kameras andere Systematiken als normale Kameras.

00:21:51: Die haben sehr kleine Sensoren und rechnen eigentlich immer mit Bildserien.

00:21:55: Das heißt sie belichten und rechne mehrere Bilder zusammen damit Flächen oder Kontraste oder Kanten vernünftig aussehen.

00:22:06: Und auf dem Displaybook ist toll, wenn du es vergrößerst siehst so die Schwächen zum Beispiel dass Sachen krat gebügelt werden das ja Kanten über Steuern zum Teil oder andere Dinge die nachgeschärft werden grisselig wiederwerden.

00:22:20: aber die machen das halt auch mit den Farben und auf dem display book.

00:22:24: das wirklich toll diese satten intensiven farben

00:22:29: die Sony stattgefunden haben.

00:22:32: Genau, aber wenn man es halt mit dem Original vergleicht wirkt ist künstlich und wenn man's groß zieht dann auch.

00:22:38: Was bedeutet das praktisch?

00:22:40: Wenn Lichter ausfressen oder Schatten absaufen?

00:22:43: Das klingt ja total dramatisch!

00:22:45: Aber was heißt das eigentlich genau?

00:22:47: Das bedeutet dass dein Dynamikumfang größer war als das was deine Kamera aufnehmen kann.

00:22:52: also zwischen dem weiß und dem schwarz im Motiv ist ein größerer Abstand als zwischen dem was die Kamera festhalten kann.

00:23:00: Du kannst mit deiner Kamera zwei Sachen machen, du kannst dich entscheiden... ...was dir wichtiger ist.

00:23:05: Lässt du lieber die Schatten absaufen und hast dann die Lichter richtig oder umgekehrt?

00:23:09: Lichter sind die hellen Bereiche!

00:23:11: Genau und alternativ sowieso im Raw fotografieren weil da hast du einen größeren Dynamikumfang auch wenn du ihn nicht siehst.

00:23:20: immer aufs Histogramm gucken.

00:23:22: Wenn dann was auf einer Seite rausläuft Dann siehst du, da hast du überbelichtet.

00:23:26: Das heißt dann die Belichtung korrigieren.

00:23:29: Wie müsste das denn optimal aussehen?

00:23:31: Das Histogramm

00:23:32: Also ein optimales Histogrammen Ich sag mal von einem durchschnittlichen Motiv hat bei ganz hell Ganz wenig Daten steigt dann zur Mitte hin stärker an und fällt zu schwarzen wieder ab Und es fließt nichts auf der einen Seite raus und nichts auf den anderen.

00:23:47: Es geht aber immer bis zum Rand.

00:23:49: Das geben aber schon die wenigsten Motive her.

00:23:53: Man hat diesen Berg immer, aber ja ihn so zu kriegen dass man das optimal belichtet hat es nicht bei jedem Motiv so gegeben.

00:24:01: Große gleichfarbige Flächen zum Beispiel im hellen oder im dunklen dann schießt das zu einer Seite hin.

00:24:07: Dann muss man aufpassen dass da nicht überläuft oder klettert wie man ganz gern sagt in der Hand hochklettert.

00:24:14: was auf jeden Fall hilft außer dem Raw ist wenn man eine Belichtungsreihe macht also bei so Motiven die einen hohen Kontrast haben.

00:24:21: Manche Kameras berechnen das schon intern zusammen, aber man kann das nachträglich auch mit bestimmten Programmen z.B.

00:24:28: mit Leitform oder so zusammenrechnen

00:24:30: auf Photoshop.

00:24:31: Welche drei Bearbeitungsfehler siehst du besonders häufig?

00:24:35: Den schiefen Horizont, das sehe ich bei mir sehr selbst häufig.

00:24:39: Das ist auch dieser... Ich muss jetzt schnell draufhalten Effekt!

00:24:43: Aber den bearbeitest du dann, oder?

00:24:45: Ziehst du den gerade?

00:24:46: Ja, den ziehe ich natürlich gerade.

00:24:48: Das hat aber immer den Nachteil dass man ein Stück vom Bild verliert.

00:24:52: Und manchmal sind da auch Teile dabei, die man gern drin gehabt hätte.

00:24:56: Ja

00:24:56: deswegen ist es schon gut das was ich vorhin gesagt habe nochmal durchzuarbeiten innerlich ein Stück zurückzutreten und zu sagen hab ich jetzt alles richtig eingestellt und so.

00:25:05: Was ich besonders häufig sehe ist eine falsche Belichtung einfach Bilder sind zum Beispiel zu dunkel oder so.

00:25:12: Magst du noch mal etwas dazu sagen?

00:25:13: Dass hohe Häuser häufig so komisch verzogen aussehen?

00:25:16: Perspektive!

00:25:19: Ja das sind feilende Linien, weil man einfach nach oben fotografiert.

00:25:23: Das heißt die Bildebene und die Motivebene sind gegeneinander vorab gewinkelt also sie sind nicht auf einer Ebene parallel und dadurch entstehen feilnde Linien.

00:25:34: das ist normal und es lässt sich optisch nur mit einem Tilt Shift objektiv korrigieren außer man steht im Hochhaus gegenüber.

00:25:42: dann geht das auch aber so.

00:25:45: was muss man tatsächlich in der Nachbararbeit korrigiren?

00:25:49: Hm, zu viel Schärfe sehe ich manchmal bei Bildern?

00:25:53: Ja.

00:25:54: Das heißt das so unruhig wird das Bild

00:25:56: und es sieht dann manchmal aus wie ein Plastik gewickelt.

00:25:59: ja Es gibt aber auch umgekehrte.

00:26:01: manchmal ist auch zu wenig schärfe da Bei einem Motiv dass eigentlich Schärf gebraucht hätte zum Beispiel In der Street Fotografie ist Schärfer oft wichtig Dass man ganz viele Bilder von vorn bis hinten scharf hat Um den Kontext richtig einordnen zu können oder so.

00:26:15: Und dann Ist auf einen Teil des Bildes fokussiert im Vordergrund.

00:26:21: Der Hintergrund verläuft in die Unschärfe und nimmt den Kontext raus, also das ist ein bisschen abhängig vom Motiv ob es zu viel oder zu wenig ist.

00:26:29: Wenn man Porträt macht in der Stadt will man meistens eher nicht so viele Schärfe haben aber trotzdem einen Stück weit Kontext.

00:26:36: dann muss man so ein bisschen die Balance finden.

00:26:39: Es gibt ja diese ganzen Beauty Filter.

00:26:41: teilweise sind hier auch KI generiert.

00:26:44: da kann man's auch übertreiben.

00:26:46: definitiv kann man das.

00:26:48: Dann ist die Haut zu klart.

00:26:49: Ja, man wirkt schon fast wie Plastik ne?

00:26:52: Genau.

00:26:53: aber da muss man heutzutage auch ein bisschen aufpassen weil die EU hat ja mit dem AI-Act dafür gesorgt dass man jetzt zu stark KI bearbeitete Bilder also solche wo dann wirklich Veränderungen stattfinden markieren muss wenn man sie veröffentlicht.

00:27:07: Wenn ich jetzt also nach den Fotografien denke das Bild sieht irgendwie blöd aus.

00:27:12: welche Reihenfolge würdest du für eine schnelle Fehleranalyse empfehlen?

00:27:18: Ja, ich würde erst mal gucken ist ein technischer Fehler drin.

00:27:21: Ist was falsch belichtet?

00:27:23: Ist die tiefen Schärfe zu groß?

00:27:25: Ist sie zu klein?

00:27:26: Genau.

00:27:26: also das was auffällt dann gucken stimmt die Schärf?

00:27:30: wenn die Schärke nicht stimmt analysieren liegt es am Motiv?

00:27:33: hat sich bewegt?

00:27:35: habe Ich mich vielleicht bewegt?

00:27:37: hab ich verwackelt dass ja auch einen Punkt Hätte ich mit einem Stativ vielleicht besser hingekriegt oder reicht vielleicht einfach eine kürzere Belichtungszeit?

00:27:46: Also das sind so die grundlegenden technischen Fragen, die man für sich selbst klären sollte.

00:27:50: Und wenn man sieht alles ist in Ordnung dann wäre die Frage habe ich nicht aufgepasst was mein Hintergrund angeht?

00:28:00: liegt am Hintergrund?

00:28:01: fehlt vielleicht ein Vordergrund?

00:28:03: ist mein Motiv so eingebaut dass es auch wirklich als motiv erscheint.

00:28:09: über vordergrund haben wir noch gar nicht geredet

00:28:11: und das stimmt ja vor.

00:28:12: der gründe können wichtig sein einem Bild auch Tiefe verleihen.

00:28:17: Vielleicht ist es manchmal einfach nur mit Vordergrund, der fehlt damit das Bild ein bisschen tiefer bekommt und eben nicht flach wirkt.

00:28:25: Der darf auch unscharf sein.

00:28:27: Manchmal ist es auch in Rahmen.

00:28:29: man kann durch einen Gitter fotografieren oder irgendein Bildelement unscharfe einbauen.

00:28:34: zum Beispiel wenn man den Platz fotografiert könnte die Skulptur vom Brunnen auch ganz unscharfs rein laufen lassen.

00:28:40: Oder Blüten im vordergrund die unscharft

00:28:42: etwas Farbe

00:28:43: rein bringen?

00:28:44: Genau so was hilft oder kann helfen, je nach Motiv.

00:28:48: Manche Motive wirken ja auch besser wenn sie sehr klar sind und dann ist nämlich genau das auch die Frage was wollte ich denn eigentlich Aussagen mit meinem Bild?

00:28:57: Habe ich mir überhaupt Gedanken darüber gemacht was ich aussagen will?

00:29:00: da habe ich nur drauf gehalten weil ich dachte ich muss das jetzt festhalten.

00:29:04: zum Beispiel in der Stadt ist man ja sehr schnell versucht so die Erinnerungen an den Wochenendtrip zb festzuhalten.

00:29:12: dann knipsen wir mal hierhin und mal dahin und da ist das Haus noch interessant.

00:29:16: Aber habe ich mir überhaupt die Zeit genommen, es mal richtig anzugucken und hab nicht nur gesehen.

00:29:20: Oh das hat aber schöne Jugendstilfenster!

00:29:22: Das will ich jetzt noch einmal festhalten und Knips im Vorbeigehen noch schnell mitgenommen oder stelle ich mich hin und gucke wo habe ich eine richtige Perspektive?

00:29:31: Was sind die Hauptelemente?

00:29:33: Wirkt es vielleicht besser wenn ich es gestaffelt seitlich fotografiere oder wirkt es besser frontal?

00:29:38: Eher symmetrig oder vielleicht doch ne Asymmetrie?

00:29:41: was macht es spannender?

00:29:42: mein Motiv?

00:29:43: Und wie schließe ich aus, dass ich die Autos da vorne drauf kriege oder so.

00:29:47: Unter den Mülltonnen?

00:29:48: Ja

00:29:49: und ist mein Motiv ist mir vielleicht auch wert das ich abends nochmal wiederkomme wenn das Licht schöner ist.

00:29:53: Das stimmt!

00:29:54: Das Licht schöener.

00:29:56: Genau also wenn ich ein wirklich schönes Motiv habe und mich ärgere, dass es nicht schön ausschaut weil vielleicht es ein Architektomotiv ist Oder Landschaftsmotiv und die Sonne ist einfach zu hart.

00:30:09: Das kann ich mittags nicht ändern.

00:30:11: Tag kann ich entweder warten bis abends oder es ist einfach so wie es ist.

00:30:15: Wollen wir uns mal für den nächsten Städtetrip für alle euch da draußen ein paar Aufgaben überlegen?

00:30:20: Ich leg' mal vor, okay?

00:30:22: Okay, leg' mir vor!

00:30:23: Also

00:30:23: angenommen ihr wollt jemanden an irgendeiner wunderschönen Stelle im Urlaub fotografieren eine Person dann dreht euch mal mit dieser Person im Kreis, sodass ihr mal die Sonne hinten habt.

00:30:35: Gleichzeitig und von vorne und guckt mal was das mit dem Gesicht macht!

00:30:40: Wann sieht es eigentlich am besten aus?

00:30:43: Das ist mein erste Aufgabe.

00:30:45: jetzt hast du.

00:30:46: Jetzt habe ich den.

00:30:47: Okay Ihr habt ein Gebäude gefunden oder einen Landschaftsmotiv vielleicht nicht allzu weit entfernt von eure Unterkunft.

00:30:58: kommt Mal an mehreren Tagen und zu verschiedenen Tageszeiten dahin.

00:31:03: Guckt mal wo ihr einen schönen Standort findet, der wirklich funktioniert?

00:31:08: Und macht von diesem Standort aus... Zu verschiedenen Tages-Zeiten, zu verschiedenen Wetterlagen mal ein Foto.

00:31:16: Einfach um ein bisschen Gefühl dafür zu bekommen was wirkt wann wie.

00:31:21: Die Lichtfrage die große

00:31:23: Lichtfrage.

00:31:24: Auch bei bewölkten Himmelmal bei Sonne abends morgens, morgens sind die Stimmungen auch unterschiedlich.

00:31:31: Gerade bei Landschaften mit Wasser können man Nebel auftauchen.

00:31:35: Auch in Städten wo Flüsse durchfließen.

00:31:37: In Flussnähe können Nebel auftauchen oder die Schatten sind anders weil Spiegelungen existieren oder so.

00:31:46: Überhaupt auch abends.

00:31:47: Die Schatten werden ja so schön lang.

00:31:49: Genau

00:31:50: also da kann man einfach mal eine schöne einfache Übung machen.

00:31:54: Kann man natürlich auch zu Hause machen wenn man sich einen Motiv sucht.

00:31:58: Es ist meistens ein bisschen spannender, wenn man es im Urlaub macht aber man muss natürlich dann auch bereit sein die Zeit zu investieren.

00:32:05: Ja das dann auch so machen?

00:32:06: Ja gut wenn man schon mal eine Kamera dabei hat!

00:32:08: Genau

00:32:10: ich habe noch eine Aufgabe und zwar sucht euch einen Motif dass ihr schön findet und geht mal bewusst einen großen Schritt nach links nach rechts nach vorne hin und hinten geht auf die Zehnspitzen hockt euch hin.

00:32:21: oder wenn ihr ganz mutig seid legt euch hin alles immer dasselbe Motiv und guckt mal, wie sehr sich das tatsächlich verändert.

00:32:28: Das ist unglaublich!

00:32:29: Und entscheidet dann was für euch am besten aussieht?

00:32:32: Es gibt keine feste Regel außer vielleicht dass wenn Motive schon zu häufig fotografiert wurden, dass sie langweilig wirken... ...und ich meine was is denn das naheliegendste?

00:32:41: Jemand steht in seiner Körpergröße irgendwo zwischen eins fünfzig und zwei Metern und fotografiert so.

00:32:49: In dem Moment wo man diese Komfortzone verlässt wird es direkt automatisch spannender.

00:32:54: Noch eine andere Aufgabe hätte ich.

00:32:56: Ja,

00:32:57: ein Porträt.

00:32:58: sucht euch eine Person und lauft mal mit ihr rum macht Innenraumaufnahmen einfach stumpf mit dem Deckenlicht experimentiert wie das ist mit einem Reflektor wenn man es dann auffällt Aufnahmen am Fenster im Gegendicht oder von der Seite Mit- und ohne weiße Gardine oder Auffälle Und das Gleiche auch einmal draußen.

00:33:20: Geht mal die Mittagssonne, versucht da man Porträt zu machen geht in die Abendsonne wenn die Schatten weicher werden einfach mal das auch auszuprobieren und vielleicht auch mal herauszufinden was man eigentlich mag.

00:33:33: Denn es kann auch sein dass man das harte mittagslicht sogar mag weil es vielleicht zum eigenen Fotostil passt.

00:33:41: Es gibt bestimmte Motive die tatsächlich gut wirken.

00:33:44: Oder in der Modefotografie ist es beispielsweise zeitweise immer mal wieder spannend, mit direkten Blitzlicht zu arbeiten.

00:33:51: Es sind so Modeerscheinungen manchmal die man hat aber die sind oft nicht das was man als gefällig empfindet.

00:33:59: Aber sie machen eine bestimmte Ausstrahlung und das kann auch cool wirken und vielleicht ist es der eigene Stil wenn man das viel mehr mag als dieses.

00:34:08: Wir gehen jetzt alle zur goldenen Stunde und machen unsere gefälligen Familienportreys.

00:34:14: Also was lernen wir an?

00:34:15: Miss Lungnesbild sollte vielleicht nicht unbedingt gleich frustriert gelöscht werden, denn aus einem blöden Foto kann auch ein lehrreiches Foto werden.

00:34:25: Ja absolut!

00:34:27: Kann man festhalten

00:34:28: wenn es im Finger zuckt.

00:34:30: nicht gleich löschen drücken sondern guckt euch das Bild einmal in Ruhe an und versucht rauszufinden was eigentlich das Problem ist.

00:34:36: dann könnt ihr es am besten später lösen.

00:34:38: ja und wenn ihr euch unsicher seid mit der Bildichtung immer das Raw mit fotografieren

00:34:44: Das stimmt.

00:34:45: Und wir beide, wir sammeln noch aus unseren Archiven Bilder die uns selber nicht so gut gelungen sind und gucken mal was da eigentlich schiefgelaufen ist.

00:34:54: Die zeigen wir euch dann auf unserem Instagram-Kanal von cdphotografie im Laufe der Woche.

00:34:59: Dann könnt ihr mal gucken.

00:35:00: vielleicht findet ihr die Fehler ja selber?

00:35:03: Hast du Glück dass ich nicht immer alles gleich löche?

00:35:06: Stimmt!

00:35:07: Ich habe natürlich nur perfekte Bilder

00:35:10: Alles

00:35:10: klar.

00:35:11: Danke dir, tschüss!

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